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16.05.2016, 21:16

Doom (2016) - Unsere Eindrücke

So, hier mal mein kurzer Abriss zum neuen "Doom" von id Software.

Doom ist, und das darf ich gleich vorweg schicken, ein richtig gutes Spiel geworden - trotz aller Unkenrufe nach der offenen Beta-Phase. id Software zeigt einmal mehr, wofür das Entwicklerstudio steht, man es lieben muss (oder kann), pfeift auf (fast) alle (neuen) Konventionen des 1st Person Genres und liefert für mich als Fan ziemlich genau das ab, worauf ich mich seit Jahren gefreut habe. 1a Spielbarkeit, geniales Artdesign, State-of-the-Art Technik und ein befriedigendes Gefühl während und nach dem Spielgeschehen. Aber fangen wir von vorne an...

Zum Einstieg hin wird man als Spieler direkt einmal ins kalte Wasser geworfen. Man wacht angekettet auf einer Art Steinsarkophag in einem Labor auf und ist direkt von einer Horde Dämonen umzingelt. Wer man ist, was man hier tut? Keine Erklärung. Kurz die Ketten durchgerissen und einige Dämenonenschädel zerfetzt und man findet sich ausgerüstet mit einem kleinen Energieblaster mitten in einer Forschungsstation auf dem Mars wieder um die Invasion einer Höllenarmee zu verhindern. Nach und nach im Spielverlauf erfährt man zwar immer mehr zur eigenen Person, den Hintergründen der Invasion und generelle Informationen zur Spielewelt, aber die Story stand bei der Entwicklung definitiv nicht an erster Stelle.

Hat man sich ein wenig orientiert, geht es auch gleich weiter. Nach und nach stockt man sein Waffenarsenal auf und wählt über ein komfortables Radialmenü die unterschiedlichsten Dämonentöter aus - von der einfachen und doppelläufigen Schrotflinte über Plasma-Rifle, Chaingun bis hin zur obligatorischen BFG werden Doom-Veteranen ihre wahre Freude haben. Den Umgang und der Wechsel zwischen den Waffen geht einem sehr schnell in Fleisch und Blut über, was bei dem Spieltempo allerdings auch bitter notwendig ist. Nach und nach zieht der Schwierigkeitsgrad merklich an und man tut gut daran auch während hitziger Gefechte darauf zu achten welchen der zahlreichen Dämonen man mit welchem Schießprügel zurück in den Äther befördert. Diese Dämonenriege sollte älteren Spielern übrigens reichlich bekannt vorkommen. Ob Imp, Mancubus, Cocademon, Baron of Hell oder Pinky - alle nehmen an der Feier teil, wobei richtig große Überraschungen aber leider (fast) aus bleiben - man kennt seine alten Bekannten halt.

So kämpft man sich über verschiedene Level, welche allesamt mit einer hervorragenden Automap ausgestattet sind, von den einfachen Forschungsstationen der UAC (dem Unternehmen welches den ganzen Schlamassel zu verantworten hat), über die ersten elitären UAC-Stationen bis hin zur Hölle, wieder zurück auf den Mars und noch einmal zurück in die Hölle - es gibt viel zu tun in der Doom Singleplayer-Kampagne. 16 Stunden sind hier sicherlich nicht zu niedrig angesetzt. Wobei das allerdings auch stark davon abhängt ob man sich auf die Suche nach den zahlreichen Extras macht und die Karte durchsucht oder schnurstracks durchhastet. Und Extras hat das Spiel jede Menge zu bieten - hier zeigt sich dann auch, dass man sich bei id ein wenig an modernen Shootern orientiert hat. Ob es nun Waffenupgrades sind, Anzug- Rüstungs- und Munitionsupgrades oder sonstige Verbesserungen - wer aufmerksam ist, hat es im späteren Spielverlauf deutlich einfacher. Und einfach ist Doom allemal nicht - ich, als "alter Doom-Veteran" habe mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad angefangen, wurde allerdings schnell eines besseren belehrt und musste eine Stufe zurückschalten, was mich auch direkt zum nächsten Punkt, dem wichtigsten, dem Gameplay bringt.

