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henrikf

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05.03.2019, 16:43

Metro: Exodus [PS4]

Ich bin inzwischen durch den Spielabschnitt »Die Wolga« hindurch und das war echt richtig gut. Das Gebiet ist »OpenWorld«, aber es gibt immer wieder eingestreut Spielabschnitte, die sich linear abspulen. Obendrein - ich kann es nur immer wieder wiederholen - ist die Grafik einfach phantastisch. Hier sieht nichts generiert aus, sondern es wurde offenbar alles sorgfältig per Hand in der Landschaft drapiert. Schon bei »Skyrim« stand mir der Mund sperrangelweit offen, hier geht die Kiefer noch ein paar Winkelgrade weiter nach unten. Phantastisch, wie das hier aussieht und für mich als Fan des Films »Stalker« (von Andrei Tarkowski) ein Eldorado.

Es gibt ein paar kleine Ungereimtheiten: So kann man sich oftmals an die Gegner anschleichen und diese lautlos von hinten erledigen, obwohl nur einen Meter entfernt der nächste Gegner steht und dieser offenbar von unserer Aktion an seinem Kollegen nichts das geringste mitbekommt. Auch so mancher in der Luft schwebende Gegner war dann ein unfreiwillig komisches Erlebnis. Aber das stört mich alles nicht sonderlich.

Trotzdem werde ich jetzt erst einmal eine Weile aufhören zu spielen ... weil, naja ... das Setting geht mir im Moment ein wenig nahe. Bedingt durch meine vor kurzem durchfieberte Grippe habe ich immer noch Hustenanfälle, und der vertragen sich nicht so gut mit dem Gehuste im Spiel, wenn denn mal wieder die Atemmaske versagt. Ist also ein rein persönliches Problem. ;)
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henrikf

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10.03.2019, 16:57

The Technomancer [PS4]

Eigentlich wollte ich mir endlich mal Immortal Unchained [PS4] vornehmen, welches ich mir schon vor dem letzten Weihnachtsfest gesichert habe. Immortal Unchained ist quasie Dark Souls mit Schusswaffen. Da mein Lieblings-YouTuber »Gerugon« dieses getestet und für gut befunden hat, wolle ich das unbedingt spielen.

Tja, leider, leider: Die BluRay ist defekt. Das Spiel startet nicht - auch nach mehrfacher Installation - und ich kann es nicht spielen. Mal sehen, wie ich das umgetauscht bekomme, immerhin ist der Kauf schon 3 Monate her.

Naja. Stattdessen habe ich mir das hier endlich einmal angesehen:


The Technomancer [PS4]
Auf das Spiel war ich ebenfalls scharf, weil es ein Action-Rollenspiel ist und weil es in einem Cyberpunk-Universum spielt. Die Wertungen der einschlägigen Tester sind sehr verhalten, was mich aber nicht stört, weil ich auf Testwertungen eher wenig gebe. Der Hauptkritikpunkt sind die eintönigen Missionen - gehe hierhin, rede mit dem, besorge das, etc. - und die mit kaum oder nur nur wenig Tiefgang versehenen Charaktere. Ich nehme mal so viel vorweg: Diese beiden Kritikpunkte stören mich an dem Spiel überhaupt nicht.

Beeindruckt war ich zunächst von der Grafik. Die ist jetzt zwar nicht sonderlich herausragend, aber sie ist vor allem Zweckmäßig. Das Spiel handelt vom Mars und spielt zunächst in einer überkuppelten Mars-Stadt. Da alles 3D ist, muss man sich hier also zurecht finden. Dazu gibt es zwar eine Karte - die man erfreulicherweise in den Hintergrund einblenden kann, während man durch die Gegend rennt - aber ganz ehrlich: nach sehr kurzer Zeit habe ich die nicht mehr benötigt, weil ich mich auch so zurecht gefunden habe. Großes Lob also an die Level-Designer, die die Stadt offenbar alles andere als generisch aufgebaut haben. Sehr schön.


[Bild 1] Die Grafik von The Technomancer ist zwar vielleicht nicht die allerhübscheste in
der Spiele-Welt, aber für ein Cyberpunk-Spiel ist diese doch recht gut getroffen.



[Bild 2] Vor allem unterscheidet sich die Grafik je nach besuchtem Areal; hier die »Slums«.

