Du bist nicht angemeldet.

henrikf

Pixelor-Team

Beiträge: 6 817

Wohnort: Bad Aibling / Bayern

Beruf: Software-Entwickler

  • Private Nachricht senden

3 625

10.09.2021, 20:58

Tales of Arise [PS4]

Ersteindruck der ersten knapp 5 Stunden im Spiel:

-- Grafik phantastisch,
---- sehr detailliert, keine Spur mehr vom bunten Anime-Stil früherer Spiele
---- es gibt einen fließenden Tag/Nacht-Zyklus
---- die (normale) PS4 kommt sehr gut damit klar
---- leider ist die Umgebung meistens Fassade
---- sie sieht toll aus, hat aber ansonsten kaum eine Funktion

-- Story sehr düster
---- aber auch sehr interessant
---- es scheint eine gehörige Portion »Science Fiction« im Spiel eingebaut zu sein

-- die erste Stunde ist leider »betreutes Spielen«
---- in dieser Zeit darf man nicht sehr viel selber machen

-- die Karte macht leider auch den Eindruck von »Quests abklappern«

-- man kann - ähnlich wie bei Final Fantasy XV - Essen zubereiten
---- persönliche Notiz: ich LIEBE so etwas! :)

-- Animationen und die englischen Sprecher sind grandios
---- es gibt auch eine japanische Sprachausgabe, die habe ich mir aber nicht angehört

-- die Kämpfe sind weiterhin ein kunterbuntes Durcheinander
---- das ist typisch für Tales-Spiele
---- aber hier scheint es mir aufgeräumter zu sein
---- ich kam nach kurzer Zeit hervorragend damit klar
---- das war bei anderen Tales-Spielen erst nach mehreren Stunden der Fall

Erstfazit: Toll. Nicht grandios aber doch toll. Bisher erfindet Arise das Action-JRPG nicht neu, es bleibt auch seinen Wurzeln treu (zum Glück), es bringt aber vor allem Laune.
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
Homepage: http://www.island2live.com/ deviantART: http://island2live.deviantart.com/
Spielt gerade: Yonder: The Cloud Catcher Chronicles

henrikf

Pixelor-Team

Beiträge: 6 817

Wohnort: Bad Aibling / Bayern

Beruf: Software-Entwickler

  • Private Nachricht senden

3 626

27.09.2021, 17:34

Tales of Arise [PS4]

Mein Eindruck nach ca. 20 Spielstunden:


Die Grafik ist bombastisch
Immer in Erinnerung behalten: Ich spiele es auf einer normalen PS4, also nicht Pro oder PS5. Die Grafik ist der Hammer. Ich bin jetzt in einem Palast zu Besuch gewesen, und ich hatte das erste mal in meiner Spiele-Geschichte den Eindruck, dass das hier wirklich ein Palast ist. So viel Glitzer und Funkel bei gleichzeitig großer Weitsicht ... es war eine Wonne. Das hat schon fast in den Augen weh getan, so überladen war das hier mit Grafik. Eben genau so, wie man sich einen königlichen - hier »fürstlichen« - Palast eben vorstellt.

Das ganze hat natürlich eine Gegenseite: Denn man sieht oftmals PopUps von Gegenständen in der Entfernung und es gibt auch immer mal wieder SlowDowns.

Ich sage dazu: Geschenkt! Bei einem Shooter würde es mich nerven ... nicht aber bei einem JRPG.


Die Animationen sind noch bombastischer
Das habe ich so auch noch nirgendwo gesehen, dass die Animationen mit dermaßen viel liebe zum Detail durchgeführt wurden. Gerade wenn sich die Charaktere unterhalten - was bei den Tales-Spielen fast schon ein Serien-Stilmittel ist - kommt das so dermaßen zum tragen. Man merkt regelrecht, wie ein Charakter verlegen wird oder auf eine Frage nicht so recht antworten will, nur weil sich die Augen ein klitze kleines bischen weg drehen oder der Kopf sich einen Tick neigt. Hinzu kommt eine wundervolle englische Synchro. Ganz großartiges Kino. Wir sind eigentlich schon bei einem gespielten Anime.


Charaktere und Story
Bisher waren die Tales-Spiele für mich immer ein wenig ... naja ... eben Anime und deswegen nicht so ganz ernst zu nehmen (Anmerkung: Tales of Berseria habe ich noch nicht gespielt, wird aber nachgeholt). Tales of Vesperia erzählt zwar eine durchaus ernste Story, das wird aber konterkariert durch eben die manchmal doch recht kindlich agierenden Protagonisten (auch wenn ich alle aus Versperia einfach liebe).

