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henrikf

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1

09.07.2014, 14:26

Die Sony-PSN/PlayStation Store-Verarsche

Ihr werdet die folgende Story lieben, denn genau so ist mir das gerade eben vor ca. einer Stunde passiert. Also:

Nach ewigen Zeiten wollte ich mal wieder etwas im »PlayStation Store« für meine PS3 kaufen. Und zwar:
  • R-Type Dimensions (EUR 5,19)
  • Raiden IV: OverKill (EUR 19,99)

»R-Type« ist ein Re-Make der Teile 1 und 2 mit bei Bedarf angepasster Grafik, wobei der Spielablauf wohl unangetastet sein soll. Für rund fünf Euro hätte mich das mal interessiert. Das »Raiden IV« ist dagegen sogar richtig teuer ... aber im Moment hätte ich das auch mal gerne. Kosten dieses Einkaufs: ca. EUR 25,00. Also eigentlich nicht »mal eben so« Geld (jedenfalls nicht für mich).

Kleine Zwischenbemerkung: Ich verwende immer recht komplizierte Paßwörter nach dem Zufallsprinzip, die dann natürlich recht kompliziert mit dem PS3-Controller einzugeben sind. Da habe ich mich vertippt, das sogar zweimal, und wollte ein neues Paßwort anfordern (was auch über die PS3 geht). Die entsprechende E-Mail ist bis jetzt bei mir nicht angekommen.

Das hat schon einmal ein wenig genervt.

Bisher habe ich im »PlayStation Store« immer mit meiner Kreditkarte bezahlt. Da ich gerade die Kreditkarte wechsle, habe ich im Moment aber keine Karte. Macht ja nix, es gibt ja auch noch PayPal, sofortÜberweisung und wie sie nicht alle heißen. Nur wo stellt man das ein? Auf der PS3 im »Konto« schon einmal nicht. Dort kann man nur eine Kreditkarte einstellen.

Auch das nervt jetzt ein wenig.

Na gut, als setze ich mich an den PC und logge mich bei playstation.com ein (das wird noch wichtig). Wunderbar: Ich werde, grafisch durchaus ansprechend, mit »alles wird schön und gut mit PS4« überschüttet. Ich sehe meine aktuellen Trophäen, was ich als letztes gespielt habe ... nur meine Konto-Details, die sehe ich erst einmal nicht. Ah, doch, wenn man mit der Maus über den eigenen PSN-Namen fährt, klappt ein Menü auf und oben rechts gibt es dann »Kontoeinstellungen«.

Und dort kann ich dann detailliert eingeben, was ich alles so mag, welche Geräte ich besitze, wie viele Kinder ich habe ... nur keine - und ich meine keine - Einstellmöglichkeiten für etwaige Bezahlmethoden im PlayStation Store. Selbst die Suchfunktion im Store gibt null komma nix preis.

Geht’s noch? Jetzt fängt es an deutlich mehr zu nerven.

Also Google bemüht. Und siehe da: Man muss sich nicht bei playstation.com einloggen, sondern bei account.sonyentertainmentnetwork.com. Kein Link auf die Seite, kein Hinweis, nix, man weiß nicht, das man das tun soll. Erst per Google habe ich eine Seite gefunden, in der erklärt wird, wie man per PayPal das Konto auflädt. Pikanterweise wird diese Seite auf playstation.com gehostet.

Tief durchatmen ... ja es nervt!

Also eingeloggt. Und siehe da, hier kann man sein Konto tatsächlich aufladen und zwar mit verschiedenen Methoden.

Jetzt kommt's (brav weiter lesen bitte): Man kann das Konto nur mit festen Beträgen aufladen, also zum Beispiel 5, 10, 20 Euro und so weiter. Da die Preise im PlayStation Store aber alle krumme Beträge sind, verbleibt immer ein kleiner Restbetrag bei Sony. Wenn man also nicht konstant immer und immer wieder Spiele im PlayStation Store kauft, kommt Sony in das Vergnügen, diesen Restbetrag für sich selber verwenden zu können. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Das ist verkappter Diebstahl.