Das Gameplay ist schnell, sehr schnell. Es ist oftmals in der Art einer Arena angelehnt (man kennt ähnliches aus Painkiller oder Serious Sam) aber nicht nonstop. Hinzu kommt, dass rigoroser Fernkampf nicht der Schlüssel zum Erfolg ist. Doom möchte das man in den Infight geht, um den Gegner straft, in mit all seinem Arsenal befeuert, dabei die Waffen wechselt (hier kommt noch mal das o.a. Radialmenü zum Einsatz) um ihm dann mit einem sogenannten Glory Kill den letzten Rest zu geben und buchstäblich mit den eigenen Händen zu zerfetzen. Diese Gloryskills sind spielentscheidend. Nach einem gewissen Beschuss fangen die Gegner an zu blinken und man hat Zeit sie im Infight per Tastendruck besonders spektakulär zu erledigen. Das hat den Vorteil, dass sie deutlich mehr Munition und Health droppen, denn mit Ausnahme von gelegentlichen Health- und Armor-Items gibt es nichts womit man sich heilen könnte. Autoheal alá Halo? Fehlanzeige. Als ich das ganze zum ersten mal in einem Video gesehen habe, habe ich mir große Sorgen um das Gameplay gemacht allerdings muss ich sagen, dass diese Sorgen vollkommen unbegründet waren, da sich das ganze wirklich extrem gut und flüssig spielt. Die Glory-Kills unterbrechen den Kampf nicht etwa, Nein, sie geben dem Kampf die entscheidene Würze. Besonders spektakulär werden Kämpfe übrigens wenn man vollausgerüstet eine Arena betritt und die Dämonen unter den Einfluss einer Geschwindigkeits- und Berseker-Sphäre entgegen tritt - in meiner langjährigen Zockerkarriere habe ich so ein Blutbad noch nicht erlebt.
Auch die neuen Bewegungen, die Kletterei oder Doppelsprünge fügen sich prima in das Gameplay ein und bieten eine sehr gute Kontrolle. Trotz diverser Sprungpassagen ist mir beispielsweise nicht eine einzige Stelle in Erinnerung bei der ich mich verschätzt hätte und dadurch in einen Abgrund gestürzt wäre.

Zum Abschluss noch ein zwei Worte zur Technik. Die Musik, eine Mischung aus Metal- und Techno-Musik ist großartig, auch wenn mir der Techno manchmal etwas zu aufdringlich vorgekommen ist - dennoch sehr nett. Die Sprachausgabe - ich habe bislang nur die deutsche Synchronisation gehört, aber hier hat Bethesda ganze Arbeit geleistet. Sehr gute Sprecher, wobei mir vor allem der Sprecher der Hellwalker-Codexeinträge (lyrisch sehr wertvoll *g*) sehr gut gefallen hat...da bekomme ich Gänsehaut. Die Grafik selbst ist über jeden Zweifel erhaben. Konstante 60 FPS bei hervorragenden Texturen, tollem Monsterdeisgn (die alten Doom-Pixelmonster wurden 1a in die moderne Engine übertragen) und einem Design das über jeden Zweifel erhaben ist. Insbesondere die Höllenlevel haben es mir angetan - ich habe noch nie eine besser gestaltete Hölle in einem Videospiel gesehen, wow.

Zum MP kann ich leider nichts beitragen, aber vielleicht schaue ich demnächst dennoch mal rein. Der Snapmap-Editor macht aber schon mal einen guten Eindruck und dürfte bei der gigantischen Mod-Community für ausreichend Nachschub an frischen Karten sorgen.


Ja, viel zu meckern habe ich an dem Spiel nicht...es hat meinen Nerv getroffen und kann nur Danke @ id Software sagen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gunlord« (17.05.2016, 06:30)


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2

16.05.2016, 21:41

Vielen Dank für den Bericht. Das dürfte wohl meine Kaufentscheidung beeinflussen. Auf welchem System spielst du? PS4?
BTW, 4Players hat die Kampagne von Doom ziemlich auseinandergenommen....

