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henrikf

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1

Montag, 1. Januar 2018, 15:57

Game of the Year (GotY) 2017

Ich habe die letzten Tage darüber nachgedacht, was ich eigentlich in 2017 alles so gespielt habe. Dabei ist mir erschreckend aufgefallen, dass (glaube ich) kein einziger aktueller Titel dabei ist, der in 2017 heraus kam. Und trotzdem hatte ich ein grandioses Spiele-Jahr.

Sammeln wir in diesem Thread doch mal die Spiele, die uns im letzten Jahr (2017) so richtig Spaß gebracht haben.


7 Days To Die [PS4]
... bei mir inzwischen schon eher »One and a Half Years To Die«, denn das Spiel habe ich Mitte 2016 für die PS4 erstanden und es hat mich die letzten 18 Monate beschäftigt. Inzwischen stellen sich zwar ein paar Ermüdungs-Erscheinungen ein. Aber auf dem PC werde ich das sicherlich noch öfters mal spiele.


The Witness [PS4]
Puzzle-Spiel mit einer abstrakteren Grafik. Hat mich total fasziniert und so lange nicht mehr losgelassen, bis ich es durchgespielt habe. Die Puzzle basieren immer auf dem selben Prinzip, Punkte mit Linien verbinden, werden aber stetig erweitert und - das ist das Geniale des Spiels - beziehen auch die 3D-Umgebung des Spiels mit ein. Ich habe selten so ein fesselndes Rätsel-Spiel erlebt; außer The Talos Principle, welches ich Ende 2016 gesuchtet habe.


Persona 5 [PS4]
So ein JRPG habe ich auch noch nicht in den Fingern gehabt. Hier ist alles stylisch: Die Musik, die Grafik, die Intro-Grafik, Menü-Frafiken und so weiter und so fort. Die Charaktere sind extrem »greifbar« geformt. Denn trotz der für JRPGs üblichen leicht bis extrem abgedrifteten Story sind die Handelnden alle sehr symphatisch. Tolles Spiel (welches ich aber noch nicht durch habe).


Skyrim: Special Edition [PS4]
»Skyrim« ist ja nun schon von 2011, also mal eben 6 Jahre alt. Die »Special Edition« möbelt die Grafik noch einmal gehörig auf, und bringt die drei Erweiterungen »Dawnguard«, »Hearthfire« und »Dragonborn« mit, lässt das eigentliche Spiel - bis auf BugFixes - aber unangetastet. Ich kann nur sagen: Whow! So eine große und detaillierte Spielewelt habe ich noch nicht gesehen. Ich habe in den ersten Stunden nicht kapiert, wie ich die Übersichtskarte des Spiel aufrufe, also habe ich es ohne gespielt und mich nur anhand von Landschaftsmerkmalen orientiert. Und das ging! :)


Final Fantasy XV [PS4]
Auch dieses Spiel sollte nicht unerwähnt bleiben, welches ich Ende 2016 begonnen und noch die ersten beiden Monate in 2017 gespielt habe. Mir gefällt die Art und Weise, wie die vier Jugendlichen in diesem Spiel miteinander umgehen. Nachdem ich allerdings »Skyrim« gespielt habe, komme ich nicht umhin einzugestehen, dass »Final Fantasy XV« von dem älteren Spiel massiv geklaut hat. Trotzdem gut. Muss ich auch noch weiter spielen.
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
Homepage: http://www.island2live.com/ deviantART: http://island2live.deviantart.com/
Alter Aeon: Estreega

2

Montag, 1. Januar 2018, 21:52

Was mich betrifft, habe ich tatsächlich viele Spiele gespielt, welche in 2017 erschienen sind. Aber keines davon ist für eine der aktuellen Plattformen :lol:

Galencia
Ein richtig schöner Arcade-Shooter für den C64, der nicht nur spielerisch, sondern auch technisch begeistert. Jason Aldred hast das Galaga-Spielprinzip durch tolle Bonus-Level erweitert und seine Version ist viel flotter als das Original. Sie macht auch mehr Spaß. Meine Meinung zu dem Spiel und viele Details habe ich im Bericht in der Return 31 geschrieben.