Jetzt nervt es RICHTIG!

Noch mal kurz zur Erinnerung: Ich hatte also vor, mal eben (!) einen viertel Hunderter bei Sony zu lassen. Nicht nur, dass ich durch dieses kunterbunte Verdummungs-System von denen von wichtigen Informationen abgehalten werde. Nein, wenn ich mir also die Mühe gegeben habe, trotz deren Unfähigkeit etwas kaufen zu können, dann muss ich auch noch feststellen, dass die mich zusätzlich um mein Geld bringen wollen.

Aber wir sind noch nicht am Ende: Ich habe nämlich in Erinnerung, dass man Spiele auch auf der Website kaufen kann. So wie es Apple und Google mit ihren jeweiligen AppStores seit Jahrmillionen vormachen. Gut, dazu muss man offenbar die E-Mail-Adresse verifizieren, damit der Account bei playstation.com mit dem bei sonyentertainmentnetwork.com verbunden wird. Nichts genaues weiß man nicht, siehe Informationspolitik von Sony weiter oben, ich nehme das nur an und mache das mal. Schön, ich bekomme eine E-Mail (hier geht das) und muss auf einen Link klicken. Kennt man auch seit Jahrmillionen.

Nur was sehe ich dann auf dem Bildschirm:

Ihre Anfrage konnte nicht abgeschlossen werden. Wir bitten um Ihr Verständnis. Bitte versuchen Sie es später erneut.

gefolgt von der Eingabemaske mit meinem Usernamen und Passwort. Tatsächlich, ich bin wieder ausgeloggt. Und glaubt bloß nicht, dass meine E-Mail jetzt »verifiziert« wäre, wenn ich mich jetzt einlogge. Nein, ich darf den Vorgang erneut starten. Und wieder geht es nicht.

Nerv? Ja, doch, schon ...

Also wieder Google. Ja, tatsächlich, man kann Spiele online kaufen. Aber dazu muss man nicht in account.sonyentertainmentnetwork.com sondern in store.sonyentertainmentnetwork.com. Und ratet mal, wer sich hier noch einmal erneut einloggen darf, obwohl er mit den selben Zugangsdaten bereits bei playstation.com und bei account.sonyentertainmentnetwork.com angemeldet ist? Ja, genau. Der, der sich gerade ein klitze kleines bischen veräppelt vorkommt. Aber nur ein bischen.

Nun denn: »R-Type Dimensions« in den Warenkorb gelegt, »Raiden IV: OverKill« in den Warenkorb gelegt, Warenkorb ansehen, weiter zur Kasse ... äh ... weiter zur Kasse? Nein, ein transparenter Block versperrt den Klick auf die Taste. Ich kann meinen Einkauf nicht abschließen. Ich muss dazu sagen, dass ich aus verschiedenen beruflichen Gründen noch den »FireFox 16« verwende. Die Website von Sony scheint da nicht kompatibel zu sein. Auch hier wäre ein Hinweis nett gewesen, dass mein Browser zu alt wäre.

Mit einem uralten »Google Chrome« geht es dann. Und dann, es nimmt kein Ende: Ich muss mein Guthaben auch hier aufladen! In einem Internet-Shop! An dieser Stelle ist mir schon alles egal. Auch der Umstand, dass die Taste »Guthaben aufladen« nicht zur Seite »Guthaben aufladen« führt (PayPal und so), sondern mich zur Eingabe meiner Kreditkarten-Informationen auffordert. Genau das, was ich ganz zu Beginn der Aktion nicht tun wollte.

Sony hat hier ein Paradebeispiel eines undurchsichtigen, an allen Ecken und Enden fehlerbehafteten und dazu noch teuren Systems. Der Laden, Sony, ist vermutlich so riesig geworden, dass die linke Hand schon nicht mehr weiß, was genau diese linke Hand vor einer Sekunden getan hat. Mich wundert, das überhaupt noch Leute im PlayStation Store einkaufen, so unglaublich kompliziert, wie das ist.

