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30.11.2016, 00:11

Final Fantasy XV

Dienstag, 29.11.2016


Heute erschien also endlich Final Fantasy XV welches ich mir für meine PS4 bestellt habe. Das Hauptaugenmerkt lag tagsüber auf dem Download des Day-One-Patches von ca. 9,4 GiB, der interessanterweise schon in der Versionsnummer 1.02 vorliegt. Gut, verabschieden wir uns also mal wieder von dem Gedanken, dass Final Fantasy XV in 10 Jahren noch auf irgend einer Konsole läuft. Und wir freunden uns außerdem mit den Gedanken an, dass bei jedem Popel-Patch wiederum knapp 10 GiB durch meine ächzende 16-MB-DSL-Leitung in Richtung meiner PS4 fließen. Gut, gut (oder auch nicht).

Mit diesen Gedankengängen im Hinterkopf habe ich dann in das Spiel hinein geschnuppert.


Training
Genau genommen habe ich noch gar nichts von dem eigentlichen Spiel mitbekommen. Ein Rollenspiel spielen, bedeutet ja immer auch mehr oder minder eine komplette neue Steuerung erlernen und diese vor allem auch beherrschen. Bei Final Fantasy war das in der Vergangenheit sogar mehr »mehr« als »minder« der Fall. Also habe ich das »Tutorial« des Spiels nicht ausgeschlagen, sondern mich durch die ca. 30 Minuten geprügelt und so schon mal die Grundlagen des Kämpfens erlernt. Denn was wäre ein JRPG ohne Kämpfe?

Erste Überraschung: Die Kämpfe laufen wohl grundsätzlich in Echtzeit ab. Also so richtig mit »um den Gegner herumtänzeln«. Im Menü kann man zwar etwas von »Warten« einstellen, aber ich habe das in den Default-Einstellungen belassen. Zum einen bin ich durch viele Stunden mit Tales of Graces f [PS3] mental schon einigermaßen abgehärtet und zum anderen mit Dark Souls (1) [PS3] ... äh ... eigentlich auch.

Zweite Überraschung: Die Kamera. Die macht sich so gut wie nicht selbständig (da kann man auch was in den Menüs einstellen, aber auch das habe ich auf den Standard-Einstellungen belassen), weshalb man diese konstant mit dem rechten Analog-Stock nachführen muss. Und was soll ich sagen: Das funktioniert für mich perfekt. Vor allem - grooooßer Vorteil - macht die Kamera dadurch keine berüchtigten Hüpfer, so dass man im entscheidenden Moment doch wieder nichts sieht.

Die Kämpfe gehen irgendwie anders von der Hand. Ich kann es schlecht beschreiben. Zum Beispiel kann die eigene Spielfigur auf Knopfdruck ausweichen und in speziellen Situationen auch einen Gegenangriff nach dem Ausweichen starten. Ich habe dieses Element des Tutorials bewusst mehrfach gespielt, bis ich das kapiert habe. Und das ging erstaunlich schnell in Fleisch und Blut über. Optisch macht die Spielfigur eine blitzschnelle Bewegung - es verbleibt nur ein blauer Umriss an der vorherigen Position - und ist dadurch außer Reichweite. Wie gesagt muss man nichts machen, nur den Knopf drücken; die Spielfigur macht den Rest automatisch. Das fühlt sich schon mal saugut an.

Richtig supersaugut hat mir aber ein Kampf-Feature gefallen, welches ich so noch nicht kannte: Das »Warpen«. Man kann den Gegner anvisieren, aus der Entfernung blitzschnell dorthin teleportieren und ihn angreifen. Oder man visiert spezielle Punkte im Gelände an, zum Beispiel hoch oben an Säulen, und kann dann von dort angreifen. Fühlt sich auch nach kurzer Zeit saugut an. Muss man aber tatsächlich üben.

