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henrikf

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10.09.2021, 20:58

Tales of Arise [PS4]

Ersteindruck der ersten knapp 5 Stunden im Spiel:

-- Grafik phantastisch,
---- sehr detailliert, keine Spur mehr vom bunten Anime-Stil früherer Spiele
---- es gibt einen fließenden Tag/Nacht-Zyklus
---- die (normale) PS4 kommt sehr gut damit klar
---- leider ist die Umgebung meistens Fassade
---- sie sieht toll aus, hat aber ansonsten kaum eine Funktion

-- Story sehr düster
---- aber auch sehr interessant
---- es scheint eine gehörige Portion »Science Fiction« im Spiel eingebaut zu sein

-- die erste Stunde ist leider »betreutes Spielen«
---- in dieser Zeit darf man nicht sehr viel selber machen

-- die Karte macht leider auch den Eindruck von »Quests abklappern«

-- man kann - ähnlich wie bei Final Fantasy XV - Essen zubereiten
---- persönliche Notiz: ich LIEBE so etwas! :)

-- Animationen und die englischen Sprecher sind grandios
---- es gibt auch eine japanische Sprachausgabe, die habe ich mir aber nicht angehört

-- die Kämpfe sind weiterhin ein kunterbuntes Durcheinander
---- das ist typisch für Tales-Spiele
---- aber hier scheint es mir aufgeräumter zu sein
---- ich kam nach kurzer Zeit hervorragend damit klar
---- das war bei anderen Tales-Spielen erst nach mehreren Stunden der Fall

Erstfazit: Toll. Nicht grandios aber doch toll. Bisher erfindet Arise das Action-JRPG nicht neu, es bleibt auch seinen Wurzeln treu (zum Glück), es bringt aber vor allem Laune.
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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27.09.2021, 17:34

Tales of Arise [PS4]

Mein Eindruck nach ca. 20 Spielstunden:


Die Grafik ist bombastisch
Immer in Erinnerung behalten: Ich spiele es auf einer normalen PS4, also nicht Pro oder PS5. Die Grafik ist der Hammer. Ich bin jetzt in einem Palast zu Besuch gewesen, und ich hatte das erste mal in meiner Spiele-Geschichte den Eindruck, dass das hier wirklich ein Palast ist. So viel Glitzer und Funkel bei gleichzeitig großer Weitsicht ... es war eine Wonne. Das hat schon fast in den Augen weh getan, so überladen war das hier mit Grafik. Eben genau so, wie man sich einen königlichen - hier »fürstlichen« - Palast eben vorstellt.

Das ganze hat natürlich eine Gegenseite: Denn man sieht oftmals PopUps von Gegenständen in der Entfernung und es gibt auch immer mal wieder SlowDowns.

Ich sage dazu: Geschenkt! Bei einem Shooter würde es mich nerven ... nicht aber bei einem JRPG.


Die Animationen sind noch bombastischer
Das habe ich so auch noch nirgendwo gesehen, dass die Animationen mit dermaßen viel liebe zum Detail durchgeführt wurden. Gerade wenn sich die Charaktere unterhalten - was bei den Tales-Spielen fast schon ein Serien-Stilmittel ist - kommt das so dermaßen zum tragen. Man merkt regelrecht, wie ein Charakter verlegen wird oder auf eine Frage nicht so recht antworten will, nur weil sich die Augen ein klitze kleines bischen weg drehen oder der Kopf sich einen Tick neigt. Hinzu kommt eine wundervolle englische Synchro. Ganz großartiges Kino. Wir sind eigentlich schon bei einem gespielten Anime.


Charaktere und Story
Bisher waren die Tales-Spiele für mich immer ein wenig ... naja ... eben Anime und deswegen nicht so ganz ernst zu nehmen (Anmerkung: Tales of Berseria habe ich noch nicht gespielt, wird aber nachgeholt). Tales of Vesperia erzählt zwar eine durchaus ernste Story, das wird aber konterkariert durch eben die manchmal doch recht kindlich agierenden Protagonisten (auch wenn ich alle aus Versperia einfach liebe).

Das ist hier anders: Hier geht’s um Sklaverei und Unterdrückung, eine höchst ernsthafte Protagonistin, die keiner anfassen kann, weil dann eine Art Stromschlag bekommt und ein ebenso ernster Protagonist mit einer Eisenmaske auf dem Gesicht, der keinen Schmerz verspürt und sie deswegen doch mal berühren kann. Sie kann ein Feuerschwert beschwören, welches jeden Träger gnadenlos verbrennt, was er dann aber wieder führen kann, eben weil er nichts fühlt. Und die ersten beiden zu befreienden »Reiche« haben mir schon ein wenig auf's Gemüt geschlagen.