Wisst ihr, was ich jetzt mache? Ich fahre in den nächsten Media-Markt und hole mir die sechst Staffel von »True Blood« auf DVD. Die kostet sogar mehr als EUR 25. Sony bekommt mein Geld nicht. Garantiert.
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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2

09.07.2014, 14:50

Mhhh ... Ich habe mir vor 2-3 Monaten eine PS3 geholt und direkt PSN+ abonniert, um an ein paar nette Spiele zu kommen.
Da habe ich 15 Euro per PayPal auf mein Konto aufgeladen und 14,99 Euro für den Pass ausgegeben. Ein Cent verbleibt erstmal bei Sony.

Kann es sein, dass du deinen Account schon länger hast und nun irgendwie in mehreren Systemen rumeiern musst?
Mein brandneuer Account war direkt so konfiguriert, dass ich im Browser per PayPal aufladen und Spiele kaufen konnte.

henrikf

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3

09.07.2014, 15:08

R-Type Dimensions: EUR 5,19
Raiden IV: OverKill: EUR 19,99
Gesamt: EUR 25,18
minimal aufladen für Kauf: EUR 30,00
Verbleib bei Sony: EUR 4,82

Das ist für einen »mal eben so«-Kauf zu viel Geld, welches erst einmal bei Sony verbleibt. An dieses Geld komme ich nie wieder heran. Klar, ich kann mir noch mal Spiele kaufen. Aber wenn ich das nicht mehr will - weil evtl. »R-Type« und »Raiden IV« wider Erwarten so daneben sind, dass ich nie wieder etwas für die PS3 kaufen möchte - dann ist das Geld futsch.

Das ganze System von Sony ist darauf ausgelegt, den Kunden zusätzlich das Geld aus der Tasche zu ziehen. Vor allem sehe ich keinen einzigen Grund, warum nicht genau der Betrag des Warenkorbs abgezogen werden sollte. Bei Kreditkarten-Bezahlung geht das ja offenbar auch. Und so unwesentliche unternehmen wie Amazon, eBay und PayPal bekommen das ja auch hin. Dort muss ich nicht erst ein imaginäres Phantasie-Konto aufladen, um mit denen dann Geschäfte machen zu »dürfen«.

Und jetzt mal ganz im Ernst: Geht’s noch? Bis vor nicht allzu langer Zeit - gerade mal 20 Jahre - ist NIEMAND auf die Idee gekommen, dass ich erst einmal beim Metzger meines Vertrauens ein Konto anlegen und das um fixe Beträge auffüllen muss, um dann eine Scheibe Wurst zu kaufen. Oder beim Bäcker. Oder im Schreibwarenladen. Hallo?!? Unser Staat hat die technischen Voraussetzungen geschaffen, dass ich auch kleine Beträge zahlen kann. Deswegen gibt es den Eurocent (und vorher den Pfennig).

Ich glaube mal, dass ein hochbezahlter Wirtschafts-Fuzzi bei Sony dem Vorstand einfach vorgerechnet hat, dass im Schnitt so und so viel Geld zusätzlich auf dem Konto von Sony verbleibt. Die haben natürlich yenförmige Pupillen bekommen und seitdem ist das so.
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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4

09.07.2014, 15:31

Mhhh ... Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass sich viele Leute Telefonkarten geholt haben, um am Fernsprecher ohne nerviges Kleingeld zu telefonieren.
Dann habe ich immer davon geschwafelt, dass ich die Motive sammel und mir eigentlich nur das Restguthaben ausbezahlen lassen vom Telekom-Shop. :P

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5

09.07.2014, 15:33

Ich komme langsam ein wenig in Rage: Ich habe nämlich gerade mal in den Nutzungsbedingungen von »Sony Entertainment Network« nachgelesen. Da steht unter Punkt 6 sehr deutlich, was es mit dem Guthaben auf sich hat:

