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20.05.2020, 20:07

Hoffentlich war es nicht allzu teuer und der Verlust lässt sich verkraften. Glücklicherweise ist es schon lange her, dass ich mehr als 20 EUR für ein Spiel ausgegeben habe. Und diese waren bisher ausnahmslos gut. Ansonsten wäre ich auch bei 20 EUR extrem angepi..st.

Vielleicht nimmt dir das einer bei Ebay für ein paar Euronen ab. Dürfte aber mehr Arbeit sein, als das Zeug zu entsorgen.
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henrikf

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20.05.2020, 22:06

Danke für die Beileidsbekundungen. ;)

Ja, es war leider im Bereich von EUR 35,00, also nicht mehr ganz »mal eben so«. Ich werde es auf eBay anbieten, zumal die umhüllende Papp-Verpackung, in der das Spiel daher kommt, auch völlig unbeschädigt und ohne Knicke an der Öffnungs-Lasche ist (was übrigens eine Herausforderung für sich darstellte). Vielleicht findet sich ja jemand, der an dem Spiel Spaß hat.

Ein kurzer Blick auf eBay zeigt mir, dass das Spiel »neuwertig« ziemlich oft angeboten wird. Da waren wohl noch mehrere mit der Spiele-Qualität nicht so wirklich einverstanden. Für EUR 15,00 plus Versandkosten gebe ich das her.

Hat hier vielleicht jemand Interesse? Supergeiles Survival-Horror-Adventure im Stile von Resident Evil 2 Remake? Nein? :lol:
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27.05.2020, 18:47

Ich spiele gerade mit Begeisterung Huntdown (Nintendo Switch).

Es ist schwer, aber fair. Ich bin jetzt in der dritten von vier Welten angelangt, auf dem voreingestellten Schwierigkeitsgrad „Normal“. Um nichts zu spoilern sind alle meine Screenshots aus der ersten Welt. Die dritte Welt sieht grafisch noch um einiges besser aus. Das Spiel scheint mir sehr umfangreich zu sein. Jede der vier Welten besteht aus 5 Levels, mit vier Zwischenbossen und einem Endboss. Die Bosse sind kreativ gestaltet und haben interessante Bewegungsmuster. Zuerst erscheinen die Zwischen- und Endgegner hammerschwer. Aber mit etwas Übung lernt man die Bewegungsmuster und entwickelt eine Taktik, und dann wird es viel leichter. So muss es sein bei einem guten 2D Spiel, finde ich. Rondo of Blood, bei dem ich jetzt schon im vorletzten Level bin (siehe Bericht hier), ist da ganz ähnlich, vom Schwierigkeitsgrad her. Zuerst dachte ich, ich schaffe die Endgegner nie, jetzt kommen sie mir ganz leicht vor.

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Huntdown ist ein Run and Gun mit herrlicher Pixelgrafik. Das Spiel ist der Knaller, ein Geschenk des Himmels für Liebhaber von Spielen wie Probotector/Contra. Die Grafik ist unglaublich detailliert. Wenn man schießt, fallen Patronenhülsen herunter, die bei der Shotgun anders aussehen, als bei der Pistole. Die Hintergründe sind toll und sehr abwechslungsreich. Die Explosionen und Animationen der Gegner und Schüsse sind auch super. Man kann sogar Löcher in die Wände schießen.

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Die grün umrahmten Löcher im Screenshot habe ich selber in die Wand geschossen. So einen Detailgrad in Grafik habe ich noch nie bei einem 2D Spiel erlebt. Es gibt auch Wettereffekte wie Regen und Staub, die realistisch animiert sind. Ketten im Hintergrund bewegen sich, wenn man sie beim Vorübergehen streift. Im Wasser platscht es und man wird von der Strömung mitgezogen. In den Untergrundtunneln sieht man im Hintergrund Ubahnwagen vorbei fahren. In der Stadt sieht man den animierten Verkehr mit fliegenden Autos im Hintergrund. Wenn man Schaden nimmt, verändert sich sogar das Gesicht des Helden in der Statusanzeige.

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Die Explosionen sind wunderschön. Wenn ein Auto in die Luft geht, fliegen die Autoteile und Reifen durch das Bild.