Naja, und dann gibt es eben Zauber. Es gibt Resistenzen der Gegner gegen Zauber und bestimmte Waffen usw. Das übliche eben. Aber es gibt auch Kombo-Angriffe, mit denen alle Zusammen auf einen Gegner losgehen. Mittels eines Fertigkeiten-Systems, ähnlich dem »Sphäro-Brett« aus Final Fantasy X, kann man weitere Kombo-Angriffe lernen. Mir schwant, dass das vermutlich noch echt wichtig wird.

Tja, und das war's! Vielleicht kommt im Spiel noch mehr hinzu. Aber es scheint, dass die überdimensional komplizierte Steuerung mit Attacken und Ausnahmen und Pi Pa Po aus Final Fantasy XIII der Vergangenheit angehört; Square Enix scheint gelernt zu haben. Dieses ist einigermaßen übersichtlich und es geht auch recht schnell von der Hand. Ich sehe schon Kämpfe kommen, wo man dieses Warp-Feature eben taktisch einsetzen muss. Mal sehen.

Von der Hauptfigur habe ich noch nichts erfahren. Außer dass er wohl der Prinz des Herrschenden Königs ist. Gut. Da Frisur, Kleidung und Gesichtsform ein wenig an den guten Jordan Underneath (YouTuber) erinnern, ist er mir erst einmal symphatisch. Auch über die Grafik kann ich noch nichts berichten: Die Arena sah ein wenig so aus, als würde hier gleich Lara Croft durch die Gegend artistiken. Aber bei einem sehr übersichtlichen Raum ohne augenscheinliches Interieur wäre ein Framedrop unter 60 fps auch mehr als peinlich.

Morgen geht es weiter. Aber auf jeden Fall scheint das schon mal nicht so ein Panik-Spiel zu werden, wie Final Fantasy XIII. Was schon mal sehr gut ist.
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03.12.2016, 02:15

Freitag, 02.12.2016

Geil, geil, geil, geil, geil, geil! So sehr habe ich selten bei einem Spiel gelacht und schon gar nicht bei einem Final Fantasy. Die drei Kumpels, die die Hauptfigur begleiten, sind - im Moment - einfach nur göttlich. Vom Einsteig ins Spiel ganz zu schweigen. Wirklich: Das war richtig komisch. Ganz großes Kino bisher. :thumbsup:

Ich schreibe nachher mal ein wenig ausführlicher, was ich so erlebt habe. Voll geil! ^^
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3

03.12.2016, 17:09

Freitag 02.12.2016


Los geht's
Das Spiel startet mit einem etwas merkwürdigen Vorspann. Es fühlt sich so an, als würde man hier wenig Minuten lang etwas sehen, was erst viel später im Spiel vorkommt. Also ist das eigentliche Spiel eine Art Prolog. Mehr erzähle ich mal nicht.

Jedenfalls wird der Held des Spiel, Prinz Noctis, zu seinem Vater, dem König von »Insomnia« gerufen (schöner Name übrigens). Er soll mit seinen drei Weggefährten zu seiner zukünftigen Braut aufmachen, die er eben heiraten soll. Es scheint so, als wäre Noctis damit nicht so ganz einverstanden. Überhaupt macht der den Eindruck, als wäre die Rolle des »Prinzen« eine, die ihm eigentlich so gar nicht liegt.

Er bekommt dafür von seinem Vater ein schickes Auto gestellt - ja, richtig gelesen, ein »Auto« - und das erste was passeirt ist, dass man - jetzt kommt's - das Auto durch die Wüste schieben muss. Warum? Weil die vier es übertrieben und den Renner kaputt gefahren haben. Ich habe so gelacht, als ich die Szene gespielt habe, weil sich die vier nun keuchend und ächzend gegenseitig Sprüche an den Kopf werfen. Das erinnert stark an eine Szene aus Final Fantasy VII, in der die Prozagonisten eine endlos lange Treppe hinauf laufen mussten und sich währenddessen unterhielten.

Der Trick ist hier, dass die vier offenbar echt richtige dicke Kumpels sind. Das bekommt man in den Dialogen mit. Da ist nämlich erstaunlich gut die schmale Kante zwischen »unglaubwürdig« und »übertrieben und unfreiwillig komisch« getroffen.