Zitat


6. Hinzufügen von SEN-Guthaben und Geld
...
(vi) Sobald wir eine von Ihnen gestellte Anfrage zum Hinzufügen von SEN-Guthaben akzeptiert haben, kommt zwischen Ihnen und uns ein Vertrag auf Basis dieser Nutzungsbedingungen zustande. Dies gilt auch für Fälle, in denen wir Ihre hinterlegte Zahlungsmethode nutzen, um das Guthaben automatisch mit dem für den betreffenden Kauf erforderlichen Betrag aufzuladen (oder mit dem Mindestbetrag zum Aufstocken, sofern höher).
...
(ix) Sie besitzen keinen Anspruch auf die Rückerstattung von Beträgen, die Ihrem SEN-Guthaben hinzugefügt wurden, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben.
(x) Sie müssen die Ihrem SEN-Guthaben hinzugefügten Beträge innerhalb von 24 Monaten verwenden.
(xi) SEN tritt nicht als Bank auf und das SEN-Guthaben stellt kein Bankkonto dar.
(xii) SEN-Guthaben besitzen keinen Wert außerhalb von SEN und können nicht in Bargeld eingelöst werden.
(xiii) SEN-Guthaben sind nicht Ihr persönliches Eigentum und können nicht auf andere übertragen werden.

Für mich heisst das: Geld kann man zwar auf das sogenannte »SEN-Guthaben« übertragen, aber man bekommt es niemals wieder zurück (ix), Sony kassiert es nach 24 Monaten ein (x), Sony ist auch keine Bank (xi) und eigentlich hat man sowieso für überhaupt nichts bezahlt (xii) und deswegen gehört einem auch nichts (xiii).

Ich bin kein Rechtsanwalt. Aber für mich sieht das nach einem Vertrag aus, der deutlich mehr Vorteile für Sony als für den Kunden hat. Mein gesundes menschliches Rechtsempfinden sagt mir auch, dass da so einige deutsche Rechte verletzt werden. Ich meine mich auch erinnern zu können, dass es da Gerichtsurteile in Sachen PrePaid-Handy-Karten gab, die völlig entgegen zu Punkt (xii) laufen.

Und das ist jetzt alles toll, oder?
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Alter Aeon: Estreega

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »henrikf« (09.07.2014, 16:25)


6

09.07.2014, 16:33

Tja, mit Steam wäre das nicht passiert. SCNR! :P


Und das ist jetzt alles toll, oder?


Keine Ahnung, hier hat noch nie jemand den PSN Store abgefeiert.
Hipster-Pisser!

7

09.07.2014, 22:16

Ein wirklich zufrieden stellendes Downloadsystem hat mir bisher leider noch keine Konsole geboten. Der PSN-Store klingt jetzt tatsächlich sehr undurchsichtig. Zumindest in dem Punkt war die XBOX360 überlegen. Aber auch da stellt sich mir immer die Frage, was denn ist wenn meine Festplatte altersbedingt mal abrauscht und Microsoft mittlerweile die Server abgestellt hat. Ist meine Downloadspielesammlung - für die ich ja immerhin bezahlt habe - dann einfach futsch ?

Das Downloadportal für die WII soll wohl noch undurchsichtiger sein, weil die Spiele da offenbar nichtmal an den Account gebunden sind. Wie ich das verstanden habe, besteht nichtmal mehr die Option sich die Sachen nochmal runter zu ziehen. Generell stehe ich Downloadspielen nicht ganz soo negativ gegenüber. Allerdings sehe ich da, grade bei Konsolen, noch ziemlichen Verbesserungsbedarf.
"...einer fällt auf den Boden und grunzt plötzlich nur noch wie ein Schwein..."