Dann gibt es für die Spielfigur einen Eigenschaften-Baum - so ähnlich wie in Final Fantasy X - genauer gesagt gibt es derer gleich drei, für die verschiedene Eigenschaften-Punkte zum Einsatz kommen. Diese Punkte bekommt man durch einen Stufen-Aufstieg, den man wiederum durch Kämpfe oder gelöste Aufgaben erhält. Die Körperteile lassen sich mit Ausrüstungsgegenstände versehen - Helme, Handschuhe, Beinschoner, etc. - und jede Waffe hat wiederum verschiedene Slots, die man auch noch mit Zusatz-Schnickschnack versehen kann - auch hier steigen selige Erinnerungen an Final Fantasy auf, dieses mal an Teil VII. Das alles zusammen ist recht komplex, aber ein Rollenspiel darf für mich durchaus auch komplexe Konfigurationen enthalten. Ich stehe auf so etwas. Und im Verlauf des Spiels hat man das System dann sowieso schnell drauf. Nebenbei bemerkt: Die Waffen und Rüstungen sehen auch jedes mal ein klein wenig anders aus, wenn man sie verändert. Also alles wunderbar.



[Bild 3 & 4] Als Rollenspiel-Fan kann man zu den Menüs nichts sagen: Das sieht aus,
als könnte man die Figur während des Spielverlaufs in den verschiedenen Menüs
hervorragend anpassen.


Der Clou ist aber das Kampf-System. Dann an »Kampfstilen« gibt es drei und alle drei bieten wiederum drei Angriffsarten. Es gibt einen schnellen Angriff, einen Flächen-Angriff und eine Art Konter-Attacke, welche den Angriff des Gegners unterbindet, so es denn klappt. Das ganze wird auch noch mit recht akrobatischen Martial-Arts-Animationen ausgeführt. Dementsprechende Testberichte bezüglich unbeholfener Animationen kann ich nicht im Ansatz nachvollziehen; das sieht echt schick aus.

Bis hierhin alles toll. Echt, ich bin begeistert.

Und dann habe ich die ersten Kämpfe durchspielt ... und die haben für mich das ganze Spiel kaputt gemacht. Kein Witz:

Die sind der TOTALE GAME - BREAKER!


[Bild 5] Tja, und dann gibt es noch die Kämpfe, die das gesamte Spiel kaputt machen.
Da helfen auch die manigfaltigen Tuning-Möglichkeiten nichts, wenn man sich kaum
gegen die Gegner - egal welche - zur Wehr setzen kann.


Das Kampf-System ist absolut und völlig unausgegoren. Die Kämpfe laufen wie bei anderen Action-RPGs in Echtzeit ab. Am Anfang steht man nur einzelnen Gegnern gegenüber und die hat man - egal welchen Kampfstil und egal welche Angriffe man durchführt - recht schnell erledigt. Da kam schon so eine Idee von »Button Mashing« auf. Es ist also völlig egal gewesen, wie man angreift. Das ändert sich sofort, wenn man zwei oder mehr Gegnern gegenüber steht, die dann evtl. sogar noch eine Schusswaffe haben. Sobald sich zwei oder mehr Gegner entscheiden einen gleichzeitig anzugreifen, hat man ein echtes Problem. Ab drei Gegnern gleichzeitig hat man kaum noch eine Chance. Die prügeln gnadenlos auf einen ein, wobei die Angriffe auch gleich noch jede Menge Schaden verursachen, man selber aber vergleichsweise wenig Schaden austeilt. Das deckt sich nicht nur so gar nicht mit dem im Spiel ständig erzählten »Elite«-Blabla des Technomancers sondern ist schlichtweg unfair.

Es ist auch nicht so, dass man bei den Gegnern Angriffsmuster erlernen müsste, wie es eben bei den Souls-Spielen der Fall ist. Angriffsmuster gibt es zwar. Allerdings ist das Kampf-Gewusel meistens so unübersichtlich, dass man die Kamera weit wegzoomen muss, um überhaupt zu bemerken, wo welcher Gegner eigentlich steht. Und dann sind die Figuren zu klein, als dass man irgendwelche Attacken noch sicher erkennen könnte. Von dem wenig lichtdurchfluteten Setting ganz zu schweigen. Man sieht also obendrein sowieso nix, weil alles immer sehr dunkel ist.