Überhaupt die Dialoge; sehr gelacht. Zum Beispiel vor einem Angriff auf eine Horde Monster:

Irgend einen Plan?
Machen wir sie fertig!
Sehr hilfreich!


:lol:

Oder nach dem Kampf schnippt einer der Kollegen in die Finger und meint:

Jetzt hab ich's!
Was?
Mir ist ein neues Rezept eingefallen!


Man bedenke: Die haben da gerade auf Leben und Tot gekämpft, und das inspiriert einen der vier, sich ein neues Kochrezept auszudenken. :lol:

Die anderen drei haben auch durchaus gut verteilte Charaktere: Gladiolus ist der breitschultrige Coole, Ignis der intellektuelle Nachdenker (und Koch) und Prompto der kindsköpfige Draufgänger. Jeder von denen hat auch noch Eigenschaften verpasst bekommen. So macht Prompto zum Beispiel die ganze Zeit Photos mit einer Kamera - übrigens auch während des Kampfes - die man sich dann während einer Rast ansehen und bei Bedarf im Archiv der PS4 speichern kann. Sehr geile Idee, die In-Game-World mit der Realität zu verbinden. Ignis ist wie gesagt der Koch unter den Vieren. Noctis kann fischen gehen ... ja, ja, die Japaner und ihre Angel-Manie; das findet man ja in vielen Spielen.

Ich habe noch nicht viel gespielt, deswegen kann ich nicht sagen, ob einem die drei Begleiter irgend wann mal auf den Geist gehen. Im Moment ist das nicht so. Ganz im Gegenteil hat man nach kurzer Zeit wirklich das Gefühl, von Dreien begleitet zu werden, die sich obendrein auch noch im Kalpmf ziemlich geschickt anstellen.

Tja, und dann gibt es noch die »Open World«. Das ist von dem Besuch in der Autowerkstatt an - wo das Spiel dann richtig los geht - tatsächlich richtig »Open World«, ohne dass man künstliche Beschränkungen auferlegt bekommt (also nicht so'n Schwachsinn wie »Sie verlassen das Zielgebiet« und anderer Krampf). Ich habe auch gleich einen Level-38-Drachen gefunden, bei dem mir die Kumpels aber wohlweißlich vom Kampf abgeraten haben. Aber: Ich hätte gegen den kämpfen können.

Die Kämpfe sind im Moment noch reines Chaos. Und zwar aber so richtig reines Chaos. Wie gesagt kenne ich Ähnliches aus Tales of Graces f [PS3], aber hieran muss ich mich erst einmal gewöhnen. Vor allem will das »Warpen« bei weitem nicht so schön wie in der Trainingsrunde klappen.

Und dann habe ich einfach ein saugutes Gefühl bei dem Spiel. Es macht nämlich einen sehr bodenständigen Eindruck. Nicht so völlig abgehobener metaphysischer Blabla-Schwachsinn, wie man ihn in Final Fantasy XIII über sich ergehen lassen musste. Das hat auch seinen Reiz, aber zu viel ist auch zu viel. Und mit Blick auf die Menüs mit Zauberei und Fähigkeiten und Tralala ahne ich, dass da trotzdem noch einiges auf mich zukommt. Trotzdem geht es zu Beginn einfach erst mal darum, das Auto zu reparieren, Geld zu verdienen - die Reparatur hat nämlich gleich mal alle Ersparnisse verschlungen - und dann mal zu sehen, wie man zur künftigen Gemahlin gelangt. Das empfinde ich als sehr gelungen, denn so wird nicht nur die Steuerung erlernt, man lernt auch die Welt kennen, die in dieser Etappe so aussieht wie eine Steppe in Nevada.

Und wie schon gesagt: Was richtig gut rüber kommt, ist die Vierertruppe. Denn die machen wirklich den Eindruck, echt richtig dicke Kumpel zu sein.
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03.12.2016, 18:55

Was ich jetzt von dir gelesen und auch in einigen Videos gesehen habe, bestätigt, dass es meinen Geschmack tatsächlich nicht trifft. Nicht nur das Setting spricht mich nicht an, sondern auch die Dialoge, die ich besonders in Bezug der (erlebten) Situation etwas deplaziert empfinde.