Zum Teil ist viel los auf dem Bildschirm, aber das Spiel ist auf der Switch immer 100% flüssig mit 60 fps.

Das Sounddesign in Stereo ist ebenfalls extrem detailliert. Man hört jede Patronenhülse einzeln fallen. Wenn man aus einer hohen Höhe herunterfällt, dann landet man mit einem dumpfen Ton und die Kamera vibriert kurz. Bei kleineren Fallhöhen ist das nicht so. Es gibt hunderte von Sprüchen und witzige Sprachfetzen, die sich je nach Level und Situation ändern. Jeder der zwanzig Levelbosse hat eigene Sprüche. Der Stereeffekt ist auch sehr originell: Er richtet sich nach der relativen Distanz zwischen Spielfigur und Tonquelle, nicht nach der absoluten Position der Tonquelle auf dem Bildschirm. Wenn meine Spielfigur sich von links nach rechts an Dampffontänen vorbei bewegt, dann wandert der Sound von rechts nach links, obwohl Dampf und Figur beide relativ weit rechts auf dem Bildschirm sind.

Die Entwickler haben in allen Aspekten nachgedacht und innoviert. Das gesamte Spiel wurde mit viel Liebe zum Detail erstellt. Hier waren Perfektionisten am Werk.

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Die Schussgefechte erinnern mich sehr an Black Thorne. Man kann nämlich in schwarzen Hintergründen mit nach oben Deckung suchen. Man muss immer zur richtigen Zeit die Deckung verlassen, um zu schiessen. Das sieht auch ähnlich aus wie bei Black Thorne. Die Gegner gehen ebenfalls manchmal in Deckung, genau wie die Orks in Black Thorne. In dem letzten Bild unten bin ich selber in der Deckung. Diese Mechanik hat mir schon bei Black Thorne viel Spass gemacht. In Huntdown ist das Deckungsystem aber erweitert. Man kann auch hinter Fässern und Kisten in Deckung gehen. Obwohl das jetzt wie ein Deckungsshooter in 2D klingt, muss ich betonen, dass es sich sehr zügig spielt. Huntdown ist eher so wie Probotector, weniger so wie Uncharted. Der Spieler ist immer unter Druck, die Gegner preschen ständig nach vorne, anstatt sich minutenlang hinter Deckung zu verschanzen.

Im Gegensatz zu Probotector kann man in Huntdown nicht nach oben schiessen, nur gerade nach vorne und im Ducken. Dafür kann man aber Granaten, Äxte, und andere Fernwaffen schmeissen. Es gibt viele Waffen. Der Thumper gefällt mir am Besten. Das ist eine Art mobiler Mörser. Die "Pfump!" Geräusche beim Schiessen sind befriedigend. Auf jeden Schuss mit dem Thumper folgt dann das erwartete Explosionschaos mit viel Blut und Leichen.

Es gibt in jedem Level versteckte Koffer zum Einsammeln. Es macht einen Heidenspass, die Verstecke zu finden, während man sich durch die Level ballert. Manche Koffer werden von Gegnern getragen, die damit wegrennen. Man kann diese dann verfolgen, um ihnen den Koffer abzunehmen, bevor sie auf einem Motorrad oder Gleiter das Weite suchen. Die Koffer scheinen optionale Ziele darzustellen. Man kann sie also auch links liegen lassen.

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Wirklich irre das Spiel! Ich finde es besonders empfehlenswert.

Edit: Update mit neuen Erkenntnissen, denn ich bin jetzt in Welt 3

Dieser Beitrag wurde bereits 25 mal editiert, zuletzt von »rsn8887« (29.05.2020, 07:06)


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28.05.2020, 17:29

Final Fantasy VII Remake [PS4]

Es ist unglaublich: Jetzt habe ich Final Fantasy VII Remake ca. 3 Stunden gespielt, und das hat auch Spaß gebracht und so weiter ... aber das war vor ca. 1 Woche. Ich habe im Moment irgendwie keine Lust, das weiter zu spielen. Und ich weiß noch nicht einmal so genau, warum eigentlich. Noch schlimmer: Irgendwie drücke ich mich sogar davor, das weiter zu spielen, obwohl ein Durchgang nur ca. 25 Stunden benötigt. Und noch schlimmer: Das Spiel blockiert mich sogar, erst einmal zwischendurch etwas anderes zu spielen. Vermutlich weil ich ja eigentlich immer ein Spiel nach dem anderen spiele.