3

16.05.2016, 21:49

Ja, ich zocke es auf der PS4. Und ja, ich kann durchaus verstehen wenn man mit der Kampagne nicht viel anfangen kann - wenn man mit den falschen Erwartungen herangeht. Ich persönlich hätte auch nichts gegen etwas mehr Storyballast gehabt und die wenigen Momente wo so etwas durchblickt sind auch durchaus atmosphärisch gestaltet aber darum geht es bei dem Spiel nicht. Die Story die da ist, ist ausreichend, umfangreiche Zwischensequenzen würden meiner Meinung nach nur einen extremen Bruch zwischen Gameplay und Story darstellen.

Ich schätze 4players durchaus (trotz einiger Ausreisser), allerdings sollten sie sich auch bewusst sein, dass sie hier kein Dishonored oder Bioshock Infinite spielen.

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DustyBits

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4

16.05.2016, 21:50

Ich schliesse mich an - danke dafür.
Den 4players Verriss habe ich auch gelesen - ich denke der werte Herr Oertel hat eine merkwürdige Erwartungshaltung...
Im direkten Vergleich mit Dead Space oder ähnlichem vielleicht zulässig - aber ich denke Doom will auch kein Dead Space sein :-)

Ein Urteil kann ich mir aber noch nicht bilden, da ich noch nicht angespielt habe :-)

5

16.05.2016, 22:06

Im direkten Vergleich mit Dead Space oder ähnlichem vielleicht zulässig - aber ich denke Doom will auch kein Dead Space sein
Ja, das ist mir beim 4P-Review auch unangenehm aufgefallen. Einzig und allein mit Doom³ hat id-Software die klassischen Pfade ein wenig verlassen und versucht ein wenig auf Horror zu setzen - dafür wurden sie übrigens heftigst kritisiert, da sich das Spiel zu weit vom ursprünglichen Doom entfernt hätte (ich persönlich liebe D³ übrigens). Weder kann sich D³ mit Dead Space in Sachen Space-Horror messen, noch möchte das aktueller Doom in dieselbe Kerbe schlagen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Spielprinzipien.
Wie gesagt, falsche Erwartungshaltung und deshalb möchte ich das Review generell auch nicht kritisieren aber falsche Erwartungshaltungen sind halt oftmals der Nährboden für große Enttäuschungen.

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henrikf

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17.05.2016, 11:18

Doom3 vs. Dead Space
Ich habe Dead Space (1) ca. 10 mal durchgespielt; da kenne ich mich also nun wirklich aus: Ich bin sogar der Meinung, dass Dead Space (1/2) das einzige Spiel ist, mit dem man Doom 3 - wenn man denn unbedingt will, dazu gleich mehr - überhaupt vergleichen kann. Beide sind in der Science-Fiction angesiedelt, beide habe ein Horror-Setting, beide verbreiten Stimmung ohne Ende, beide jagen dem Spieler (oder zumindest mir) eine Heidenangst ein, beide spielen in dunklen abgeschlossenen Arealen, beide fühlen sich wie ein Shooter an und, jetzt kommt's, beide sind hervorragend.

Der Knackpunkt an dem Vergleich ist: Was soll das bringen? Dead Space (1/2) geht mehr in Richtung Action-Adventure während Doom 3 noch fest in seinen Shooter-Wurzeln verankert ist. Mir stellt sich ansonsten gar nicht die Frage der Entscheidung, ich habe einfach beide gekauft und beide mehrfach gespielt und bin mir beiden sehr glücklich. Etwas anderes kann man, mit Hinweis auf die Unterscheidung 1st-Person-Shooter auf der einen Seite und Action-Adventure auf der anderen, niemandem raten.

Und wenn man noch weiter in Richtung Action-Adventure geht, dann landet man bei ... tataa ... Alien Isolation.


Doom (2016)
Zum Thema »Test-Fazit« habe ich mal ein wenig gesucht - meine Hass-Website Giga.de allerdings ausgelassen - und bin tatsächlich bei GameStar fündig geworden. Ich finde, die beiden Tester hier haben ein hervorragendes Review abgeliefert. Vor allem auch, weil sie ambivalent argumentieren, aber beide mit ihren Argumentationsketten schlussendlich darauf kommen, dass Doom (2016) ein hervorragendes Spiel ist. So ein Review bringt Spaß. ^^

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7

18.05.2016, 02:29

Doom (2016)
ACH - DU - MEINE - GÜTE!