Das ist hier anders: Hier geht’s um Sklaverei und Unterdrückung, eine höchst ernsthafte Protagonistin, die keiner anfassen kann, weil dann eine Art Stromschlag bekommt und ein ebenso ernster Protagonist mit einer Eisenmaske auf dem Gesicht, der keinen Schmerz verspürt und sie deswegen doch mal berühren kann. Sie kann ein Feuerschwert beschwören, welches jeden Träger gnadenlos verbrennt, was er dann aber wieder führen kann, eben weil er nichts fühlt. Und die ersten beiden zu befreienden »Reiche« haben mir schon ein wenig auf's Gemüt geschlagen.

Ja, das hier ist ernst.


Schwierigkeitsgrad
Da sind wir bei einem Thema, das mir bisher etwas auf der Leber liegt: Denn das Spiel ist echt einfach. Ja, klar, ich habe zwar bei einem Boss einmal drei Anläufe benötigt ... aber, ganz im Ernst: So wild ist das alles nicht. Es könnte ruhig knackiger sein (ich spiele auf »normal«). Es ist aber auch nicht so, dass ich mich unterfordert fühle.


Alles in allem bisher ein ganz ganz großartiges Spiel. Ys VIII und Ys IX haben mir (bisher) zwar besser gefallen ... aber insgesamt ist Tales of Arise einfach nur großartig. Das Warten hat sich echt gelohnt ... auch für die Noch-Besitzer einer normalen PS4. Ich werde weiter berichten.
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
Homepage: http://www.island2live.com/ deviantART: http://island2live.deviantart.com/
Spielt gerade: Yonder: The Cloud Catcher Chronicles

henrikf

Pixelor-Team

Beiträge: 6 817

Wohnort: Bad Aibling / Bayern

Beruf: Software-Entwickler

  • Private Nachricht senden

3 627

09.10.2021, 19:56

Tales of Arise [PS4]

Fast 40 Stunden auf dem Tacho.

Die Story wird langsam richtig obergeil. Sehr viele unerwartete Wendungen, die aber trotzdem noch einigermaßen geerdet bleiben (hallo Final Fantasy).

Dazu trägt auch bei, dass die Dialoge irgendwie immer besser werden. Die Charaktere sprechen auch, während sie so durch die Landschaft marschieren, immer mal wieder in kleinen Dialogszenen miteinander. Wenn man sich die Mühe macht diesen zu folgen, erlebt man da so manches Dialog-Kleinod.

Die Kämpfe sind immer noch nicht sonderlich schwierig.

Lediglich die Endgegner ziehen vom Schwierigkeitsgrad etwas an.

Die »Dungeons« - wenn man die Landschaftsabschnitte so nennen mag - sind weiterhin WUN-DER-HÜBSCH ... aber von der Struktur her recht generisch. Ja, es bringt Spaß diese abzuklappern. Aber da wäre mehr drin gewesen (siehe Ys VIII/IX).

Aufleveln ist nicht so richtig, weil das Spiel für jeden erreichten Level der Gruppe die zu erringende Anzahl an Erfahrungspunkten in einem Kampf nach unten korrigiert.

Aufleveln kann man allerdings JEDEN EINZELNEN »Artes«-Angriff. Je öfters man diese anwendet, desto stärker werden diese (in 5 Stufen). Und jeder Charakter hat davon echt eine MENGE zur Verfügung.

Man kann Essen kochen - seit Final Fantsy XV wohl ein Muss in JRPGs - welches für ein paar Minuten verschiedene Buffs erzeugt (eigentlich genau wie in Final Fantsy XV).

Und man kann »Amulette« aus verschiedenen Materialien herstellen und diese mit den Materialien auch aufleveln, um Debuffs auf Angriffe zu erhalten.

Und dann gibt es für jeden Charakter noch einen Fähigkeitsbaum ... ja da kann man sich auch ein wenig verlieren.

Es gibt echt genug zu tun. Aber es ist nicht überladen. Klar muss man sich mit den verschiedenen Spiele-Mechaniken beschäftigen, aber man hat irgendwie alles gerade noch im Überblick.

Insgesamt bin ich sehr begeistert.
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
Homepage: http://www.island2live.com/ deviantART: http://island2live.deviantart.com/
Spielt gerade: Yonder: The Cloud Catcher Chronicles

3 628

11.10.2021, 16:53

@The Last Guardian: Stimmt schon, dass Spiel hat allerlei Ecken und Kanten, Macken und Unzulänglichkeiten. Dennoch hat es sich für mich, typisch für das Entwicklerstudio, angenehm vom Einheitsbrei abgehoben welcher einem zu 95% serviert wird. So etwas bekommt man ja leider nur recht selten angeboten, und im Triple-A Bereich schon mal gar nicht.
Ist für mich aber auch ein Spiel gewesen, welches ich nur ein einziges mal angegangen bin, hat dann aber auch gereicht ;)

Zur Zeit sind neben dir 2 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

2 Besucher