Ich ahne, dass es evtl. doch an dem Wechsel vom alten rundenbasierten Kampfsystem zum Action-Kampfsystems des Remakes liegt. Rundenbasiert hat bei mir auch durchaus einen meditativen Charakter. Jetzt bei dem Action-System muss man dagegen die ganze Zeit auf der Hut sein. So mal eben durch die Abschnitte des Spiels streifen, wie es noch beim Ursprungs-Spiel der Fall war, ist hier irgendwie nicht mehr.

Vielleicht ist das auch alles eine Ausrede, und ich habe im Moment einfach keinen Bock auf Spiele.

Wobei das auch nicht stimmen kann, weil ich vor zwei Tagen mal wieder meinen Spaß am Atari 800 und Donkey Kong und Demon Attack hatte.

Ach, ich weiß auch nicht.
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29.05.2020, 22:06

Soma [PS4]

Kommando zurück: Ich habe zwar immer noch nicht richtig Lust, an Final Fantasy VII Remake weiter zu spielen ... aber gestern habe ich mich an SOMA heran gemacht, dass ich mir bereits Mitte März in einem Sale im PlayStation-Store gekauft habe. Und, was soll ich sagen, das hat gestern echt Spaß gebracht.

Ich habe erst später erfahren, dass SOMA von den gleichen Leuten - »Frictional Games« - gemacht wurde wie Amnesia: The Dark Descent, welches es vor Jahren mal umsonst von Steam gab. Und dieses Spiel hat mich nun so gar nicht gepackt. Ich habe den Horror in diesem Spiel nicht im Ansatz mitbekommen, obwohl alle das Spiel ganz toll finden. Die optischen und akustischen Effekte haben bei mir einfach ... nichts bewirkt, weswegen ich das auch nur ca. 1 Stunde gespielt und dann nie wieder angefasst habe.

Ganz anders SOMA: In diesem 1st-Person-Spiel - es ist kein Shooter - landet man nach einem Gehirnscan an einem merkwürdigen fremden Ort, wo offenbar intelligente Roboter agieren, die sich für Menschen halten. Das ganze ist eine Unterwasser-Forschungsstation, die sich allerdings in einem mittleren Zustand des Zerfalls befindet. In dieser Situation muss man überleben, die Station erforschen und Mini-Rätsel löschen ... und vor alles heraus finden, was zum Geier das eigentlich soll. Mit anderen Worten: Genau mein Ding! :)

Wegen des Unterwasser-Settings erinnert es mich nicht nur ein wenig an Bioshock. Mal sehen, wie das weiter geht. Auf jeden Fall habe ich da jetzt - um es mal auf den Punkt zu bringen - »voll Bock« drauf. :)
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30.05.2020, 16:30

Ja, wirklich sehr gutes Game. Und du wirst deine aktuelle Interpretation sicherlich noch einmal anpassen :-)
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30.05.2020, 19:04

Soma [PS4]

Gestern und heute weiter gespielt. Der Titel bietet leider keine Spielzeit-Anzeige (das sollte echt mal Pflicht werden), weswegen ich nicht einschätzen kann, wie weit ich im Spiel schon bin. Ich habe mir viel Zeit gelassen, weil ich die Atmosphäre genießen wollte. Gerade die Unterwasser-Landschaften sind wirklich sehr schön. Aber ich schätze mal, dass ich so ca. 2/3tel des Spiels geschafft habe. Gerade mal im Internet nachgeforscht: OK, ich bin sogar noch nicht einmal bei 2/3tel des Spiels angelangt.

Rein spielerisch ist SOMA eine Mischung aus der Stimmung von Bioshock und den Horror-Schleich-Aspekten von Alien Isolation. Ja, da ist es wieder! Aber ich schreibe das nicht, weil ich das Alien-Spiel als Fan schon so lange nicht mehr erwähnt habe, sondern weil SOMA auf mich genau diesen Eindruck macht.