Ja, das hier ist ernst.


Schwierigkeitsgrad
Da sind wir bei einem Thema, das mir bisher etwas auf der Leber liegt: Denn das Spiel ist echt einfach. Ja, klar, ich habe zwar bei einem Boss einmal drei Anläufe benötigt ... aber, ganz im Ernst: So wild ist das alles nicht. Es könnte ruhig knackiger sein (ich spiele auf »normal«). Es ist aber auch nicht so, dass ich mich unterfordert fühle.


Alles in allem bisher ein ganz ganz großartiges Spiel. Ys VIII und Ys IX haben mir (bisher) zwar besser gefallen ... aber insgesamt ist Tales of Arise einfach nur großartig. Das Warten hat sich echt gelohnt ... auch für die Noch-Besitzer einer normalen PS4. Ich werde weiter berichten.
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09.10.2021, 19:56

Tales of Arise [PS4]

Fast 40 Stunden auf dem Tacho.

Die Story wird langsam richtig obergeil. Sehr viele unerwartete Wendungen, die aber trotzdem noch einigermaßen geerdet bleiben (hallo Final Fantasy).

Dazu trägt auch bei, dass die Dialoge irgendwie immer besser werden. Die Charaktere sprechen auch, während sie so durch die Landschaft marschieren, immer mal wieder in kleinen Dialogszenen miteinander. Wenn man sich die Mühe macht diesen zu folgen, erlebt man da so manches Dialog-Kleinod.

Die Kämpfe sind immer noch nicht sonderlich schwierig.

Lediglich die Endgegner ziehen vom Schwierigkeitsgrad etwas an.

Die »Dungeons« - wenn man die Landschaftsabschnitte so nennen mag - sind weiterhin WUN-DER-HÜBSCH ... aber von der Struktur her recht generisch. Ja, es bringt Spaß diese abzuklappern. Aber da wäre mehr drin gewesen (siehe Ys VIII/IX).

Aufleveln ist nicht so richtig, weil das Spiel für jeden erreichten Level der Gruppe die zu erringende Anzahl an Erfahrungspunkten in einem Kampf nach unten korrigiert.

Aufleveln kann man allerdings JEDEN EINZELNEN »Artes«-Angriff. Je öfters man diese anwendet, desto stärker werden diese (in 5 Stufen). Und jeder Charakter hat davon echt eine MENGE zur Verfügung.

Man kann Essen kochen - seit Final Fantsy XV wohl ein Muss in JRPGs - welches für ein paar Minuten verschiedene Buffs erzeugt (eigentlich genau wie in Final Fantsy XV).

Und man kann »Amulette« aus verschiedenen Materialien herstellen und diese mit den Materialien auch aufleveln, um Debuffs auf Angriffe zu erhalten.

Und dann gibt es für jeden Charakter noch einen Fähigkeitsbaum ... ja da kann man sich auch ein wenig verlieren.

Es gibt echt genug zu tun. Aber es ist nicht überladen. Klar muss man sich mit den verschiedenen Spiele-Mechaniken beschäftigen, aber man hat irgendwie alles gerade noch im Überblick.

Insgesamt bin ich sehr begeistert.
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11.10.2021, 16:53

@The Last Guardian: Stimmt schon, dass Spiel hat allerlei Ecken und Kanten, Macken und Unzulänglichkeiten. Dennoch hat es sich für mich, typisch für das Entwicklerstudio, angenehm vom Einheitsbrei abgehoben welcher einem zu 95% serviert wird. So etwas bekommt man ja leider nur recht selten angeboten, und im Triple-A Bereich schon mal gar nicht.
Ist für mich aber auch ein Spiel gewesen, welches ich nur ein einziges mal angegangen bin, hat dann aber auch gereicht ;)

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01.11.2021, 18:24

Tales of Arise [PS4]

Fertig (knapp 75 Stunden Spielzeit)!

Sehr sehr geil! Ich habe den Eindruck gewonnen, dass von den Entwicklern hier sehr viel Herzblut in das Spiel geflossen ist.

Die Kämpfe gehen nach kurzer Zeit äußerst flüssig von der Hand und bieten auch genug Variationen, ohne das es langweilig wird. Voraus gesetzt natürlich, dass man dieses »kunterbunt durcheinander« der Kämpfe der Tales-Serie mag. An diesem Flair haben sie nichts geändert und das zum Glück.