LuftrauserZ
Die C64-Version habe ich schon vor 1 1/2 Jahren auf der Gamescom anspielen dürfen, und sie hatte mich nicht überzeugt- Aber offensichtlich hatte ich mir nicht genug Zeit genommen, denn seit ein paar Tagen bin ich begeistert und spiele es immer wieder. Die ungewöhnliche Steuerung und die Missionsziele motivieren mich dazu es immer wieder zu spielen. Gerne würde ich einen Bericht für die Return 32 schrieben, aber bis dahin ist das Spiel schon wieder zu alt und es gibt neuen Stoff für den C64.

Kururin Paradise
Ich liebe die Kururin-Spiele! Das Spielprinzip ist unfassbar motivierend.

Sly Cooper: Jagd durch die Zeit
Mein Söhnchen hat mich angesteckt und die Sly-Spiele machen mir ebenfalls viel Spaß. Sly 4 ist wunderschön designt und abwechslungsreich. Für mich etwas zu leicht, für meinen Jungen genau richtig.

Alice Dreams Tournament
Dieses Spiel beeindruckt weniger durch sich selbst, weil es nur eine von vielen Bomberman-Varianten ist. Viel mehr die physische Veröffentlichung hebt es aus der Masse. Neu produzierte und authentische blaue PAL-Hüllen, professionell gefertigtes Manual, wunderschön bedruckte CDs, selbstverständlich gepresste CDs und dazu der schicke OST, ebenfalls auf CD. Und dann noch der zweite OST, welcher eine Weile später herausgebracht wurde. Für mich zählt diese Veröffentlichung, genauso wie die von JoshProd, zur kompletten PAL-Sammlung. Denn wo ist der Unterschied zu den vorherigen Veröffentlichungen, die vor dem Produktionsende der Dreamcast-Konsole entstanden sind? Zum Beispiel Karous und Triggerheart Excelica stammen von ganz kleinen Teams und sie haben die Spiele ohne Sega herausgebracht. Sega hat nur die Datenträger produziert. Trizeal stammt sogar von nur einer einzigen Person! Also wieso werden Spiele von NGDevTeam, Hucast, Orion, Alice Dreams, Watermelon us.w. als "Homebrew" bezeichnet und die Spiele von Triangle Service, Milestone, Warashi u.s.w. nicht? An dem aktuellsten Spiel von Orion haben mehr als zehn Leute gearbeitet und der Chef arbeitet daran, nur mit der Spieleentwicklung seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ich denke die Bezeichnung "Homebrew" passt in sehr vielen Fällen schon lange nicht mehr und die meisten scheinen sie zu benutzen, weil es sich um neue Spiele für alte Plattformen handelt. "Homebrew" und "Retro" kann ich echt nicht mehr hören!

Rocketron
Endlich ein neues Spiel von Astro Port und natürlich wurde ich nicht enttäuscht. Die beiden Japaner haben es einfach drauf und ausnahmsweise gefällt mir ein Metroidvania-Style-Game. Mit denen kann ich normalerweise nichts anfangen, aber Rocketron ist echt toll. Deswegen habe ich mich für einen Bericht in der Return 32 (erscheint voraussichtlich Ende Februar oder im März 2018) stark gemacht und durfte ihn auch schreiben.

Luigi's Mansion 2
Wunderschön, dieses Spiel. Der erste Teil hat mir bereits viel Spaß gemacht, aber der zweite toppt den ersten in jeder Hinsicht. Einige Örtlichkeiten sehen so fantastisch gut aus, dass ich sie erst einige Momente genossen habe, bervor ich weiter gespielt habe. Vor allem die Schneelandschaften sehen ganz schön gut aus. Und manche Geister sind fast schon liebenswürdig, weil sie so süß animiert sind. Richtig "lebendig".

Sam's Journey
DAS Spiel des Jahres! Systemübergreifend eines der besten Jump 'n' Runs aller Zeiten! Besser als Donkey Kong Country und die meisten Mario- bzw. Yoshi-Games. Jedes der vielen Level sieht anders aus, ständig passiert etwas neues. Die Steuerung ist perfekt und man vergisst, dass es "nur" ein Spiel für den C64 ist. Super Mario Bros. 3 habe ich nie richtig gespielt, aber werde es wohl bald mal machen. Weil ich wissen will, ob es wirklich besser als Sam's Journey ist.

v3to

nidan

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3

Dienstag, 2. Januar 2018, 01:25

@Henrik: Persona 5 kam 2017 raus.