Es gibt dann noch eine philosophische Implikation über das Thema »Mensch sein«, die ich hier aber nicht weiter spoilern möchte. Ich sage mal so: Das beeindruckt mich persönlich nun nicht mehr so sonderlich, weil ich mich mit genau diesen Aspekten schon anderweitig auseinander gesetzt habe. So meine ich, dass der Film Blade Runner und auch das Spiel The Talos-Principle das besser thematisieren. Was aber nicht heißen soll, dass das Spiel schlecht wäre. Im Gegenteil: mir gefällt das mit jeder gespielten Minute besser und besser.

Allerdings bekomme ich auch den Eindruck, dass man SOMA vor allem dann gut findet, wenn man für die Stimmung des Spiels empfänglich ist, bzw. das auskosten wollen will; ich habe das bewusst so formuliert. Wenn man da nur hindurch hetzt, dann findet man das evtl. sogar langweilig. Auch darin ähnelt es Alien Isolation.

Ich finde das bisher großartig.
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31.05.2020, 02:03

Soma [PS4]

OK, das Spiel ist jetzt schon sehr sehr SEHR wie Alien Isolation und vor allem auch sehr sehr SEHR gruselig. Ich bin jetzt in einer Art Forschungsstation, wo ein Satellit in die Erdumlaufbahn geschossen werden soll, und das ähnelt schon sehr sehr SEHR - oh Mann, oh Mann-oh-Mann! - der Krankenstation auf »Sevastopol«. Und vor allem sind die Biester hier ungefähr genau so mies drauf, wie das Alien. In der letzten Stunde hatte ich eine Dauer-Gänsehaut und ich muss jetzt erst einmal aufhören zu spielen, sonst kann ich heute Nacht nicht mehr schlafen. Oh Mann-oh-Mann!
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31.05.2020, 12:00

In der letzten Stunde hatte ich eine Dauer-Gänsehaut

:-D Genauso erging es mir auch. Ich bin gespannt, wie du das Ende empfindest.

Alien Isolation hatte ich leider nie zu Ende gespielt. Das Game empfand ich später als recht frustrierend, zumal ich bemerkte, dass man viele Wege zum wiederholten Male zurücklegen musste. Ich schaute mir den Rest des Spiels auf Youtube an und stellte fest, dass mir das Alien sogar beim Zuschauen auf den Keks ging. Nicht so bei SOMA, das mir erstaunlicherweise viel besser gefiel.

Vielleicht liegt es daran, dass man alles nicht so richtig und klar erkennt, was da einen verfolgt. Und das Setting war kein durch Filme bekanntes. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mir auf dem PC vom Hersteller(!) auch so eine Art Trainer angeboten wird, der aber auch kein Durchrennen erlaubt und immer noch genügend Herausforderungen für mich bietet.

In meinen persönlichen Charts mit den besten Games, die ich jemals gespielt habe, platziere ich SOMA definitiv über Alien Isolation. Aber das ist, wie immer, reine Geschmackssache.
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31.05.2020, 14:06

[...] In meinen persönlichen Charts mit den besten Games, die ich jemals gespielt habe, platziere ich SOMA definitiv über Alien Isolation. Aber das ist, wie immer, reine Geschmackssache.

Ich als super-über-obendrüber Fan von Alien Isolation natürlich nicht, weil ich das Gefühl habe, dass das Alien-Spiel noch viel mehr von dem bietet, was ich an Horror-Schleich-Spielen mag (wobei Alien Isolation vermutlich das erste Horror-Schleich-Spiel ist, das ich jemals gespielt habe). Aber, ganz ehrlich: Einen großen Abstand zu Alien Isolation gibt es mit SOMA nicht. Ich lehne mich mal ein wenig aus dem Fenster, und behaupte, dass jeder Fan des Alien-Spiels auch SOMA spielen sollte.

Oder plakativer: Ich find's echt GEIL! 8o :thumbsup:

Mir fällt auf, dass SOMA vielleicht nicht ganz so toll bewertet wurde, wie es das Spiel eigentlich verdient hat. Die Wertungen sind zwar gut, aber ich habe bei allen von mir gelesenen Tests das Gefühl, dass die Tester immer ein »naja« durchklingen lassen. Und genau das kann ich überhaupt nicht nachempfinden. Auf Steam gehen die Wertungen dagegen durch die Decke.
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01.06.2020, 17:26

Nach langer Pause habe ich jetzt doch Broken Age beendet und meine frühere Meinung hat sich nicht geändert.