Wie gesagt. Es ist der totale Game-Breaker. Wie kann man nur so eine schicke Grafik bauen und sich so ein schickes Level-System ausdenken ... und dann beim eigentlichen RPG-Element, den Kämpfen, so einen Bockmist bauen? Haben die ihr Spiel jemals selber gespielt? Ich ahne die Antwort.

In diesem Zusammenhang ärgert mich auch, dass über diesen Mega-Faux-Pax in den einschlägigen Tests kaum ein Wort verloren wird. Lediglich IGN hat sich ausgiebig mit den superharten Kämpfen auseinander gesetzt. Die kamen zu den Ergebnissen, dass auch ein Top ausgerüsteter Level-21-Charakter kaum eine Chance hat. Alle anderen Tests bemängeln vor allem den mangelnden Tiefgang der Charaktere - kann ich noch nicht beurteilen - und die eintönigen Missionen. Letztere habe ich nicht so empfunden; das war bisher in Ordnung.

Aber die Kämpfe? Nee Leute, das bringt keinen Spaß! Ich spiele das nicht weiter.
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13.03.2019, 11:49

Persona 5 [PS4]

Ja, ja, ja ... aber nachdem Immortal Unchained [PS4] eine defekte BluRay hat und das Spiel nicht startet und The Technomancer [PS4] leider ein Griff ins Klo war - was mir in letzter Zeit zum Glück eher selten passiert - habe ich also mit diesem Spiel weiter gemacht. Irgend wann muss ich das ja mal fertig bekommen. Nebenbei bemerkt habe ich schon knapp 85 Stunden auf dem Tacho und es ist einfach kein Ende in Sicht.


Okumuras Palast
so, hier bin ich durch. Zur Erinnerung: Der Palast war eine Raumstation, wo Mitarbeiter gnadenlos geknechtet und diese bei Bedarf auch gerne geopfert wurden. Demzufolge war der Endkampf dann auch genau so: Ich habe gar nicht direkt gegen den Okumura gekämpft, sondern ständig nur gegen seine Mitarbeiter, die er meinen Mannen eine Welle nach der anderen entgegen warf. Als dann nichts mehr kam, war er nach zwei Schlägen platt.

Danach passiert aber etwas seltsames. Nachdem meine Truppe abgezogen ist ...

Spoiler Spoiler

... taucht eine andere mit bisher unbekannte Figur auf, und killt den Schatten von Okumura. Das ist bisher noch nie vorgekommen. Aber auf diese Figur wurde ich während des vorangegangenen Spiels schon vorbereitet. Mit der gibt es bestimmt noch Ärger.



Warten auf Okumuras Gesinnungswandel
Jetzt muss ich »nur noch« auf den Gesinnungswandel von Okumura in der richtigen Welt warten und dann mal sehen, wie es weiter geht. Der hat allerdings richtig auf sich warten lassen, denn ich habe den Palast weit vor der Zeit fertig durchforstet. Also hatte ich fast zwei Spiele-Wochen Zeit, in denen ich mit meinen Kollegen soziale Interaktion pflegen oder sonstwie trainieren konnte.

Und dann kündigt Okumura eine Pressekonferenz an ... auf der er zusammen bricht und stirbt! Das ist bisher noch nicht passiert und rückt die eigentlich noblen Aktionen der »Phantom Thieves« und das ganze eher lustige Spielgeschehen noch einmal in ein ganz anderes Licht. Entsprechend geschockt ist meine Truppe.

Das ist übrigens einer der Gründe, warum ich Persona 5 Spiel so klasse finde: Es kommt in einem abgefahrenen wenig ernst zu nehmenden Grafik- und Spielmechanik-Gewandt daher, bringt dann aber immer wieder recht ernste Themen auf's Tapet. So gesehen ist Persona 5 ein ziemlich erwachsenen JRPG.

Datum: 11.10., abends
Level: 46
Spielzeit: 84:45 Stunden
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3 208

14.03.2019, 20:02

Persona 5 [PS4]

Oh Mann! Ich habe jetzt 2 1/2 Stunden spielen müssen, in denen es nur Gespräche der Protagonisten untereinander gab. Versteht mich nicht falsch: Die Dialoge im Spiel sind sehr gut geschrieben und die englischen Sprecher auch hervorragend in dem, was sie tun. Und ich lese das auch gerne, weil ich ja wissen will, wie sie Geschichte voran schreitet. Aber 2 1/2 Stunden? Das war jetzt doch ein wenig viel. Nebenbei bemerkt habe ich jetzt auch die 90 Spielstunden überschritten. Bis zum Ende werde ich locker über 100 Spielstunden kommen.

