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henrikf

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08.01.2019, 21:06

Duplizität der Ereignisse: Ich habe heute eine Werbung gesehen, dass Netflix die originale Serie demnächst bringt. Ist also schon mal vorgemerkt. :)
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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henrikf

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1 874

10.01.2019, 22:44

Über Weihnachten und jetzt immer wieder habe ich so einige Filme und Serien gesehen. Einige davon mit Genuss, andere habe ich sofort wieder abgebrochen. Hier meine Eindrücke:


Grand Budapest Hotel [Netflix]
Ich weiß nicht genau, warum ich den Film gut finde. Vermutlich liegt's an den geilen Schauspielern: Allen voran Ralph Fiennes (... ihr wisst schon wer in »Harry Potter«), aber auch F. Murray Abraham (»Amadeus«) und Jude Law. Und dann sind da noch: Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Harvey Keitel, Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton ... usw. Unglaublich was der Film hier auffährt.

Ich finde ihn jedenfalls saugut.


Sully [Netflix]
Hier geht es um den Flug US Airways 1549, der 10 Minuten nach Start im Hudson-River endete. Der Film beruht auf der wahren Begebenheit von 2009 - an die wir uns alle noch erinnern dürften - und zeigt sowohl die Nachwirkungen in Form der Untersuchungen der Flugsicherheitsbehörde und die damit verbundenen unausgesprochenen Anklagen gegen die beiden Piloten, als auch die eigentlich Notwasserung. Grandios gespielt von Tom Hanks, grandios inszeniert von Clint Eastwood. Typische für seine Filme ist die sehr ruhig und ohne zusätzliche Panik Inszenierung; er lässt die sowieso schon dramatische Momente für sich sprechen. Ich hatte beim zusehen mehrfach schweißnasse Hände.

In einer Neberolle sieht man hier Anna Gun, die wir als Ehefrau von Walter White aus »Breaking Bad« kennen.


Gone Girl [Netflix]
Läuft im Moment auch auf Netflix und schildert die Versuche eines Ehemanns seine plötzlich verschwundene Ehefrau wiederzufinden. Ich werde mit dem Schauspieler Ben Afflek eigentlich nicht so richtig warm, aber das was er hier zeigt, ist toll. Und Filme von David Fincher mag ich sowieso (»Seven«, »Fight Club«). Außerdem fährt der Film mit den Gefühlen der Zuschauer Achterbahn: Erst ist man besorgt, dann wird man selber ein wenig panisch, dann bekommt man einen Hass auf den Ehemann, und dann ... aber das spoilere ich lieber nicht. Sehenswert, wobei mir persönlich das Ende nicht gefallen hat. Die letzten fünf bis zehn Minuten hätte man eigentlich weg lassen können.


Birdman [Netflix]
Ein alternder Filmdarsteller eines Superhelden (Michael Keaton, »Batman«) will am Broadway noch einmal ein Stück inszenieren. Der Film beschreibt seine Welt und seine Wunschvorstellungen, die allerdings nicht immer so wirklich zusammen passen. Der Film macht den Eindruck, an einem Stück gedreht worden zu sein. Das ist er zwar nicht, aber die Versatzstücke sind sehr geschickt aneinander gereiht, so dass alleine schon das den Film sehenswert macht. Außerdem spielen hier noch Schwergewichts-Mime Edward Norton mit (»Fight Club«), der in einigen Szenen auf Keaton trifft und ... whow ... da geht aber die Post ab. Und Naomi Watts sehe ich sowieso immer gerne (»Mulholland Drive«, »The Ring«).


Bird Box [Netflix]
Eine Eigenproduktion von Netflix. Die Welt wird überfallen von unsichtbaren Monstern, welche die sie anblickenden Menschen verrückt machen, was zu allem Überfluss auch noch auf Video-Kontrollmonitoren funktioniert. Sandra Bullock als Mama, die ihre Kinder retten will und John Malkovich als egoistischer Nachbar. Habe ich nach der Hälfte abgebrochen, weil's mir zu einfach war, aber wer auf Horror-Panik steht, kann sich's ansehen.


Black Mirror: Bandersnatch [Netflix]
Noch eine Eigenproduktion von Netflix, dieses mal aber sehenswert. In den 80er-Jahren will ein junger Computerprogrammierer auf dem ZX Spectrum ein Spiel eines bekannten Multiple-Choice-Romans versoften. Dabei passierte bei mir etwas, was mein PS4-Pad bei Netflix noch nie gemacht hat: Es fing an zu rappeln. Erst habe ich noch an einen Effekt geglaubt, bis ich bemerkt habe, dass man im Film tatsächlich selber auf die Handlung Einfluss nehmen kann und per Multiple-Choice-Antworten festlegen kann, was der Protagonist tun soll. Das war schon mal interessant. Im Verlauf des Films wird man dann sogar selber in den Film hinein gezogen, denn man muss dem Protagonisten offenbaren, dass er selber nur ein Handelnder in einem Multiple-Choice-Film auf Netflix ist. An der Stelle fand ich das alles extrem witzig.

Auf YouTube gehen gerade die Meinungen steil - von üblichen Wichtigtuern - dass dieses Experiment nicht gelungen wäre, weil die Entscheidungen des Zuschauers dann praktisch doch kaum Auswirkungen auf die Handlung haben. Es ist einfach nicht genug gefilmt worden, als dass es großartig unterschiedliche Handlungsstränge gäbe. Das stimmt zwar und ist auch logisch; das übliche Problem, dass man bei entsprechendem Filmmaterial dann lieber mehrere Filme am Stück machen würde. Aber die Art und Weise wie der Film den Zuschauer in die Handlung integriert ist genial und dass überhaupt mal so etwas gewagt wird sowieso. Mir hat es rundherum Spaß gebracht, mehrere Varianten der Handlung auszuprobieren. Und wer zum Beispiel Movie-Games aus den 90ern mag, der sollte das hier auch mal anspielen (zumal die Schauspielerei hier über alle Zweifel erhaben ist).
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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1 875

11.01.2019, 17:29

Achso übrigens: Neon Genesis Evangelion soll im "Frülhing 2019" auf netflix erscheinen. Also zumindest im englischen Netflix. Ich weiß nicht wie krass sich da die verschiedenen Ländervarianten unterscheiden.
Frieden. Brotbier. Möpse.
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