Das Game ist mir definitv keine 50-60 Tacken wert....

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03.12.2016, 22:26

Nur wegen der vier Jungs? Die sind eigentlich ziemlich cool, nerven nicht und ich finde die nach der bisher sehr kurzen Kennenlern-Phase eigentlich sogar ziemlich sympathisch. Und das Setting ... naja ... ich habe doch noch GAR NICHTS gesehen? ;)

Zu Beginn des Spiels sieht man mal kurz einen Überblick über die gesamte relevante Landschaft. Die ist von einer Mauer umgeben über der wiederum eine Art Schutzschild flimmert. Ich orakele mal, dass sich dieses Schutzschild im Laufe des Spiels in Wohlgefallen auflösen wird und man dann sogar außerhalb herumtoben darf. Es sollte mich sehr wundern, wenn man nicht im späteren Verlauf noch im Weltraum landet und phantastische und bizarre Umgebungen hinzu kommen. So war es bisher eigentlich in jedem Final Fantasy der Fall.

Ich muss auch sagen, dass ich ob des gezeigten Realismus-Grades ein wenig skeptisch war, ob dahinter überhaupt noch ein Rollenspiel steckt. Und, oh Mann, und wie dahinter ein Rollenspiel steckt. Schon beim Durchsteppen durch die Menüs ist mir schwindelig geworden. Der Trick ist, dass es sich im Moment einfach saugut spielt. Und die drei Jungs als Sidekicks funktionieren perfekt. Man darf sich nicht bloß von ihrem »hippen« Aussehen irritieren lassen. Die sind vermutlich zwischen 17 und 22 und dann passt das Verhalten und das Aussehen wiederum sehr gut.

Wenn es das ist, was Dich abschreckt, dann ist das eigentlich schon wieder ein Kompliment. Dann macht Final Fantasy XV das, was es macht, nämlich sehr gut. ;)
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09.12.2016, 18:42

08.12.2016

Kapitel 1
So, hier bin ich durch. Ich habe einen Großteil der Ziet damit verbracht, einfach mal durch die Welt zu laufen ... und oh Mann, meine Fresse ... ist die grooooooooß! Und detailliert! Ich hatte schon meinen Spaß an der per Zufall generierten Welten oder auch dem Standard-Gebiet in 7 Days To Die. Aber das hier ist wirklich noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Vor allem: Die Weitsicht! Die Weitsicht!!! Man hat das Gefühl durch die ganze Landschaft sehen zu können und da im 1. Kapitel auch immer die Sonne scheint, sieht man auch immer bestens. Sehr zum Leid übrigens der vier Jungs, die die meisten Strecken zu Fuß zurück legen musste, entsprechende Kommentare eingeschlossen. Gelegentlich gab's mal einen Sandsturm ... aber meine Güte.

Die Landschaft ist dazu nicht nur groß und detailliert, sie ist auch noch hübsch und abwechslungsreich. Ich hatte durchaus das Gefühl, dass ich mich an vielen Stellen auch ohne Karte und Kompass gut auskannte. Jedenfalls darf ich gar nicht daran denken, dass irgend welche armen Schweine in Japan diese Landschaft auch gestalten mussten. Meine Güte, meine Güte!

Zwischendurch dufte ich auch mal Auto fahren. Entweder tagsüber automatisch von Ignis, dann klickt man einfach ein Zielgebiet an und Ignis fährt einen so nahe heran, wie die Straßen eben dort hin reicht. Oder nachts dann manuell, weil Ignis immer die Hosen voll hat, was dann aber auch nur bedeutet, dass man Gas geben und bremsen muss sowie im richtigen Moment abbiegen. Die Straßenführung übernimmt das Auto von den Vieren - der »Regalia«, eine Mischung aus Cabriolet-Ferrari mit Klappdach und Bentley - dann automatisch. Ich habe mich noch nie so entspannt durch ein Rollenspiel schaukeln lassen; wirklich, das ist sehr entspannend. Zumal man auch noch Musik aus dem CD-Player dudeln lassen kann.