Nach dem Ableben von Okumura setzt die Polizei die ältere Schwester von Makoto, also Sae Niijima, ein, um die »Phantom Thieves« dingfest zu machen. Das ist die, die in der Rahmen-Geschichte das Interview mit dem Hauptdarsteller in dem dunkelgrauen Raum führt. Die ist nun wild entschlossen, die »Phantom Thieves« aufzuspüren. Gleichzeitig wendet sich Goro Akechi - das ist der Journalist - an die Truppe, weil er die Vermutung hat, dass die Truppe eben die Phantom Thieves sind. Und zu allem Übel findet Sojiro »Boss« Sakura auch noch die »Calling Card« im Zimmer von Futaba und weiß nun also auch, dass sie und der Hauptdarsteller zu den »Phantom Thieves« gehören. Die Luft wird dünner ... und entsprechend nervös ist meine Truppe.

Jedenfalls schlägt Akechi vor, den inneren Palast von Niijima aufzusuchen und sie dadurch umzustimmen. Und genau das passiert nun auch: Wir sind im 6. Palast! Und Akechi befindet sich als spielbarer Charakter in unserer Truppe.


Niijimas Palast
Obwohl Niijima als Ermittlerin bei der Polizei arbeitet, stellt sich der Palast als Glücksspiel-Casino heraus. Soviel zu den Wahrnehmungen der Leute. Die Hauptaufgabe besteht nun darin, 50.000 Credits zu gewinnen, um so die Eintrittkarte in das oberste Stockwerk des Casinos zu bekommen, wo wir dann wiederum den Schatz stehlen können. Das stellt sich allerdings erst einmal als unmöglich heraus, denn die Spiele werden manipuliert, so dass eigentlich nie jemand gewinnt. Ergo suchen wir den zentralen Raum auf, wie die Computer stehen, welche die Manipulation ermöglichen und manipulieren diese wiederum zu unseren Gunsten.


Episode Takemi
Ich bin dann allerdings erst einmal wieder raus und die wirkliche Welt, weil ich die Heilmittel in der Klinik bei Takemi aufstocken will. Die erzählt mir nun, dass sie als Ärztin aufhören möchte, weil es da einmal einen Fall in einer Klinik gab, wo sie versagt hat und ein Patient gestorben ist. Das belastet sie nun so sehr, dass sie glaubt, ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können. Schockschwerenot! Wenn Takemi aufhört, wo bekomme ich dann meine Heilmittel her?!? Ich weiß zwar nicht, ob das Spiel das tatsächlich durchzieht und man dann plötzlich ohne Heilmittel dasteht - oder nur mit dem Pillepalle-Zeug aus den Automaten - aber so weit möchte ich es gar nicht kommen lassen. Also ab nach Mementos und den Bösewicht ausfindig gemacht, der sie diskreditiert.


Abstecher nach Mementos
Inzwischen haben sich nur schon vier Aufträge in Mementos angesammelt und das Labyrinth zeigt nur an, in welchem Abschnitt sich welcher Auftrag befindet, nicht aber, welcher das ist. Ich muss also alle abklappern. Und wie es natürlich üblich ist - Murphy lässt grüßen - war der letzte von mir angegangene Auftrag der mit Takemi. Allerdings warteten nahezu alle Aufträge in Mementos-Abschnitten, die ich schon lange besucht hatte. Die Monster hier waren also sehr schwach. So schlimm war das also nicht.

Also, Takemi gerettet, nebenbei auch noch die Lehrerin Kawakami, die immer in Hausmädchen-Uniform in meine Bude kommt - also quasie als erotische Begleitung - und alles ist gut. So ganz nebenbei habe ich durch den Abstecher nach Mementos auch noch einen Haufen Kohle gemacht, womit ich wieder Ausrüstung kaufen kann. Und für den 6. Palast habe ich sowieso insgesamt 20 Tage Zeit. Also alles gut.

Datum: 3.11., tagsüber
Level: 50
Spielzeit: 91:08 Stunden
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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