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henrikf

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15.09.2019, 10:10

Dragon Star Varnir [PS4]

So, ich bin beim finalen Boss. Ca. 30 Stunden habe ich für dieses JRPG benötigt, wenn nach dem aktuellen Boss nicht noch etwas Entscheidendes kommt. Ich denke aber nicht. Damit ist es eines der kürzeren JRPGs.


Endkampf: Mit ca. 30 Stunden Spielzeit gehört Dragon Star Varnir zu den kürzeren JRPGs.

Die eindeutige Stärke des Spiels ist das taktische Kampf-System gegen die Drachen, das zarte Elemente aus SRPGs mit einfließen lässt. Allerdings wirklich nur angedeutet, groß angelegte Strategien kann man hier kaum voraus planen. Als Spieler reagiert man eher aus der Situation heraus und taktiert geschickt mit den zur Verfügung gestellten Möglichkeiten. Ein interessantes Element ist dabei, den gegnerischen Drachen zu »fressen« und damit seine Eigenschaften zu übernehmen. So bringt man die Charaktere nicht nur durchs Aufleveln voran, sondern eben auch durch die Fähigkeiten der verinnerlichten Drachen.

Schlussendlich bekommt das Spiel von mir eine solide 4-Sterne-Wertung: Es erzählt eine ziemlich abgefahrene Story, die mir persönlich aber mit ein wenig zu viel redundantem Text dahergeschwafelt kommt, bietet eben ein spannendes taktisches Kampf/Level-System, strukturiert dieses aber wiederum leider ein wenig arg nervig. Insgesamt hat es mir Spaß gemacht, wobei sich potentielle Spieler ein wenig durchbeißen müssen (was bei JRPGs oftmals der Fall ist). Eine eventuelle Fortsetzung würde ich mir durchaus ansehen.


[Nachtrag ca. 12:00 Uhr]
Ich hab's eben gerade durchgespielt. Wie vermutet ist am Schluss nicht mehr viel passiert und auch der Endkampf war deutlich einfacher als vermutet. Allerdings ist meine Truppe zum Schluss auf Level 60 und das ist auch dringend notwendig, weil das letzte Dungeon deutlich happiger als die vorherigen geraten ist.

Ich habe das sogenannte »Normal Ending« erspielt. Ein kurzes Schnuppern im Internet hat mir verraten, dass es noch das »True Ending« und das »Mad Ending«. Allesamt hängen vom »Madness Level« am Ende des Spiels ab, und der wird wiederum davon beeinflusst, ob man während des Spiels die kleinen Schwestern verliert. Ich spiele das aber garantiert nicht noch einmal, um die anderen Endings zu erhalten (wobei das »Mad Ending« naturgemäß nicht schwer ist, aber wer will das schon ansehen). Außerdem gibt es dann noch verschiedene Epilog-Szenen mit verschiedenen Protagonisten. Das Spiel schaltet am Ende außerdem noch den »Expert«-Schwierigkeitsgrad frei, würde man es denn noch einmal spielen wollen.

Wie gesagt: Schönes JRPG für zwischendurch, mit einem ungewöhnlichen erfrischenden Kampf-System, welches auch noch ein wenig Politur vertragen hätte. Hat aber Spaß gebracht.

Spielzeit: 30:52 Stunden
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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henrikf

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08.10.2019, 06:28

Code Vein [PS4]

Sodele, mein Eindruck nach knapp 12 Stunden Spielzeit: Toll! Bringt richtig Laune!

Und: Ja, es hat eindeutig Dark-Souls-DNA, es ist aber kein Dark Souls. Es ist deutlich einfacher als Dark Souls, was sich sowohl bei den PopCorn-Gegnern als auch bei den Bossen zeigt. Die Kämpfe gegen die normalen Gegner sind sehr schnell, und gerade zu Beginn, wenn man die Steuerung noch nicht so drauf hat, manchmal etwas unübersichtlich. Dafür sind diese nach wenigen Sekunden erledigt: Angreifen, zack, bumm, fertig. Die Bosse sind da komplizierter, im Vergleich zum From-Software-Titel allerdings ebenfalls deutlich einfacher zu besiegen.


Unsere Helden beim Erwecken einer »Mistel«, die in Code Vein als Rastplatz dient.

Code Vein steht erzähltechnisch in guter alter JRPG-Tradition, wo dann eben eine Story erzählt und die Motivationen der handelnden Personen fühlbar gemacht werden. Das Vampir-Setting ist da, aber nicht so blutrünstig, wie man es sich denkt. Es geht teilweise eher in die verklärt romantische Richtung. Sprich: Die Vampire, mit denen ich so unterwegs bin, sind eigentlich alle echt dufte Typen. Das erklärt sich aus der Story, die ich aber noch ein wenig weiter genießen will, bevor ich darüber etwas schreibe. Tja, und dann hat man ständig einen wählbaren SideKick dabei, der - man höre und staune - sogar extrem hilfreich agiert. Also nix von wegen dämliche KI, auf die man mehr aufpassen muss, als auf sich selbst (das sieht die »Profi«-Presse übrigens anders, keine Ahnung welches Spiel die gespielt haben, mein SideKick fühlt sich wie ein echter Kampfgefährte an).

Und das allgemeine Setting erinnert mich eher Endzeit und an Filme wie »Die Klapperschlange« oder »Mad Max«; zumindest zu Beginn des Spiels. Die Grafik ist toll gelungen; kann ich nicht anders sagen. Man sieht an allen Ecken und Enden, dass sich da Heerscharen von Designern ausgetobt und eine detaillierte Endzeit-Stimmung geschaffen haben. Auch das Level-Design ist bisher großartig, denn eine Karte - die hier vorhanden ist - benötigt man nach einigen Stunden so gut wie gar nicht mehr.


Mitten im Getümmel gegen einen der fieseren Boss-Gegner

Wenn ich mir die Wertungen der lieben sog. »Profi«-Journalisten ansehen, dann scheint sich wieder mal so ein Debakel wie bei Alien Isolation abzuzeichnen. Ich gewinne den Eindruck, dass absolut niemand das Spiel wirklich gespielt, sondern sich eher an der Demo entlang gehangelt und dann »mal eben schnell« einen Test runtergetippt und ein Video zusammengeschnippselt hat. Die allgemeinen Wertungen sind zwar nicht schlecht, spielen sich aber im 70-Prozentbereich ab. Das ist für dieses Spiel deutlich zu wenig und meiner Meinung nach unfair. Ich würde guten Gewissens dieses Spiel im 80er-Prozentbereich verorten, evtl. sogar über 85%, was ich aber bei lediglich 12 Stunden Spielzeit noch nicht sagen kann.

Ich bereite gerade einen ausführlichen Beitrag für unser Portal vor. Und dann wird es noch einmal einen weiteren Testbericht geben, wenn ich das Spiel durchgespielt habe. Denn das wird auf jeden Fall passieren; dafür ist das einfach zu gut. :)
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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11.10.2019, 19:20

Sir Pommes: "What the Fatsch!"

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