Ich habe Doom (2016) [PS4] jetzt ca. 4 Stunden gespielt, die erste Mission abgeschlossen und stecke gefühlt jetzt mitten in der zweiten Mission. Ich kann die Entscheidung unserer deutschen BPjM sehr gut nachvollziehen, Doom (2016) nicht zu indizieren. Denn das Spiel ist so abartig fiese brutal, dass man das wirklich nur noch als lächerlich ansehen und keine Sekunde für ernst nehmen kann. Allerdings kommt der zusätzliche Brutalitätslevel - bei dem, was ich bisher gesehen habe - fast ausschließlich durch die »Glory Kills« zustande: Da werden Arme und Beine abgerissen, in die Dämonen-Münder gegriffen und die Kiefer auseinander gefetzt, Köpfe gespalten und so weiter. Jeweils begleitet von entsprechenden Blutfontänen. Ich schließe mich Gunlord an: So ein Blutbad habe ich auch noch nicht gesehen.

Jetzt kommt's: Das ganze macht einem nach ca. 10 Minuten schon nichts mehr aus. Ganz im Gegenteil gehen die »Glory Kills« einem sofort in Fleisch und Blut über, denn mittels dieser erhält man von den ... ähem ... zerfetzten Gegner Gesundheitspunkte und Munition zurück. Und das braucht man während des Kampfes dringend.

Im Gegensatz zu Gunlord bin ich von der Übersichtskarte nicht so wirklich begeistert. Zum einen finde ich die schon in der ersten Mission nicht sonderlich übersichtlich. Unangenehmer ist aber, dass man oftmals vor einer Wand oder verschlossenen Tür steht, die auf der Karte überhaupt nicht eingezeichnet ist. Und man erhält per Karte auch keinen Hinweis, welchen Weg man sich denn jetzt um ein Hindernis bahnen muss. Das ist noch ein wenig bitterer, denn Doom hat ein Eigenschaften-Aufrüst-System integriert - da blitzen fast ein ganz klitzekleines bischen Rollenspiel-Charakterwerte hindurch - die man aber nur durch im Level gefundene Gegenstände nutzen kann. Diese werden ebenfalls auch auf der Übersichtskarte angezeigt ... mit den erwähnten Nachteilen.

Macht aber gar nix. Denn Doom (2016) ist immer noch ein Doom und kein Final Fantasy. Genau gesagt orientiert sich die Geschwindigkeit des Spiels an den ersten Teilen aus den 90er-Jahren. Wer auf eine Fortsetzung von Doom 3 gehofft hat, wird ein wenig enttäuscht. Doom (2016) ist ein nahezu reines Action-Spiel, wobei ich wie schon geschrieben bisher nur 4 Stunden gespielt habe. Dass die Aufrüst-Aktionen sich trotzdem nicht wie eine Spiele-Bremse anfühlen, ist den Spiele-Designer hoch anzurechnen.

Überhaupt, Spiele-Design, ich meinte ja schon bei Alien Isolation den Olymp an Detailreichtum gesehen zu haben. Weit gefehlt. Doom (2016) setzt dem locker noch einmal einen obendrauf. Die erste Viertelstunde habe ich gar nicht viel gespielt, sondern mir die Nase am Monitor platt gedrückt, um die phantastische Grafik genießen zu können. Ich sage nur »Feuer, dessen Flammen sich in der Windrichtung bewegen«. Unglaublich. Oder Gegenstände in einer Schleuse, die sich beim Druckausgleich nach außen bewegen. Unglaublich! Oder mattierte Aluminiumwände, die auch wirklich so aussehen. Der Hammer! Das ganze ist so dermaßen detailliert, dass ich zu Beginn ein wenig verwirrt war und nicht so recht wusste, wo ich denn nun weiter soll. Was sich dann aber doch schnell gibt. Die Landschaft ist so detailliert, dass man sich sehr gur orientieren kann. Und groooooß! Mit viiiiiieeeeeel Weeeeeeeeitsicht! Und zwar auch noch dann, wenn man von innen durch ein Fenster nach draußen sieht. Und natürlich wird die Optik durch die Musterung der Fensterscheiben auch noch gebrochen. Das nenne ich mal einen Grafik-Overkill. Doom (2016) legt die Latte für kommende Generationen an 3D-Spielen noch einmal höher. Ich habe mir bereits den Film mit den Mitwirkenden angesehen, und man meint den Abspann von Matrix oder so zu sehen. Unglaublich, wie viele Leute hier mitgemacht haben.