Am Schluss des Kapitels ging es in das Refugium »Galdin Quay«, wo dann erst mal Ferienstimmung angesagt ist. Hier durfte Noctis dann auch mal angeln. Wie schon erwähnt: was wäre ein japanisches Rollenspiel ohne Angelsimulation. Ganz praktisch ging es darum, einer am Kai streunenden Katze ein Futterchen zu beschaffen. Das gab dann wieder jede Menge Punkte. Mir soll's Recht sein.

Eigentlich sollte meine Truppe nach »Galdin Quay«, weil sie von dort aus eine Fähre weiter bringt. Der Fährverkehr ist aber eingestellt. Als wir dann eine etwas zwielichtige Reporter-Gestalt am Kai treffen, will uns dieser eine Überfahrt verschaffen. Gut wunderbar.

Allerdings ...


Kapitel 2
Bevor es so weit ist, erreicht Noctis die Nachricht, dass seine Heimatstadt während einer Friedensvertrag-Unterzeichnung eben von jeden Vertragspartnern angegriffen wurde, viele tot sind und auch sein Vater, König »Regis Lucis Caelum« gefallen ist. Noctis ist dementsprechend am Boden zerstört. Aber zurück in seine Heimatstadt kann er nicht.

Stattdessen wird er vom General Cor kontaktiert, der ihm mitteilt, dass 13 Königsschwerter im Land verteilt auf Noctis warten. Mit jedem Schwert kann Noctis im Kampf fürchterliche Attacken austeilen und wenn Noctis Rache nehmen und das Land wieder zur Ruhe bringen will, dann muss er vor allem eines: stärker werden.

Unter Cors Aufsicht nehmen wir erst einmal eine Straßensperre zu einen angrenzenden Land hops. Hier läuft auch der erste echte Endgegner-Kampf gegen einen großen Robot-Walker. Der Kampf ist wie zu erwarten ein großes kunterbuntes Durcheinander. Aber irgendwie war das witzig. Ich bekomme langsam ein Gefühl, wie man im Kampf trotzdem den Überblick behält. Wenig hilfreich ist allerdings, dass man einen Gegner nicht permanent »locken« kann. Das springt immer hin und her. Noch weniger hilfreih ist auch, dass die vier Jungs allesamt schwarze Kleidung tragen und auch der hier mal helfende General Cor eine schwarze Lederkluft am Körper trägt. Ihc muss gestehen, dass ich im Getümmel Noctis nicht nur einmal aus den Augen verloren habe. Trotzdem: Es wird besser. Nur nicht abschrecken lassen.


Kapitel 3
Jetzt sind wir also in einem neuen Gebiet, »Duscae«, unterwegs, dass sich vor allem durch Wald und Sümpfe auszeichnet (sehr zur »Freude« von Prompto). Einen ersten Nebenauftrag - nur durch die scheint man Geld zu bekommen - musste ich allerdings aufgeben, weil die Biester hier ein wenig zu heftig sind.

Ach so, von wegen Biester: Es gibt auch Wildtiere, die nicht gleich bei Sichtung angreifen. So zum Beispiel welche, die an Giraffen erinnern. Die weichen zwar respektvoll zurück und die Männchen vollführen auch Drohgebärden. Aber angreifen tun die nicht. Und das hat schon was, wenn man so ganz friedlich neben so einem Riesenvieh herläuft. Solche Tiere werde ich natürlich nicht abschlachten. Gott, sind die süß.


Die Fauna in Final Fantasy XV ist nicht immer feindeslig: Ein »Anakh«-Junges macht seelenruhig Pause im Schatten und lässt sich von Noctis nicht stören.

