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Montys Rübenzucht – Irems R-Type

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Irems R-Type – Die Spielhallenversion

Montys Rübenzucht

R-Type Arcade Flyer
R-Type Flyer – Klicken zum Vergrößern

Für meine Serie „Kraut & Rüben & Videospiele“ setze ich mich momentan mit Irems Shooter-Klassiker R-Type auseinander und versuche ihn durchzuspielen. Jedoch ohne mehr als vier Credits zu benutzen. Da ich mich im Laufe von 5 bis 6 Wochen schon etwas intensiver mit diesem Spiel auseinandergesetzt habe, kann ich meine Eindrücke schildern.

Für die Leute, denen R-Type gar kein Begriff ist, möchte ich das Spiel zunächst etwas näher vorstellen:

R-Type erschien 1987 von Irem und gehört zu den wenigen innovativen Shootern die es damals noch schafften, aus der Masse hervorzustechen. Neben der wirklich coolen Grafik punktet R-Type durch sein gutes Leveldesign und einigen neuen Elementen, die es in dieser Form zuvor noch nicht gab. Beispielsweise gibt es bei R-Type erstmalig einen Satelliten, den man an sein Raumschiff koppeln kann. Gut, Satelliten oder Beiboote waren nicht wirklich neu in Videospielen. Schon das zwei Jahre ältere Gradius hat mehrere Satelliten, die die Widerstandskraft des eigenen Raumschiffes etwas erhöht haben. Neu hingegen bei R-Type ist, dass man nicht die Feuerkraft seines Raumschiff ausrüstet, sondern die des Satelliten. Denn abgesehen von Extras, die euren R-9 Fighter, so der Name eures Schiffes, etwas schneller machen, ist es nicht in der Lage sein Waffensystem zu verstärken. Taktisch zusätzlich interessant ist, dass der Satellit einen Großteil der Gegner und Schüsse abwehren kann und somit als Schutzschild fungiert. Durch die Möglichkeit euren Satelliten an der Front oder am Heck anzudocken, um die jeweilige Seite besser zu schützen bzw. eure Hauptfeuerquelle zu wählen, bringt R-Type eine starke taktische Note ins Spiel. Zusätzlich habt ihr die Möglichkeit euren Satelliten auch losgelöst ins Kampfgeschehen zu schicken, währenddessen das eigene Raumschiff natürlich ungeschützt ist.

Hervorzuheben ist noch das gute und abwechslungsreiche Leveldesign. Jeder der acht Level bietet neue Themen und Grafiken sowie beinahe einen kompletten Satz neuer Gegnertypen.

DobkeratopsR-Type Boss 1 – Dopkeratops

Der erste Levelboss Dobkeratops gehörte in den 80er Jahren zu den populärsten Levelbossen.

 

 

 

 

 

R-Type BattlecruiserR-Type Boss 3 – Battlecruiser

Neu sind auch Levelbosse, die mehrere Bildschirme umfassen. Beispielsweise besteht Level 3 nur aus diesem Riesenraumschiff, das für damalige Verhältnisse ein recht umfangreiches Schadensmodell bietet.

 

 

 

 

R-Type - Transport SystemR-Type Level 6 -Transport System

Der Transportsystem-Schacht ist mein momentaner Nemesis. Selbst dann, wenn man die Maschinenformationen auswendig kennt, muss man immer noch sehr genau navigieren.

Mittlerweile gehört R-Type zu den Shooter-Klassikern, deren Einfluss man selbst heute noch in etlichen Spielen bemerkt. Hier kommen erstmalig einige Spielideen und Elemente zusammen, die erst seitdem zum Standard gehören. Es ist kein Zufall, dass R-Type neben Konamis Gradius-Serie zu den wenigen Serien gehört, die ihren Ursprung in den 80er Jahren haben und bis zur PlayStation 2 Generation weiter laufen.

 
Diskussionen zu R-Type oder auch die Fortschritte gegen meinen verzweifelten Kampf gegen das BYDO-Imperium, gibt es in unserem Forum.

4 Antworten

  1. Monty Mole
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    Die meisten Spiele die ich damals intensiver spielte habe ich auch meistens ohne Cheats geschafft.
    Es gab echt wenig Sachen die ich nicht lösen konnte. Seltsamerweise bin ich immer genau an den Spielen gescheitert, die alle anderen ohne grosse Probleme durch spielten. Auf dem N64 war es Wave Race wo ich es nie schaffte alle Parcourse frei zu spielen. Ebenso war Double Dragon 2 auf dem NES für mich unlösbar. Dafür komme ich allerdings bei den ersten zwei Last Ninja Spielen, meist ohne Lebensverlust, durch. Auch habe ich nie verstanden warum sich so viele Leute mit den MegaMan Spielen zu schwer taten. Dafür scheiterte ich aber widerrum kläglich an Sega Rally, das so ziemlich jeder in meinem Umkreis problemlos durch spielte. 😀

  2. Vespero
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    Ieeks! Cheaten geht absolut nicht! Ein totales NO GO bei mir und wirds auch immer bleiben.
    Mittlerweile zocke ich seid Jahrzenten und habe wenn ein Spiel mir gefallen hat, auch ohne Cheats geschafft :)

    R-Type um auf den Artikel zurück zu kommen war in meiner Jugendzeit auf dem C64 / Amiga und dem SNES stets ein treuer Wegbegleiter. Muss aber sagen dass ich kein Spiel der Serie bis zum Abspann geschafft habe.

    Im Artikel fehlt mir noch der Hinweis auf die Soundeffekte. Die waren für damalige verhältnisse auch wirklich gut. Der Lasersound war schön „fett“ über die Steroanlage abgeschossen worden. Die Explosionsketten von den Feindschwadronen haben sich bei mir ebenso eingebrannt wie der R-Type typische Grafikstyle. Die blaue Cockpitkanzel z.B. ist für mich ein R-Type Flashback wie auch der Wellenlaserstrahl.

    Tolles Spiel, coole Zeit wars.

  3. Monty Mole
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    In R-Type ist das recht simpel zu merken welche Schüsse bzw. Gegner abgefangen werden.
    Alle Projektile die etwas grösser sind, werden vom Satelliten nicht abgefangen.

    Viele Facetten eines Spieles entdeckt man aber wirklich erst wenn man sich ohne Cheatsoder Savestates daran traut. Das ist auch immer der Grund warum Ich so viel Wert darauf lege die Sachen ohne Cheats und Speicherpunkte durch zu zocken.

  4. technetikum
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    Spielerische Details, die sich strategisch ausnutzen lassen, lassen sich nur entdecken, wenn man ohne Cheats spielt. Ich schätze, dass du genau weißt, welche Art von Schüssen der Satellit abwehren kann. Ich habe das als Cheater nicht verstanden. Cybernoid auf dem C64 habe ich mit den verschiedenen Waffensystemen auch erst vollständig verstanden, als ich gesehen habe, wie du es (durch-)spielst. Ich hatte es auch einmal ohne Mogelpower versucht und scheiterte kläglich.

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