OK, kommen wir mal zurück auf den Teppich: Ich kann die Kritik von dem Tester bei 4players ein klitzekleines bischen verstehen. Mir gefällt im Moment - noch mal zur Erinnerung: bisher nur 4 Stunden Spielzeit - Doom 3 tatsächlich noch besser. Und zwar wegen der dort zwar auch nur rudimentären aber eben doch eingeflochtenen Story. Dass man bei Doom 3 erst einmal die Ankunft eines Marines spielt und dann eben erst die Hölle losbricht, hat irgendwie mehr Stil, als das, was man hier bei Doom (2016) erlebt. Auch Dead Space funktioniert ja genau so. Ich habe auch ein wenig Angst, dass die unglaubliche Grafik hier zum Blendwerk verkommen könnte. Ich kann es im Moment noch nicht so genau beschreiben und vielleicht ist das auch nur meckern auf maximal gigantisch hohem Niveau, aber spielerisch hätte ich mir vielleicht schon ein bischen mehr gewünscht. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

Kleines technisches Detail: Ich habe meine PS4 im Moment nicht am Internet und das Spiel lief ohne Probleme. Scheint also nicht großartig gepatcht werden zu müssen. Und warum die PC-Version mit 55 GByte anstelle der 12 GByte der PS4-Version daher kommt, kann ich auch nicht so verstehen.
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18.05.2016, 06:28

Im Gegensatz zu Gunlord bin ich von der Übersichtskarte nicht so wirklich begeistert. Zum einen finde ich die schon in der ersten Mission nicht sonderlich übersichtlich. Unangenehmer ist aber, dass man oftmals vor einer Wand oder verschlossenen Tür steht, die auf der Karte überhaupt nicht eingezeichnet ist. Und man erhält per Karte auch keinen Hinweis, welchen Weg man sich denn jetzt um ein Hindernis bahnen muss. Das ist noch ein wenig bitterer, denn Doom hat ein Eigenschaften-Aufrüst-System integriert - da blitzen fast ein ganz klitzekleines bischen Rollenspiel-Charakterwerte hindurch - die man aber nur durch im Level gefundene Gegenstände nutzen kann. Diese werden ebenfalls auch auf der Übersichtskarte angezeigt ... mit den erwähnten Nachteilen.
Nun, alles wird einem auch nicht angezeigt, wäre dann wohl auch etwas langweilig, oder? ;) Aber man kann sich meiner Meinung nach recht gut orientieren und dank Kartenlegende und Kompass weiß man eigentlich immer genau wohin man eigentlich muss. Die Wege zu den Extras, Secrets etc. sind dann natürlich oftmals etwas verschlungener und schwieriger zu erreichen...aber machbar. Mein Tipp: Die Prätorenmarken direkt in das Kartensystem investieren - so werden einem sämtliche Extras direkt angezeigt und man verpasst weder Argent-Energie, noch Prätorenmarken, Secrets oder Runenprüfungen. So kann man auch im späteren Spielverlauf und mit verbesserter Ausrüstung noch einmal kurz raus aus der Kampagne und bereits gespielte Missionen noch einmal angehen um die Karte komplett abzugrasen. Generell lohnt es sich aber die Augen offen zu halten - so habe ich schon einige klassische Doom-Karten gefunden und Easter Eggs wie den aufgespießten Comander Keen-Helm entdeckt man so auch. Mehr wird aber nicht verraten :D
OK, kommen wir mal zurück auf den Teppich: Ich kann die Kritik von dem Tester bei 4players ein klitzekleines bischen verstehen. Mir gefällt im Moment - noch mal zur Erinnerung: bisher nur 4 Stunden Spielzeit - Doom 3 tatsächlich noch besser. Und zwar wegen der dort zwar auch nur rudimentären aber eben doch eingeflochtenen Story. Dass man bei Doom 3 erst einmal die Ankunft eines Marines spielt und dann eben erst die Hölle losbricht, hat irgendwie mehr Stil, als das, was man hier bei Doom (2016) erlebt. Auch Dead Space funktioniert ja genau so. Ich habe auch ein wenig Angst, dass die unglaubliche Grafik hier zum Blendwerk verkommen könnte. Ich kann es im Moment noch nicht so genau beschreiben und vielleicht ist das auch nur meckern auf maximal gigantisch hohem Niveau, aber spielerisch hätte ich mir vielleicht schon ein bischen mehr gewünscht. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Mir persönlich hat der Einstieg in Doom³ auch besser gefallen. Auch wenn eine Story auf einen Bierdeckel passt, freue ich mich immer darüber wenn diese auch ansprechend präsentiert wird und das Spiel den Spieler nicht direkt ins kalte Wasser wirft. Ohne jetzt zu viel zu verraten, kann ich allerdings sagen das es im weiteren Spielverlauf noch die ein oder andere Erklärung zur eigenen "Person" und den Umständen rund um die UAC-Anlage gibt und man dies wirklich nur schlecht in einem Intro hätte verarbeiten können - im Prinzip hätte man dann alles schon vorweg genommen.


