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henrikf

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1

15.03.2017, 11:39

Unsere Jugend: Mehr Zeit für Computer(-Spiele)

Anmerkung des Administrators
Neuen Thread angelegt. Diese Diskussion startete als Anmerkung auf ein Posting von Frapskillar und ging dann schnell Off-Topic:
AMIGA Retrospektive Sneak Peek


[...] und die Schule ist für mich bald vorbei. Das macht mich irgendwie glücklich und zufrieden. [...]

Ich möchte Dir Deine Laune nicht verderben und auch nicht zu sehr als alter Knacker rüberkommen ... aber rückblickend war die Schulzeit für mich die vergleichsweise sorgenfreiste Zeit meines ganzen Lebens. Ich hatte JEDE MENGE Zeit, mich um Computer und Spiele zu kümmern. Ach, war DAS schön ... :D
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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2

15.03.2017, 13:47

Ich hatte JEDE MENGE Zeit, mich um Computer und Spiele zu kümmern. Ach, war DAS schön ... :D
Ab nach Hause (pünktlichst!), Rucksack in die Ecke gepfeffert und den Amiga eingeschaltet während Mutti im Hintergrund das Essen zubereitet hat... :D

3

18.03.2017, 03:54

Ich hatte JEDE MENGE Zeit, mich um Computer und Spiele zu kümmern. Ach, war DAS schön ... :D
Ab nach Hause (pünktlichst!), Rucksack in die Ecke gepfeffert und den Amiga eingeschaltet während Mutti im Hintergrund das Essen zubereitet hat... :D
Und am Ende des Jahres das übliche Palaver über sich ergehen lassen, warum die Noten so kacke sind. :lol:
"...einer fällt auf den Boden und grunzt plötzlich nur noch wie ein Schwein..."

henrikf

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4

18.03.2017, 05:21

Bei mir war es sogar NOCH dramatischer: 1980 - ich 9. Klasse Realschule - habe ich die Computerei kennen gelernt. Dadurch sind meine Noten so dermaßen in den Keller gesackt, dass ich die 9. Klasse wiederholen musste. Meine Eltern sind fast ausgeflippt ... genauer gesagt eigentlich vor allem mein Vater, der das mit den damals aufkommenden Computern als reine Spielerei abgetan hat (typisch Ingenieur).

Aber für mich war klar, dass mein weiterer Lebensweg irgend etwas mit Computern zu tun haben muss. Unbedingt! Das bedeutete damals aber auf jeden Fall Studium und das bedingte damals vor allem ein Abitur-Abschluss.

In der wiederholten zweiten 9. Klasse waren meine Noten so gut wie nie in meinem Leben. Ich habe das also doch alles geschnallt, was uns beim ersten mal in der 9. Klasse vermittelt wurde. Ich war bloß stinkendfaul. Aber dadurch habe ich einen guten Realschulabschluss hingelegt und konnte weiter auf's Gymnasium gehen. Dem Studium kam dann die Anstellung bei der Zeitschrift »Happy Computer« dazwischen. Der Rest ist Geschichte. ;)
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DustyBits

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5

18.03.2017, 07:18

Bei Dir hat ja alles gut geklappt - aber stell Dir vor wieviele Leute die Kurve nicht mehr bekommen haben.

Ich kenne auch heute noch Leute, die da in Ihrer eigenen Welt leben und sich beruflich eigentlich nie in irgend einer Form "betätigt" haben :-)

6

19.03.2017, 08:26

Damit hatte ich glücklicherweise weniger Probleme. Mit Ausnahme des Zeugnisses der 9. Klasse, bin ich mit der Devise "weniger ist manchmal mehr" immer gut durchgekommen :lol:

Dafür musste ich dann in der 10. etwas mehr Gas geben, hat am Ende dann aber auch gepasst :thumbup:


Wichtig ist, dass man heute einen Job hat der einem (halbwegs) gefällt und bei dem die Rahmenbedingungen sowie das Auskommen stimmt.

7

19.03.2017, 15:51

Bei Dir hat ja alles gut geklappt - aber stell Dir vor wieviele Leute die Kurve nicht mehr bekommen haben.

Ich kenne auch heute noch Leute, die da in Ihrer eigenen Welt leben und sich beruflich eigentlich nie in irgend einer Form "betätigt" haben :-)
Och, ich kenne auch viele Leute die in der Schule und im Berufsbild immer Alles gegeben haben.
Viele wurden trotzdem aussortiert und bekommen kein Fuß mehr in ein anständiges Berufsleben.
Dass Fleiß und hohe eine Arbeitsmoral zu Wohlstand und Sicherheit führt, hat sich in den letzten Jahren nicht bestätigt. 8-)
"...einer fällt auf den Boden und grunzt plötzlich nur noch wie ein Schwein..."

8

19.03.2017, 16:15

Wenn man auch am unteren Ende es Gehaltspektrums rumkrüppelt ist Arbeiten gehen auch keine großartige Aussicht auf Verbesserung seiner Lebensumstände. Das ist ein Sumpf aus dem man auch mit harter Arbeit nur schwer raus kommt.
Hipster-Pisser!