Hier sind meine Top5-Spiele - alle 2017 erschienen. Fallout 4 lasse ich mal aus, da ich mich über über den DLC Nuka World eigentlich nur aufregen kann.

Steamworld Dig 2

Wer den Vorgänger nicht kennt: Das Spiel ist in etwa das, was dabei rauskommt, wenn man Klassiker wie Boulder Dash, PP Hammer und Dig Dug zu einem Metroidvania ausbaut. Als Roboter in einem Western-Steamworld-Setting buddelt man sich durch den Untergrund, sammelt Klunker und erwehrt sich aggressivem Getier um am Ende den Helden des ersten Teils zu retten. Genreüblich setzen anfangs undurchdringlichem Gestein oder unerreichbare Regionen Grenzen. Was Steamworld Dig besonders macht, sind die vielfältigen Verbesserungen der Figur, vom dem sich jede einzelne spürbar auswirkt. Auch die zahlreichen puzzleartigen Höhlen sorgen für Abwechslung. Das Spiel sieht nicht nach viel aus und nach etwa 15 Stunden hat man auch alles gesehen, aber mit keinem anderen Titel hatte ich 2017 dermaßen viel Spaß am Stück.

What Remains Of Edith Finch
Ein kurzes Story Adventure (sagt man das inzwischen so? bis vor Kurzem nannte man diese Art noch Walking Sim) mit 2 Stunden Umfang. Dennoch - ein derartig kreativ erzähltes Spiel ist mir vorher noch nicht untergekommen. Man durchquert ein verschrobenes Mehrgenerationenhaus, deren Bewohner allesamt auf nicht alltägliche Art aus dem Leben schieden. Beim Stöbern durch die detailversessen modellierten Räume findet man diverse Hinweise auf das Ableben der Familienmitglieder und erlebt diese Momente auch in spielerischer Form. Als ich zum ersten mal von dem Spiel hörte, erwartete ich eigentlich einen depressiven Psychotrip. Erstaunlicherweise ist es das nicht, erzeugt bei mir Staunen, nimmt mich emotional mit.

Spoiler Spoiler

Ein Beispiel: Eines der Familienmitglieder arbeitete in einer Fischfabrik, bei der er im Akkord Fischen die Köpfe abhackt. Während dieser monotonen Arbeit verliert er sich in einer Fantasiewelt. Im Spiel läuft das so ab, dass man mit der rechten Hand die Hackmaschine bedient und mit der Linken sein fantasiertes Alter Ego in einem Topdown-Adventurespiel steuert. Dabei passiert es immer mal wieder, dass sich die Fische auch als Hindernisse in die Welt eingesponnen werden und man erlebt die wachsende Realitätsflucht.


Thimbleweed Park
Das Retro-Revival von Ron Gilbert ist ein ist an sich ein modernes Adventure mit VGA-Anstrich und Verbensteuerung - und auch eine wahre Nostalgieorgie, was eingebaute Referenzen angeht (lässt sich auch in den Optionen runterschreuben, wenn einen sowas nervt). Vor allem sind die Charaktere on Spot: Jede Figur hat Persönlichkeit und bleibt im Gedächtnis, die Rätsel binden sich nahtlos in die Handlung ein. Der Humor ist auch auf meiner Wellenlänge - jedenfalls im englischen Original. Ich bin zwar noch nicht durch, da ich es mit einem Freund zusammen spiele und wir nur stockend vorankommen. Ich fühle mich in unseren Sessions allerdings wirklich in die 90er Jahre zurückgeworfen.