Übrigens: Sollte Jemand in näherer Zukunft Kartentipps für selbstgemachte und spielenswerte Snapmap-Karten haben, immer her damit. ich denke bei der zu erwartenden Fülle an Karten wird es unter Umständen schwierig werden hier die Rosinen zu finden.

henrikf

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9

18.05.2016, 10:17

[...] Aber man kann sich meiner Meinung nach recht gut orientieren und dank Kartenlegende und Kompass weiß man eigentlich immer genau wohin man eigentlich muss. Die Wege zu den Extras, Secrets etc. sind dann natürlich oftmals etwas verschlungener und schwieriger zu erreichen...aber machbar. Mein Tipp: Die Prätorenmarken direkt in das Kartensystem investieren - so werden einem sämtliche Extras direkt angezeigt und man verpasst weder Argent-Energie, noch Prätorenmarken, Secrets oder Runenprüfungen. [...]

Das war tatsächlich meine erste oder zweite Handlung, dass ich die Kartenansicht verbessert habe. So werden mir jetzt die ganzen Gegenstände angezeigt. Allerdings nervt mich im Moment der Umstand, dass eben so etwas wie Türen und Wände manchmal NICHT angezeigt werden. Dadurch verwirrt die Karte manchmal mehr, als dass sie nutzt: »Häh, wieso ist hier ein Wand? Auf der Karte ist doch nichts? Bin ich hier überhaupt richtig? ... usw.« Tatsächlich habe ich bisher die Karte noch kein einziges mal benötigt, weil ich mich verlaufen hätte. Was aber auch daran liegen kann, dass ich im Moment sehr bedächtig spiele und mich intensiv umsehe, bevor ich weiter vordringe.


@alle:
Noch mal etwas zum Spiele-Design: Bei mir war gestern Abend wirklich »PS4-Pad in die Hand und losspielen!« Die Bewegungs-Steuerung war sofort klar und die Tastenbelegungen hatte ich nach 5 Minuten intus. So muss es sein! Auch diese »Arena-Kämpfe« waren sofort intus. Im ersten Moment wirken die ein klitzekleines bischen aufgesetzt, aber eben nur im ersten Moment. Ich bin unmittelbar und sofort mit den erscheinenden Monster-Horden klar gekommen. Das gibt es ja auch beim Uralt-Doom, nur habe ich hier das Gefühl, dass ich trotz massiver Monster-Bedrängung irgendwie immer eine gute Chance habe, das zu überstehen. Die müssen in der KI oder Wasauchimmer geharnischt aufgepasst haben, dass die 20 oder mehr erscheinenden Monster sich nicht alle zusammen auf den Spieler stürzen. Denn dann hätte man wirklich keine Chance. Bisher konnte ich mir bei entsprechendem Taktieren - sprich: immer in Bewegung bleiben und dabei trotzdem nicht die Übersicht verlieren - immer einen Weg durch die Horden bahnen. Das erste dicke Problem hat mir gestern ein Gegner bereitet, der ein durchsichtiges blaues Energieschild vor sich hält. Da weiß ich noch nicht so genau, wie ich den besiegen soll. Vor allem, weil ein einziger Schuss von dem bei mir den sofortigen Tod bedeutet. ;)