Der Ersteindruck scheint sich zu bestätigen: Mir bringt das Spiel richtig Spaß. Der Einstieg ist sehr gut gelungen, es ist immer noch ein Final Fantasy. Das ist ein Riesen-Fortschritt gegenüber Final Fantasy XIII, welches mir schon nach 1 Stunde kein Spaß mehr gebracht hat. Und mit den vier Protagonisten freundet man sich schnell an. Ich mag die Jungs inzwischen wirklich. Ihr Aussehen ist zwar ein wenig komisch, vor allem die Frisur, aber haben nicht ALLE Final Fantasy-Helden eine exaltierte Frisur?

Level: 15
Spielzeit: 11:53 Stunden

P.S.: Schon fast 12 Stunden gespielt. Die Zeit vergeht hier wie im Fluge.
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16.12.2016, 11:43

15.12.2016

Einfach nur herumgelaufen
Ich habe die Story noch gar nicht weiter verfolgt, sondern bin gestern einfach weiter herum gelaufen und habe dabei eine Nebenquest nach der anderen erledigt. Die befassen sich meistens mit »Bringe mir bitte Gegenstand XYZ«, was aber FP (Fertigkeitspunkte) und meistens auch Geld bringt (»Gil«, die übliche Währung in Final Fantasy). OK, das ist erst einmal nicht so sonderlich abwechslungsreiche ... aber die Landschaft! Die LANDSCHAFT!!! Meine Fresse gibt es da wunderhübsche Abschnitte.

Ich finde das Spiel im Moment soooooooooooo geil! :thumbsup:

Es ist im ersten Moment kein typisches Final Fantasy. Aber nimmt man die Tile-Grafik vergangener SNES-klassiker und überträgt sie in ein modernes »OpenWorld«-Konzept mit zeitgemäßer Grafik für die aktuellen Grafikchips - also nix mehr mit Tiles und alles in 3D - dann hat man eigentlich immer noch genau die selbe Anmutung. Und es ist EXTREM zugänglich, ohne eben dabei seine Wurzeln zu vergessen (und damit meine ich Final Fantasy II/IV [SNES]).

Ich behaupte auch mal, dass ich mir ein Urteil durchaus erlauben darf. Ich habe Final Fantasy II/IV [SNES] zweimal durchgespielt (einmal auf PlayStation 1), habe 200 Stunden bis zum Ende in Final Fantasy VIII [PSX] versenkt und sowohl Final Fantasy VII [PSX] (ca. 20 Stunden) als auch Final Fantasy X [PS2] (ca. 50 Stunden) lang gespielt. Alle diese Teile mochte ich sehr und kann das aktuelle Final Fantasy XV [PS4] deswegen ganz gut mit diesen vergleichen. Square/Enix hat hier eine richtig gute Arbeit abgeliefert. Ich wünsche mir jetzt schon, dass es so etwas wie Final Fantasy XV/2 [PS4] geben wird.

Level: 19
Spielzeit: 15:57 Stunden

P.S.: Wegen meiner Begeisterung für Final Fantasy XV [PS4] habe ich auch noch gar nicht - also im Sinne von »nix, nada, kein Stück, nicht mal einfach nur so gestartet« - The Last Guardian [PS4] angesehen, welches ja auch bereits erschienen ist. Wenn man schon mal etwas richtig Gutes unter dem Pad hat, dann muss man das auch auskosten. Ich sehe schon kommen, dass ich über Weihnachten nichts anderes spielen werde und es mir auch bis Persona V [PS4] nicht angesehen habe werde. ;)
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8

16.12.2016, 21:16

Also Du darfst gerne weiter schreiben, ich bin interessiert dabei...auch wenn mir das Charakterdesign immer noch nicht gefällt. Ansonsten klingt das aber nach einem sehr guten Spiel :thumbup:

9

17.12.2016, 02:11

Das Charakterdesign ist doch die übliche FF metrosexuelle möchtegern coolness.
Hipster-Pisser!

10

17.12.2016, 07:11

Neee...diesmal haben sie es eindeutig übertrieben.