Die Grafik ... die ist BOM-BAS-TISCH. Und das auch auf der PlayStation 4. Wenn man ein Standbild betrachtet, dann denkt man fast immer, man sieht ein gemaltes Bild. Irgendwie haben die eine Art-Style hinbekommen, der seinesgleichen sucht. Ich kenne kein Spiel, das so aussieht. Das ist etwas eigenes.

Die einzelnen Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, die Dialoge sind toll - wenn man sie denn anhören mag, ich empfehle diese nicht wegzudrücken - und auch die Story entwickelt sich immer mehr zu etwas Größerem. Zum Schluss wird es dann doch noch mal ein wenig abgehoben, ohne zum Glück aber die völlige Abgedrehtheit eines Final Fantasy VII zu erreichen (was mir beim Original des Square-Spiels doch ein wenig übel aufstieß, so schön der Rest des Spiels auch sein mag). Tales of Arise schafft es spielend, dass man alle Charaktere der Party versteht und einfach mag. Das finde ich immer sehr wichtig bei einem JRPG.

Es gibt auch ein paar Sachen, die ... naja ... »nicht gefallen« will ich nicht schreiben, aber die doch ein klein wenig hätten besser gemacht werden können. Allen voran der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe; die sind mir, bis auf seltene Ausnahmen, fast alle zu einfach gewesen. Auch das Leveling gefällt mir nicht so gut. Denn wenn man einen Bereich oder einen Endgegner nicht schafft, dann liegt es fast immer am zu niedrigen Level der Party. Ist der Level dagegen zu hoch, sind die Kämpfe gegen die Bosse eher zu einfach. Gleichzeitig baut das Spiel auch eine Art Sicherung gegen absurd hohe Level der Gruppe ein: Denn mit jedem gestiegen Level benötigt man nicht nur mehr Punkte für das nächste Level, man bekommt auch weniger Punkte durch die Kämpfe. Und zum Schluss habe ich Dialoge dann doch mal weggedrückt, weil das Spiel ein wenig zu viel in eine Laberorgie ausgeartet ist und zu wenig Spiel geboten hat.

Ich hab's auf der normalen PlayStation 4 gespielt und es war wunderbar spielbar. Ja, es gab mal direkt nach dem Laden eines Levels ein paar Ruckler, was ich bei einem Action-JRPG verschmerzen kann (das ist ja kein Shooter). Die Kämpfe kamen nahezu ohne Ruckler aus (ich habe während der gesamten Spieldauer nichts Störendes festgestellt). Man braucht für Tales of Arise also noch keine PlayStation 5.

Im Vergleich gefällt mir Ys VIII: Lacromisa of Dana noch einen Ticken besser, weil sich die Story in Ys organischer entwickelt. Aber insgesamt ist Tales of Arise ein Fest für jeden JRPG-Fan. Unbedingte Kaufempfehlung.

P.S.: In mehreren Tests des Spiels wurde angesprochen, dass Bandai/Namco mit dieser »Game Engine« und der Art der Tales-Spiele eine sanfte Korrektur vorgenommen hat. Für mich ist das vollkommen gelungen und ich freue mich schon auf die folgenden Spiele der Serie.
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17.11.2021, 13:11

Inzwischen habe ich weitere Spiele von meinem »Stapel der Schande« weggespielt. Ich wollte einfach die Zeit bis zum Erscheinen von Shin Megami Tensai V [Switch] nutzen, um die ein bischen weiter reinen Tisch zu machen.


Vallay [PS4]
Fertig
Ich bin über meinen Lieblings-YouTube »Gerugon« darauf gestoßen (den ich hier schon mehrfach erwähnt habe). Kurz gesagt ist Vallyey ein kleines aber feines ... hm, ja, man kann das eigentlich sagen ... 3D-Jump-n'-Run mit realistischer Grafik und einer etwas abgefahrenen Story über ein militärisches Experiment und die Erschaffung von Leben. Tja, genauer kann ich das gar nicht spezifizieren. Im Spiel findet man zu Beginn eine Gyro-Anzug, mit dem man plötzlich extrem schnell laufen und weit springen kann und mit dem man außerdem toten Gegenständen - abgestorbenen Bäumen oder toten Tieren - wieder Leben einhauchen kann. Man rennt und springt also durch die durchaus hübsch uns abwechslungsreich gestaltete Landschaft, was spielerisch keine große Herausforderung darstellt, sollte man jemals ein 3D-Jump-n-Run gespielt haben. Dementsprechend kurz ist Vally auch; ich habe gerade einmal knapp 10 Stunden für den Durchgang benötigt. Zwischendurch erforscht man alte Militärbasen und deren Labore, wobei es immer wieder spannend war, dort erst einmal hinein zu gelangen.