Ich bin noch sehr gespannt darauf, was da noch so alles kommen mag. Die Grafik ist wirklich unglaublich. :thumbsup:
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10

18.05.2016, 10:32

Das erste dicke Problem hat mir gestern ein Gegner bereitet, der ein durchsichtiges blaues Energieschild vor sich hält. Da weiß ich noch nicht so genau, wie ich den besiegen soll.
Wenn Du schon Granaten hast, dann am besten kurz eine werfen, direkt rein, herumstrafen und von hinten mit der Schrotflinte erledigen.



Ich bin noch sehr gespannt darauf, was da noch so alles kommen mag. Die Grafik ist wirklich unglaublich.
Warte mal ab wenn Du in der Hölle angekommen bist - großartig :D

henrikf

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18.05.2016, 22:05

Mission »Verhindere die Kernschmelze«
Heute habe ich natürlich weiter gespielt. Die nächste Mission ist die in dem großen Stahlwerk. Die Map kennt man aus dem Demo-Video, welches ID-Software vor ein paar Monaten vorgestellt hat. Ihr könnt mich pervers nennen, aber dieses hin- und herschalten der Waffen, die »Glory Kills« und das Durchsuchend es Levels ist mir inzwischen so dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich tatsächlich in eine Art »Rausch« hine geraten bin.

Ein paarmal habe ich auch herzlich gelacht. Zum Beispiel findet man in den Leveln verteil kleine Plastik-Figuren unserer Spielfigur, die ein wenig nach PlayMobil aussehen. Bei einer hat meine Spielfigur die Hand der Plastikfigur entsprechend hingedreht und ihm dann einen »Bro-Fist-Gruß« gegeben! Ich packe es nicht! :lol:

Im Stahlwerk bin ich natürlich zwei bis dreimal unten in den flüssigen Stahl gefallen ... und was macht die eigene Spielfigur? Sie reckt den Daumen nach oben, während sie untergeht. :lol:

Und manchmal können einem die Monster fast schon Leid tun. Es hatte für mich oft den Anschein, als würden diese tatsächlich vor meiner Spielfigur flüchten. Und wenn man denen nachhetzt und dann noch in einem »Glory Kill« von oben auf das Biest drauf springt und dem flüchtenden Monster den Kopf auf das Stahldeck rammt - inklusive Schädelverformung - dann ... naja ...

Ach und, ja, das Biest mit dem Schutzschild. Wirklich ganz ganz einfach: ...

Spoiler Spoiler

... Kettensäge und gut ist. ;)


Sehr spannend finde ich jetzt sogar, das von Monstern befreite Level nach Extras zu durchsuchen. Das hat teilweise schon ein wenig was von Tomb Raider. Hier muss man nämlich genau so springen, wie Lara.

Das Spiel gefällt mir immer besser und besser.
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19.05.2016, 06:47

Ich habe mich gestern an einigen Runenprüfungen versucht aber diese sind wirklich verdammt schwer... :-(

Mit nur einem Lebenspunkt gegen eine wild gewordene Horde Dämonen antreten wobei schon der fünfte oder sechste Gegner ein (Cyber-)Mancubus ist und das ganze mit ein Paar Rüstungspunkten herausholen? :-o


Na, mal schauen...vielleicht bekomme ich es ja doch irgendwie hin.




@Edit: Dieses T2-Easter Egg habe ich nur in einem Video gesehen, da ich während des Spiels nicht in die Lava gefallen bin aber die Idee dahinter ist schon wirklich sehr nett :lol:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gunlord« (19.05.2016, 06:59)