11

17.12.2016, 10:49

Ich weiß nicht. Ich finde es hebt sich insofern vom typischen FF ab, dass es halt klar die Ästhetik von (J-Pop) Boygroups aufgreift. Die sehen einfach aus wie ne Boygroup auf Tour - Marketing und Promo inklusive. In gewisser Weise treibt das des Design scho au in (unfreiwillig?) komisch wirkende Höhen. Ich find das Design insofern angenehm, dass es mal nicht aussieht wie lauter 10jährige, die sich ihre KLamotten selbst gebastelt haben oder so. Muss sagen, das ich das hier wirklich als einen Schritt nach vorne empfinde. Cooler wäre es halt noch wenn man sich die Charaktere selbst gestalten könnte. Aber das kommt ja vielleicht noch. Diesen Boygroupkram kann ich mit nem Grinsen ein bisschen als Parodie abtun. Das find ich sehr viel angenehmer als Tidus und Wakka in Teil 10 z.B. Als jemand der FF partout nicht leiden kann find ich haben sie ne ganze Menge richtig gemacht indem sie von dem superdrögen Langweilerspielprinzip größtenteils abgewichen sind, das JRPGs imo normalerweise so kennzeichnet. Ich denke die haben sich hier auch viel von äh Xenosaga äh.. Chronicles?? abgeschaut und das tut dem Spiel meiner Meinung nach echt gut. Ich hab das Spiel bei nem Kumpel gesehen.

Am beeindruckendsten fand ich auf jeden Fall das Essen. Ich hab noch nie so aufwendig und lebensecht wirkendes Essen in einem Spiel gesehen. Da musst ich geradezu an Twin Peaks denken. Ich glaub die Story ist so interessant wie ein feuchter Furz im Wind. Mein Kumpel hat z.B. auch nich wirklich die Story verfolgt sondern ist halt genau wie Henrik mehr forschend rumgelaufen und hat Sidequests gemacht. Ab und zu kamen aber trotzdem kleine Zwischensequenzen mit der Hauptgeschichte. Kann nicht sagen, dass die besonders interessant wirkten. Halt so mehr das übliche Gewäsch, wie mans aus Japanproduktionen kennt. Ich weiß nich. Ich find sowas kaum noch interessant.

Naja, wurscht. Also ich denk die haben ein sehr gutes Spiel geschaffen, dass sich a) wohltuend vom alten Spielprinzip her löst und b) sich wohltuend von der Masse der anderen Spiele abhebt (dezidiertes Einzelspielerspiel mit LANGZEITsupport).

Spielen würd ichs trotzdem nicht. Dann doch lieber Borderlands.
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17.12.2016, 10:59

@Gunlord:
Dieses »Auto fahren« ist für mich bisher ein Hammer-Feature, auch wenn dabei genau genommen spielerisch gar nichts passiert (es sei denn, Du fährst »manuell«). Mir stand mehrfach der Mund so sperrangelweit offen, wie die Landschaft aussieht: Hier und dort und dann dort auch und oh Mann, hier auch und so weiter. Ich kenne ja nun nicht GTA 5, deswegen ist das hier für mich zum Thema »OpenWorld« natürlich doppelt überwältigend. Aber trotzdem sieht die Landschaft phantastisch aus, und zwar im wahren Wortsinn. Da wechselt eine stinknormale Tankstelle an der Landstraße ab mit riesigen natürlich formierten Steinbrücken, die die Straße überspannen und oben sitzt auch noch ein 10 Meter großer Greif. Oder zum Beispiel gab es einen von Tannen umwachsenen See, in dem aus der Entfernung betrachtet große weiße Felsen heraus ragten. Als ich dann mit den Jungs näher ran fuhr, waren das gar keine Felsen, sondern riesige drachenartige Biester, die sich in dem See offenbar wohl gefühlt haben. Also lieber wieder ganz schnell weg ... ;)


Das Charakterdesign ist doch die übliche FF metrosexuelle möchtegern coolness.

Das stimmt zwar. Trotzdem sind mir die Jungs symphatisch. Dieses Gefühl Teil einer Gruppe von vier richtig dicken fetten Kumpels zu sein, kommt ausgezeichnet rüber.


@Out:
Die Klamotten der Jungs kann man im verlauf des Spiels wechseln, weil diese eine »Rüstungs«-Charakter haben. Frei gestalten ist aber nicht drin.