The Legend of Zelda - Breath of the Wild
Mit dem Hype ist das so eine Sache: Meist wird am Ende doch mit Wasser gekocht. Das Game ist, was die Interaktion mit der Open-World angeht, vermutlich konsequent wie kein Zweites dieser Art. Mich hatte es anfänglich auch ziemlich geflasht, allerdings geht es mir inzwischen ähnlich, wie so manchem Kritiker. So sehr Nintendo versuchte, ein möglichst rundes Bild der Spielmechaniken abzubilden, so machen die einzelnen Elemente je nach Spielertyp unterschiedlich Spaß. Ich finde zb die Schreine großartig, allerdings empfinde ich ausgerechnet die Kämpfe als lästig, woran die begrenzt haltbaren Waffen nicht ganz unschuldig sind. Die Story ist auch noch derart nebensächlich und fragmentarisch, dass mir die NPCs im Spiel zu unpersönlich und letztendlich egal sind. Dennoch mag ich Breath of the Wild sehr gerne, denn es bleibt ein gewaltiger Spielplatz zum Entdecken und Eperimentieren.

Sam's Journey
Vor zwei Wochen hätte noch Sonic Mania an dieser Stelle gestanden. Der C64-Plattformer wirkt zwar oberflächlich wie ein Mario-Nachzügler, spielt sich aber mit seinen Kostümen eigenständig und etwas taktisch. Das Leveldesign setzt eine völlig eigene Handschrift und ist verdammt gut gelungen. Die Level spielen sich, als ob sie aus vielen anspruchsvollen Parcour-Abschnitten bestehen und dabei eine Menge Verzweigungen bieten. Man kann nach Belieben schnell oder forschend spielen. Obwohl ein einzelner Button sich nicht so für diese Art Spiel eignet, steuert sich Sam super. Technik, Grafik und Musik durchweg super. Macht enorm Laune.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »v3to« (2. Januar 2018, 01:44)


4

Mittwoch, 3. Januar 2018, 06:46

Also wirklich viel gespielt habe ich in diesem Jahr überhaupt nicht aber rückblickend betrachtet, war das schon ein ziemlich gutes Spielejahr.

Mein persönliches Highlight war Horizon Zero Dawn welches zwar nichts wirklich neu gemacht hat, dessen einzelne Komponenten aber verdammt gut ineinander gegriffen und für ein sehr fluffiges und angenehmes Spielerlebnis gesorgt haben. Der Hauptcharakter war sehr sympatisch, ich mochte die Story und das Gameplay war einfach nur sehr motivierend. Einfach ein richtig tolles Spiel.

Dann natürlich Prey welches leider zu unrecht völlig untergegangen ist. Da rufen alle immer nach ein wenig mehr Abwechslung und besseren Geschichten und greifen dann doch wieder zum nächsten Battlefield oder COD.

Auch mit Resident Evil 7 hatte ich eine Menge Spaß, auch wenn die zweite Hälfte des Spiels vergleichsweise stark abfällt was ein wenig schade ist. Wie schon mal geschrieben, war das Spiel in VR einfach zu starker Tobak für mich. Etwas gruseln beim zocken ist ok für mich aber wenn mein Puls die ganze Zeit oben und von Entspannung nichts mehr zu spüren ist, ist das nichts für mich.

Zu guter letzt möchte ich noch Wolfenstein - The new Colossus erwähnen. Rückblickend betrachtet und mit einigem Abstand sowie diversen Anregungen aus Podcasts sowie (Video-)kolumnen kann ich allerdings nur die ungeschnittene Version empfehlen. Spielerisch ist es ähnlich klassisch/großartig wie The new Order - man macht also nicht viel falsch damit.


NieR: Automata habe ich bislang einfach noch zu wenig gespielt bzw. noch nicht den richtigen Zugang gefunden um hier eine vernünftige Meinung abgeben zu können und andere Titel wie The Evil Within 2 habe ich noch gar nicht angefangen.


Wirklich interessieren würde mich das von v3to erwähnte What remains of Edith Finch bei dem sich die Kritiker wohl ziemlich einig darüber sind, dass es sich um ein wirklich außergewöhnliches Spielerlebnis handelt. Wird definitiv nachgeholt.
Rechtschreibfehler sind nur zum angeben vorhanden

v3to

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Donnerstag, 4. Januar 2018, 14:59