Von der Anmutung des Spiels - also das »Gefühl«, dass ich bei dem Spiel entwickelt habe, nicht jedoch das Spielprinzip - hat mich Valley an The Talos Principle erinnert. Ich liebe solche Spiele, in denen Indie-Entwickler einfach mal frei nach Schnauze ein Spielprinzip basteln und das dann verfolgen. Mir hat's sehr viel Spaß gebracht, zumal das Spiel durchaus öfters mal günstiger zu haben ist.


Chernobylite [PS4]
unterbrochen
Ein Spiel im Stalker/Metro-Stil, mit SF/Horror-Einwürfen, einer wunderhübschen realistischen Grafik - so man denn auf verfallene Ruinen steht, ich steh' drauf - und auch noch mit zarten Aufbau-Strategie-Anleihen? Ja, sofort her damit! Gesagt, getan, bestellt.

Ich hab's dann irgend wann doch nicht mehr weiter gespielt ... weil nach dem 10. Absturz - einer sogar mit Verlust des Spielstandes - war es mir dann irgendwann doch zu doof. Aber - ganz dickes ABER - das Spiel hat so dermaßen viel Laune gebracht, es war unglaublich. Ich LIEBE es, durch die Landschaft zu streifen, mit dem Geigerzähler im Anschlag radioaktiven Zonen auszuweichen und jede Menge nützlicher Gegenstände einzusammeln (siehe 7 Days To Die). Dann noch Gegner ausschalten, die Basis ausbauen, wie in einem RPG den Charakter weiter zu entwickeln ... und, und, und. Deswegen haben mich die Abstürze erst auch einmal gar nicht so gestört ... und das obwohl mich Abstürze auf einer Konsole zur ungebremsten Weißglut treiben. Hier war das nicht so. Ich habe den Patch v1.08 gespielt ... aber jetzt ist erst einmal Schluss. Immerhin habe ich echt - ungelogen! - 20 Stunden durchgehalten. Ich hoffe, es kommt noch ein weiterer Patch, dann geht es sofort weiter.

Ich kann das Spiel in der Momentanen Version ( 1.08 ) niemandem guten Gewissens empfehlen. Aber sollten die das mal fehlerfrei hinbekommen ... boa!


Ys: Memories of Celceta [PS4]
Das wird im Moment gespielt. Da bin ich jetzt auch schon wieder knapp 20 Stunden dabei. Gefühlt stehe ich auch hier wieder kurz vor dem Ende. Ich werde berichten.
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20.11.2021, 19:17

Mystic Quest

Habe dieses Kleinod nun zum ersten mal auf der Switch über die Mana-Collection nachgeholt und es gefällt mit trotz der spielerischen und erzählerischen Beschränkungen richtig gut. Sonderlich viel spielerischen Tiefgang darf man nun nicht erwarten, aber dennoch macht es mir eine Menge Spaß. Aufgrund der ergonomischen Unzulänglichkeiten der Switch Lite musste ich auf einen Dualhand-Adapter warten um das Spiel weiterspielen zu können. Hätte ich das Spiel seinerzeit zum Release auf dem Gameboy gespielt, wäre das sicherlich einer meiner Evergreens geworden.


Cyberpunk 2077

Nach rund 25 Stunden muss ich nun erst einmal die Handbremse ziehen. Die Hauptstory an sich gefällt mir ganz gut und vom Gameplay her fühlt es sich auch recht gut an, dennoch ist das Spiel im Vergleich zu Witcher 3 ein deutlicher Rückschritt im Portfolio von CD Project Red. Die Welt fühlt sich einfach merkwürdig künstlich an, Nebenmissionen sind häufig langweilig und uninspiriert gestaltet. Das oftmals zitierte "polishing" fehlt an allen Ecken und Enden - hier spiele ich die PS4-Version in 1.31 auf einer PS5. Auch die permanente vulgäre Sprache sämtlicher Protagonisten ist irgendwann einfach nur noch nervig. Fällt bei mir derzeit einfach aus demselben Grund durch wie seinerzeit schon GTA V...die Protagonisten sind einfach ätzend. Dennoch werde ich bei Gelegenheit weiterspielen...ich möchte schon wissen wie die Geschichte ausgeht ;)