Ja und dann das mit dem Essen; das hatte ich noch gar nicht erwähnt: Wenn die vier in einerm Restaurant essen oder Ignis am Zeltplatz etwas zubereitet und das dann auf den Tisch kommt ... mir läuft regelmäßig das Wasser im Mund zusammen. Spannender Nebeneffekt: Durch die Speisen werden Statuswerte für eine gewisse Spielzeit erhöht. Das ist also auch taktisch sehr interessant.


@alle:
Ich habe in einem Review - ich glaube vom BeHaind - vernommen, dass in der zweiten Hälfte des Spiels sich dieser »OpenWorld«-Charakter verflüchtigen soll. Das kann gut sein, kann aber auch total in die Hose gehen. Ich bin gespannt.
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13

17.12.2016, 11:05




Ja und dann das mit dem Essen; das hatte ich noch gar nicht erwähnt: Wenn die vier in einerm Restaurant essen oder Ignis am Zeltplatz etwas zubereitet und das dann auf den Tisch kommt ... mir läuft regelmäßig das Wasser im Mund zusammen. Spannender Nebeneffekt: Durch die Speisen werden Statuswerte für eine gewisse Spielzeit erhöht. Das ist also auch taktisch sehr interessant.


WOW! Buffs durch Essen, GABS JA NOCH NIE!!!!elfelf.... :twisted:
Hipster-Pisser!

14

17.12.2016, 11:19

Nein nein nein Oxx. Es ist erst dann revolutionär wenns von Nintendo kommt. Also bitte warten, bis das für das neue Zelda angekündigt wird :D
Frieden. Brotbier. Möpse.
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15

17.12.2016, 11:24

Stimmt! Ich Dummkopf! :)
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16

17.12.2016, 12:21

WOW! Buffs durch Essen, GABS JA NOCH NIE!!!!elfelf.... :twisted:

Mann! Man kann aber auch alles in den Dreck ziehen. Natürlich ist das nichts Neues, weswegen ich auch »spannender Nebeneffekt« und nicht »sensationelle Lebensweisheiten erweiternde Neuerung« geschrieben habe. Was hier aber wirklich witzig ist, ist die optische Gestaltung des Essens, so wie Out es schon beschrieben hat. Das ist wirklich gut gelungen und lässt mir regelmäßig das Wasser im Mund zusammen laufen. Und gerade bei Lebensmitteln muss man schon bei Fotos aufpassen, dass das nicht eklig aussieht. Und das noch als CGI ... Hut ganz weit ab!
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17

17.12.2016, 12:27

WOW! Buffs durch Essen, GABS JA NOCH NIE!!!!elfelf.... :twisted:

Mann! Man kann aber auch alles in den Dreck ziehen.

Mache ich doch gar nicht. Sowas ist nur halt keine Erwähnung wert. Das ist halt eine Mechanik die in jedem RPG zu finden ist.
Hipster-Pisser!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oxx« (17.12.2016, 13:52)


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17.12.2016, 13:38

Ich möchte außerdem noch hinzu fügen, dass eine Erfindung eben genau nicht dann neu ist, wenn Nintendo sie gemacht hat. Diese Ehre gebührt immer Apple.
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19

17.12.2016, 14:05

Ich bin sehr froh das Apple sich aus diesem Bereich raushält. Garnicht auszudenken wie viel Patent-Trollerei es dann gäbe.
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20

17.12.2016, 14:06

Коммт drauf an. Wenn es in Zusammenhang mit Konsolen steht dann steht Ninteno Apple in nichts nach. Aber das hatten wir ja schon :mrgreen:
Hast du eigentlich was von der Kontroverse gehört, dass sie bei FF *keine* Frau als Helden eingesetzt haben?

Da gabs scheinbar nen kleinen Aufschrei weil die Entwickler keine Frau als Helden einsetzen wollten und das nach Meinung der entsprechenden Fans total desaströs begründet haben.
Frieden. Brotbier. Möpse.
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