8

09.07.2014, 22:24

Ist meine Downloadspielesammlung - für die ich ja immerhin bezahlt habe - dann einfach futsch ?
Japp. Du erwirbst nur ein Nutzungsrecht. Sofern die Server abgestellt werden und deine Festplatte abraucht, war's das. Da der Großteil der Spieler mit einer neuen Generation umsteigt, stört das nur die Wenigsten.
Das Downloadportal für die WII soll wohl noch undurchsichtiger sein, weil die Spiele da offenbar nichtmal an den Account gebunden sind. Wie ich das verstanden habe, besteht nichtmal mehr die Option sich die Sachen nochmal runter zu ziehen. Generell stehe ich Downloadspielen nicht ganz soo negativ gegenüber. Allerdings sehe ich da, grade bei Konsolen, noch ziemlichen Verbesserungsbedarf.
Die Wii erstellt automatisch einen Account für eine Konsole. Solange du dein Exemplar besitzt, sind alle gekauften Spiele als Downloads verfügbar. Außerdem lassen sich die Daten auf eine WiiU übertragen.

Das Problem auf der Konsole ist einfach, dass die Mentalität der Spieler anders ist. Wenn wir jetzt noch damit anfangen, beschriftete USB-Sticks mit Download-Spielen zu bunkern, kann man auch direkt den komplizierten PC nutzen. ;) Konsolen sind dank Internet, Firmware-Updates, Spiele-Patches, Stores, Apps und den ganzen Gedöns mittlerweile nicht mehr viel einfacher.

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9

09.07.2014, 22:56


Und das ist jetzt alles toll, oder?
Keine Ahnung, hier hat noch nie jemand den PSN Store abgefeiert.

Ich gebe zu, dass der letzte Kommentar tatsächlich ein wenig deplatziert war. Ich bitte diesen zu entschuldigen. Hinter dem Rest meines Beitrags stehe ich allerdings.

Und Du hast Recht: Mit Steam wäre das tatsächlich nicht passiert. Auch nicht mit Gog.com, nicht mit »Google Play« und ... wo habe ich noch so gekauft? ... eigentlich in allen anderen Internet-Shops, in denen ich jemals Software gekauft habe.

Gibt es eigentlich von Sony irgend welche offiziellen Verkaufszahlen über Umsätze und Stückzahlen im »PlayStation Store«? Vielleicht machen die da ja kaum Umsatz, müssen das aber weiter betreiben, weil sie damit mit der PS3 angefangen haben und sich keine Blöße geben dürfen. Jedenfalls würden niedrige Verkaufszahlen erklären, warum sich Sony offenbar keine Mühe mit dem Store gibt. Anders kann ich mir nämlich nicht erklären, dass

a) der »PlayStation Store« auf der PS3 äußerst ruckelig und unreaktiv läuft
b) es zu einigen Spielen weder Bilder noch Videos gibt und aus den Beschreibungen absolut niemand schlau wird. Stattdessen darf man sich erst einmal einen ganzen Bildschirm über Copyright und so durchlesen.

So macht man einfach keinen Umsatz.

Oder vielleicht laufen die Leute denen die Bude ein und die müssen sich absolut keine Mühe mit dem Store geben. ;)

... Aber auch da stellt sich mir immer die Frage, was denn ist wenn meine Festplatte altersbedingt mal abrauscht und Microsoft mittlerweile die Server abgestellt hat. Ist meine Downloadspielesammlung - für die ich ja immerhin bezahlt habe - dann einfach futsch ? ...

Ich denk mal ja. Die PS3 bietet die Option eines kompletten Backups oder die Übertragung der Daten auf ein anderes System. Das nutzt aber gar nichts, wenn die Festplatte bereits tot ist.

Noch dazu sind die Festplatten bei der PS3 mit der Seriennummer der PS3 verschlüsselt. Bei mir gab es zum Beispiel den umgekehrten Fall: Meine dicke PS3 ist gestorben (YLOD) und ich habe mir eine neue gekauft. Dort die Festplatte der alten einbauen ging aber nicht, weil die neue PS3 diese nicht erkannt hat. Vielen Dank auch, Sony!