Tormented Souks

Classic Survival-Horror as it´s best...beschreibt es wohl ganz gut. Ich spiele die PS5-Version, aber die PS4-Fassung wird sich sicherlich nicht großartig unterscheiden. Wer die ersten Resident Evil-Spiele mochte, wird mit Tormented Souls seine Freude haben - alles etwas clunky, sowohl vom Gameplay als auch der Inszenierung her und man merkt, wer hier an jeder Ecke Pate gestanden hat. Spielstand speichern überall - Fehlanzeige, man benötigt begrenzte Tonbänder und muss die entsprechenden Speicherorte aufsuchen. Munition ist ebenfalls nicht im Überfluss vorhanden und die Vertonung erinnert stellenweise ebenfalls stark an Capcoms erste Gehversuche. Dennoch macht das Spiel, sofern man Fan des Genres ist, eine Menge Spaß. Viele kleine Rätsel, wenig Munition, eine schaurig schöne Atmosphäre....großartig - und das ganze gibt es zum Schnäppchenpreis.

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05.12.2021, 12:47

Ys: Memories of Celceta

Fertig
Sodele, wieder ein Spiel von der Liste weg. Dieses Jahr bin ich echt gut darin, meinen »Pile of Shame« wegzuspielen (wobei allerdings auch wieder einige neue Spiele hinzu gekommen sind).

Für dieses hier habe ich knapp 31 Stunden benötigt. Memories of Celceta ist ursprünglich ein PSVita-Spiel, weswegen es vermutlich nicht gar so lange geht. Auch bei der Grafik muss man natürlich Abstriche machen, und im Vergleich zu heutigen Spielen sogar ziemlich heftige (und im Vergleich zum aktuelle Tales of Arise sogar echt richtig heftig). Was mich null gestört hat; ich spiele Spiele ja nicht wegen der Grafik. Also: Schon auch, aber eben nicht ausschließlich. Ich LIEBE diesen etwas vereinfachten 3D-Grafikstil, der mich ein wenig an die gute alte erste PlayStation erinnert. Gut, OK, so einfach, wie auf der PS1 ist die Grafik dann zwar doch nicht. Aber es ist schon doch alles ein wenig simpel.

Spielerisch betritt Celceta für die Ys-Serie kein Neuland. Alles, was man verfeinert aus Ys VIII und Ys IX kennt, findet sich auch hier schon wieder. Sehr sehr schönes Spiel, dass man sich nicht nur aus Nostalgie-Gründen geben kann.

Nebenbei bemerkt habe ich jetzt alle auf der PS4 verfügbaren Ys-Spiele gespielt:

-- Ys Origins
-- Ys: Memories of Celceta
-- Ys VIII
-- Ys IX

Ys VIII bleibt bisher unter den Action-JRPGs (also nicht rundenbasiert) mein Favorit. Dark Souls würde ich nicht unbedingt zu den JRPGs dazu zählen, auch wenn es in Japan entwickelt wurde, sonst käme das auch noch dazu.

Leider ist erst einmal kein weiteres Ys-Spiel in Sicht; es ist noch nicht einmal ein neuer Teil in der Entwicklung. Ich habe mir deswegen für den PC bei GoG die Teile 1 & 2 gekauft, die ich jetzt demnächst mal angehen werde. Außerdem hat Falcom noch die wunderbare und von allen gelobte Serie Trails of Cold Steel in Petto, von der es bislang vier Teile gibt (hier dann rundenbasierte Kämpfe).
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18.01.2022, 19:59

Arx Fatalis (inkl. Mod Arx Libertatis), GOG

2002 erschien dieses Rollenspiel, von dem ich zuvor nie etwas gehört oder gelesen habe. Das Sonderangebot vor Weihnachten war von GOG gut platziert und lockte mit einem sehr günstigen Preis. Vollends verführt wurde ich, weil die Rezensenten die fehlende musikalische Untermalung im Spiel und das Setting bemängelten.

Statt Musik gibt es atmosphärische Untermalung, Gänsehaut bringende Geräusche und hier und da Foltergeschrei. Zudem spielt das gesamte Spiel unter der Erde. Das heißt nicht, dass es nur langweilige Höhlen gibt. Die Unterwelt ist vielseitig genug, um dranzubleiben, nicht nur wegen der unterirdischen Festungen. Das, was da kritisiert wurde, hat mich erst recht interessiert.