Ich denke die Bezeichnung "Homebrew" passt in sehr vielen Fällen schon lange nicht mehr und die meisten scheinen sie zu benutzen, weil es sich um neue Spiele für alte Plattformen handelt.
Mir geht das ebenfalls so (vor Kurzem habe ich von Vanja Utne eine ähnliche Kritik gelesen). Es ist alleine so eine Sache, wenn man bedenkt, dass technische Qualität und teils sogar Produktionsniveau bei einigen C64-Heimproduktionen höher liegt, als es zu Retail-Zeiten des Systems der Fall war und sich eher an modernen Standards orientiert wird. Es fällt mir schwer, zb. LuftrauserZ, Hessian, Planet Golf, Sam's Journey oder Caren als Homebrew zu sehen. Retro Indie Games, wie die Facebook-Gruppe für diese Spiele benannt ist, finde ich schon passender.

Der Begriff 'Homebrew' ist zwar von der Definition her richtig, weil es idr um Freizeitprojekte geht. Das betrifft allerdings auch einen verdammt großen Haufen kommerzieller Indie-Games, zumal sich unter Spielern der Begriff 'Indie' auch eher als Maßstab für Produktionsniveau und Teamgrößen etabliert hat. Ein Star Citizen wäre an sich auch Indie, nur wer abseits von Prinzipienreiterei würde bei dem Projekt dieser Größenordnung ernsthaft diesen Begriff wählen?

henrikf

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Donnerstag, 4. Januar 2018, 23:42

Vielleicht ist das aber genau die Verzerrung an Begriffen, denen wir entgegenwirken sollten. Ich bin sehr für Klarheit in den Begriffen. »Indie« ist ja nur die Abkürzung des englischen Begriffs »independent«, also auf Deutsch »unabhängig« oder »selbständig«. Bedeutet erst einmal nichts weiter, als dass eine Produktion eben nicht an großen Spiele-Firmen dranhängt, sondern dass die Produktionsmittel, also Geld, alle selber aufgebracht haben.

»Indie« hat deswegen nichts mit der Qualität eines Spiels zu tun. Ganz im Gegenteil: Ich selber bin inzwischen eher so gepolt, dass mich Indie-Titel grundsätzlich mehr als große AAA-Produktionen von EA oder UbiSoft interessieren (bei letzterer Firma mache ich inzwischen doch auch mal Ausnahmen).

In dem Sinne ist »Star Citizen« natürlich eine Indie-Produktion. Wenn die dann mal etabliert sein sollten - mal sehen - und eine andere Firma an die heran tritt, um ihr Spiel mit denen produzieren zu lassen, dann passt der Begriff nicht mehr. Aber im Moment ist der goldrichtig.

In der Filmbranche funktioniert das ja auch. Zum Beispiel sind Quentin Tarantino und Robert Rodriguez »Indie-Filmmaker«, auch wenn beide am laufenden Band Mega-Produktionen fahren.
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Freitag, 5. Januar 2018, 01:19

Ja, da stimme ich vom Grundsatz überein, wobei selbst die Grenze zwischen Indie und Publisher schwammig verläuft (zb Double Fine scheint die Rolle saisonal zwischen Indie- oder Auftragsentwickler oder Publisher zu wechseln). Genauso wie von Indie-Studios gesprochen wird, die sich von "Indie-Publishern" verlegen lassen. EA hat ein Label aufgemacht, bei dem Indie-Studios unter Vertrag genommen werden. Geht es um den Begriff an sich, wird er in der Spielebranche fast schon beliebig verwendet. Nach meinem Verständnis passt der Titel 'Indie' mit Ach und Krach für Projekte, bei denen niemand Drittes in die Entwicklung reinredet.

Der Begriff Homebrew ist halt seltsam. Acrid hat vollkommen recht, dass der Unterschied anscheinend eher an Veröffentlichungen für alte Systeme festgemacht wird. In Zusammenhang mit bekannten Indie Games aus Heim-Produktion, wie Super Meat Boy oder Stardew Valley, habe ich den Begriff noch nie gehört. Games für aktuelle Systeme werden als Homebrew bezeichnet, wenn sie ein kostenfreies Dasein in Community-Portalen oder Foren fristen - quasi als Amateurklasse. Retro-Games dagegen pauschal, auch wenn es einen kommerziellen Vertrieb gibt, ein Publisher involviert ist und auch unabhängig von der Produktionsqualität.

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