Über kurz oder lang sind die Spiele auf der PS3 ein für allemal weg. Hoffentlich erinnern wir uns an dieses Thema, wenn in ca. 6 bis 8 Jahren die PS5 auf den Markt kommt und dann genau das passiert.
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Alter Aeon: Estreega

10

10.07.2014, 00:02


Über kurz oder lang sind die Spiele auf der PS3 ein für allemal weg. Hoffentlich erinnern wir uns an dieses Thema, wenn in ca. 6 bis 8 Jahren die PS5 auf den Markt kommt und dann genau das passiert.


Das Hauptproblem an der Sache hat Sapirus schon angesprochen. Die meisten Spieler interessiert es nicht sonderlich wenn die Sachen weg sind, da sie bis dahin bereits mit den aktuelleren Konsolen Ersatz gefunden haben. Ich befürchte leider auch, dass Videospieler die eben etwas mehr als nur einen flüchtigen Zeitvertreib in ihren Spielen sehen, kaum vertreten sind.
Die meisten Zocker in unserer Generation betrachten Videospiele vermutlich nur noch als reinen Zeitvertreib, der sich nur unwesentlich vom Fernsehschauen unterscheidet. Und die jüngere Generation wird sich noch nicht sonderlich stark an ältere Spiele klammern, sondern sich in erster Linie an neuen Titeln und Systemen erfreuen. Ehrlich gesagt war dies bei uns wahrscheinlich auch nicht anders. Ich hatte damals auch wenig Probleme meine NES-Sammlung zu verkaufen um mir mit dem Geld den neuen Super Nintendo zu kaufen. Um 1-2 Spiele tat es mir schon ein wenig leid, aber generell waren da einfach 16-Bitter angesagt. Wirklich wieder schätzen gelernt, habe ich die alten Spielen erst knapp 10 - 15 Jahre später. Erst zu dem Punkt habe ich mich geärgert meine Sammlung damals verkauft zu haben um mir eben neue Spiele und Konsolen leisten zu können.
Und ich denke der jetzigen Generation wird da nicht anders sein. Wir haben allerdings den Vorteil, dass "unsere" Spiele heute noch auf Datenträgern vorhanden sind. Wenn die heutigen Jungspieler irgendwann ihre Spiele aus der Jugend wieder haben wollen, dann werden die ein ziemliches Problem bekommen. Aber ebenso wie unsere Generation kein Problem hatte ihre "alten" Spiele zu opfern um sich neue Geräte zu kaufen, so hat die jetzige Generation vermutlich die selbe Einstellung dazu.
"...einer fällt auf den Boden und grunzt plötzlich nur noch wie ein Schwein..."

11

10.07.2014, 06:41

Prinzipiell stecken alle drei Konsolenhersteller was das Thema Downloadplattform anbelangt noch in der Steinzeit...zumindest verglichen mit Steam (auch wenn hier ebenfalls noch erheblicher Verbesserungsbedarf vorhanden ist). Sei es nun das völlig geschlossene Ökosystem, eine Preisgestaltung bei der man nur noch den Kopf schütteln kann oder anderweitig fehlende Features wie fehlendes Crossbuy etc. Unterschiede gibt es zwar auch hier (wobei Nintendo, typisch für ihren gesamten Online-Auftritt, mal wieder den schlechtesten Job abliefert) aber besonders toll ist das alles nicht.

12

10.07.2014, 22:05

Sony ist nicht unbedingt für Kundenfreundlichkeit bekannt. Das Sony sich den Überschuss einstreicht ist natürlich ein Unding, da gibt es auch gar nix schön zu reden. Ich habe zwar wenig Erfahrungen mit dem PSN Store aber generell scheinen die Onlinefunktionen nicht wirklich gut umgesetzt zu sein.
Hipster-Pisser!