Es wird auch erklärt, warum sich die Bewohner unter die Erde verkrochen haben. Nur soweit: Ich fand das wirklich nachvollziehbar. In den unterirdischen Bauten, deren Errichtung eine freundschaftliche Zusammenarbeit vieler Rassen war, brodelt es gewaltig und unser Held, der sich nicht an seinen Namen und Auftrag erinnern kann, ist da natürlich der Auserwählte. Ja, das kennt man schon und ist das Einzige, was an dem Spiel nicht innovativ ist.

Was innovativ ist: Die Zaubersprüche werden tatsächlich mit der Maus in der Luft gezeichnet, also mit der Hand Bewegungen für einen Zauber erwirkt. Welche Bewegungen auszuführen sind, steht im Zauberbuch, welches sich mit jeder gefundenen oder zugekauften Rune füllt. Kräftige Zauber erfordern dabei mitunter mehr als zwei komplexere Bewegungen. Das ist natürlich weniger spaßig inmitten eines Kampfes. Daher gibt es die Möglichkeit drei Zauber vorzubereiten, die dann mit der entsprechenden Taste ausgelöst werden. Und da die drei Slots gegen einen mächtigen Gegner nicht reichen, entsteht hier ein gewisser Nervenkitzel. Meine Strategie: Gekonntes Wegrennen und schnell Zauber fuchteln, bevor mich die Verfolger einholen.

Ich habe das Spiel quasi sofort nach dem Kauf gestartet und koste jedes bisschen Zeit mit dem Spiel aus. Ungefähr bei einem Drittel angelangt, bin ich noch nicht in den tieferen Regionen, es gibt 8 "Etagen", vorgestoßen. Um die Atmosphäre ein wenig zu optimieren, schalte ich im Keller abends auf das dunklere blaue Licht meiner LED-Lampen um. Das garantiert auch bei bereits erforschten Gebieten immer noch für Gänsehaut.

Grafisch ist das Spiel erstaunlich "gut gealtert". Natürlich sind die Texturen verschwommen, aber bei weitem nicht so schlimm, wie ich das von Spielen für die Nintendo64-Konsole kenne. Die altersbedingt niedrige Polygon-Zahl ist hoch genug, um Augenkrebs vorzubeugen. Die Synchronsprecher sind zwar keine Wucht, aber trotzdem besser als viele Games der späteren Jahre.

Vor einem ernsthaften Erkunden unter Tages ist die Installation des Mods "Arx Libertatis" notwendig. Denn ohne diesen "Patch" wird das Zaubern zur reinen Geduldsprobe. Irgendwie kommt das ungemoddete Spiel mit der Auflösung beziehungsweise dem von 4:3 abweichenden Bildseitenverhältnis nicht klar.

Es gibt noch einen HD-Patch, der aus meiner Sicht eine Mogelpackung ist. Es tauscht die unscharfen Texturen durch schärferes Pixelrauschen aus. Wirklich mehr Details erhält man dadurch demnach nicht. Es ist vielmehr so, dass die Ladezeiten durch die größeren Texturen deutlich länger ausfallen. Für mich überwiegt dieser Nachteil.

Zusammengefasst kann ich ruhigen Gewissens behaupten, dass ich nach Witcher 3 einen ebenbürtigen Genrevertreter gefunden habe.

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06.03.2022, 15:09

Mortal Shell [PS4]

Mich hat im Moment dieser fast lupenreine Dark-Souls-Klon im Griff. Am Anfang musste ich mich ein wenig hinein fummeln, weil die Steuerung, bedingt durch ein leicht unterschiedliches Kampfprinzip, dann doch eben ein wenig anders ist. Aber dann, so nach ca. drei bis vier Stunden ... boa, ich LIEBE das Spiel. Ich bin jetzt bei ca. 18 Stunden und das ist einfach echt obergeil.

Interessanterweise habe ich den gesamten Februar absolut nichts gespielt. Nicht einmal in meinem Urlaub. Ich habe im Moment »lesen« wieder für mich entdeckt (vor allem SF und Phantastik, aber ich Klassiker wie zum Beispiel Remarque und Hemingway). Das bringt im Moment mehr Spaß.

Am Freitag habe ich mich dann wieder an den Spielstand vom Januar heran getraut ... und war nach ca. 15 Minuten wieder drin. Sehr sehr geil! :)
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