9

20.03.2017, 07:41

Pauschalisieren kann man da ohnehin nichts. Im November vergangenen Jahres war ich auf einem Klassentreffen und einige Leute, eigentlich die meisten davon, habe ich seit rund 20 Jahren nicht mehr gesehen - "regelmäßigen" Kontakt habe ich nur zu einer Hand voll Leute aus dem Personenkreis.
Es ist interessant zu sehen und zu erfahren (naturgemäß waren nicht alle Leute dort) was aus den unterschiedlichen Personen geworden ist.
Da war der "Streber" (nicht böse gemeint, damals ein sehr netter Kerl dem die Noten einfach so zugeflogen sind) bei dem eigentlich sonnenklar gewesen ist, dass er mal irgendwo als Chefarzt arbeitet und täglich mit seinem Porsche 911 zur Arbeit fährt - heute schlägt er sich als Hilfskeule auf dem Bau durch und schleppt sicherlich nicht mehr so viele Mädels ab wie damals. Und auch dazu gibt es Gegenbeispiele. Leute die man schon in der "Gosse" gesehen hat, und die heute ein ganz normales Leben mit Kindern, Job & Co. führen.
Einiges davon ist selbstverschuldet bzw. selbst erarbeitet, bei anderen hat das Schicksal einfach erbärmlich zugeschlagen.

10

20.03.2017, 08:23

Ich empfinde es auch als großes Glück, dass ich heute einen guten Job und eine wundervolle Familie habe. Meine Noten waren nämlich von der siebten bis zur neunten Klasse unter aller Sau. Schuld sind definitiv der +4 und der C64 :lol: Allerdings haben die beiden auch dazu beigetragen, dass ich heute den gerade angesprochenen Job habe. Und ohne den hätte ich vielleicht nicht die wundervolle Familie :thumbsup:
Sir Pommes: "What the Fatsch!"

11

20.03.2017, 10:47

Pauschalisieren kann man da ohnehin nichts. Im November vergangenen Jahres war ich auf einem Klassentreffen und einige Leute, eigentlich die meisten davon, habe ich seit rund 20 Jahren nicht mehr gesehen - "regelmäßigen" Kontakt habe ich nur zu einer Hand voll Leute aus dem Personenkreis.
Es ist interessant zu sehen und zu erfahren (naturgemäß waren nicht alle Leute dort) was aus den unterschiedlichen Personen geworden ist.
Da war der "Streber" (nicht böse gemeint, damals ein sehr netter Kerl dem die Noten einfach so zugeflogen sind) bei dem eigentlich sonnenklar gewesen ist, dass er mal irgendwo als Chefarzt arbeitet und täglich mit seinem Porsche 911 zur Arbeit fährt - heute schlägt er sich als Hilfskeule auf dem Bau durch und schleppt sicherlich nicht mehr so viele Mädels ab wie damals. Und auch dazu gibt es Gegenbeispiele. Leute die man schon in der "Gosse" gesehen hat, und die heute ein ganz normales Leben mit Kindern, Job & Co. führen.
Einiges davon ist selbstverschuldet bzw. selbst erarbeitet, bei anderen hat das Schicksal einfach erbärmlich zugeschlagen.


Schule ist eh nur ein Gleichmachungs-Apparat. Hier glaubt doch nicht ernsthaft einer dran, das man dort für das Leben lernt. Wie die Welt so funktioniert schnallt man auch erst nach dieser Zeit, manche besser als andere. Natürlich spielt das Glück auch eine gewisse Rolle. Wer in der Schule gut funktioniert hat bessere Chancen, keine Frage. Das ist aber noch längst kein Garant für einen guten Job. Schaut einfach mal wie viele langzeit Praktikanten da draußen so rum rennen. ;)
Hipster-Pisser!

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12

20.03.2017, 13:44

Diese Gleichmacherei passiert inzwischen auch im Studium an den deutschen Universitäten. »Alternativlos« wurden dieser Schwachsinn der Bachelor- und Master-Klassifizierungen eingeführt, wo in wenigen Jahren dann Stoff bis zum geht nicht mehr durchgeprügelt wurde. Und ursprünglich kreative Köpfe bleiben dann auf der Strecke. Auch das hirnrissige G8 - welches Gott sei Dank langsam wieder zurück genommen wird - spricht da eine deutliche Sprache. Anders als es unsere Drecks-Sozi-Politiker gerne hätten - weil man die doofen nickenden Massen dann so schön kontrollieren kann - sind die Leute eben NICHT gleich, sondern müssen individuell gefördert werden. Unser gesamtes Bildungswesen ist inzwischen von vorne bis hinten verkorkst bis zum geht nicht.

Und dann höre ich mir das Gelaber vom Schulz an ... und in mir explodiert mehrere Hass-Atombomben. Aber das geht jetzt zu weit.
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