An sich erzählt das Adventure ein schönes Märchen, nur hat es dem Spiel echt nicht gut getan, in der zweiten Hälfte die Rätseldichte zu erhöhen. Wenn man sich zurückerinnert, gab es nach der Kickstarter-Kampagne eine Kontroverse unter Backern des Projektes, weil Tim Schafer das Projekt aus Kostengründen aufteilte und weil die erste Hälfte für ein klassisches Adventure relativ seicht sei. Meiner Meinung nach war diese Haltung völlig übertrieben. Es war in etwa ein vergleichbares Niveau, wie bei Loom oder Full Throttle, aber es passte gut zu der Story, welche sich offensichtlich an Kinder und Jugendliche richtet. Doch Mr. Schafer knickte vor seiner ursprünglichen Ansprache ein, sich nicht von Fans ins Design reinreden zu lassen und packte gefühlt doppelt so viele Rätsel in den zweiten Teil.

Ganz ehrlich: Dadurch verlor das Spiel seine Leichtigkeit, die meisten Rätsel wirken wie konstruierte und zuweilen umständliche Fließbandaufgaben und bringen für die Handlung keinen Mehrwert. Bzw im späteren Verlauf soll man auch noch mit Erkenntnissen der einen Figur Rätsel der anderen lösen, wobei beide sich im Spiel nicht begegnen. Ich habe zuletzt nur weiter gespielt, weil ich das Ende sehen wollte.

Wesentlich mehr Freude macht mir derweil Journey To The Savage Planet, einem relativ überschaubarem Mix aus Exploration und Action-Adventure. Schauplatz des Ganzen ist ein von niedlich bis skurrilen Aliens belebter Planet, auf dem man im Auftrag der einer Gesellschaft Rohstoffe plündert. Der Spielablauf erinnert etwas an Metroid Prime gewürzt mit Ressourcen-Sammelei. Es ist jetzt kein besonderes Schwergewicht und insgesamt wohl auch nicht besonders umfangreich, wenn ich meiner Fortschrittsanzeige glauben darf. Es ist aber doch sehr unterhaltsam und hat einen angenehm schrulligen Humor. Jedenfalls es steuert sich gut und ist bislang sehr spaßig, wenn man von bislang einer nervigen Sprungpassage absieht.




Ach, und Soma finde ich auch großartig. Ich habe an sich nicht so ein Faible für Survival-Horror, aber das Spiel bietet ja inzwischen auch eine Art Adventure-Modus, bei dem die Schleichpassagen wegfallen und man auch nur an sehr wenigen Stellen sterben kann. Es spielt sich dann auch eher wie Layers Of Fear.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »v3to« (01.06.2020, 17:40)


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01.06.2020, 21:04

Soma [PS4] & Loom [PC]

Ich habe Soma auf dem Schwierigkeitsgrad »normal« gestartet, weil es vor dem Start den Hinweis gibt, dass das Spiel für diesen Schwierigkeitsgrad geschrieben worden wäre. Es gibt auch noch »Einfach« (oder so ähnlich), und das ist dann wohl dieser Adventure-Modus. Mir gefällt das Spiel, wie schon geschrieben, echt super! 8o

An das originale Loom [PC] habe ich auch nur gute Erinnerungen. Ich weiß noch, dass die Rätsel nicht der Rede wert waren. Dafür ist die Grafik einfach nur eine Augenweide, und das, obwohl das ursprüngliche Spiel, das von mir gespielte, »nur« in der PC-EGA-Grafik mit 320x200 Pixel und den 16 unveränderbaren EGA-Farben gepixelt wurde. Das Spiel ist für mich der Prototyp von »PixelArt«. Außerdem habe ich beim Ende geheult wie ein Schlosshund, und das ist mir bei noch nicht vielen Spielen passiert. Aufgrund der Rätsel hatte ich das Spiel zwar nach ca. 4 Stunden durch. Das ist objektiv betrachtet vielleicht wenig ... aber DIESE Grafik und DIESE Story. Hach ... das Erlebnis will ich auch nicht mehr missen.
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