Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Pixelor. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

1

01.12.2018, 23:32

(C64) Performers: C=Bit 18

Anfang November fand die X-Party in Holland statt. Das ist die größte reine C64-Szeneveranstaltung, welche alle zwei Jahre stattfindet und traditionell die größten C64-Produktionen herauskommen und dieses mal über 300 Leute ins niederländische Someren zog. Die Demo C=Bit 18 ist eine Hommage (kein Remake) an die Amiga-Demo CeBit '90 von Red Sector und auch die einzige Produktion, an der ich dieses mal beteiligt war und belegte Platz 3 im Demo-Wettbewerb.



Jedenfalls, das ist nicht der einzige Punkt, weshalb ich das Video hier poste. Ich habe die letzte Woche endlich mein Setup soweit, dass ich Videos direkt von Original-Hardware capturen kann und der YT-Link ist auch eins der ersten Ergebnisse. Normal könnte man meinen, dass das keine große Sache ist. Tatsächlich war der Anschluss der alten Hardware an einen modernen Fernseher oder PC-Capture-Karte ein ziemliches Abenteuer, denn der C64 hat so ein paar Eigenarten. Die meisten Videos auf Youtube werden auch mit umgebauten C64 aufgenommen, oder haben spezielles und oftmals auch teures Equipment im Einsatz, haben verfälschte Farben oder belassen es gleich bei Emulatoren. Das Hauptproblem ist dabei, dass das Ausgabesignal sowohl den RGB-Farbraum übersteigt und auch nicht genau PAL-Spezifikationen entspricht. Außerdem gibt es drei Anschlussmöglichkeiten, wobei als einfachste Variante per RF-Kabel das schlechteste Bild ergibt, Composite ist tendenziell unscharf und neigt auch an Fernsehern zu Geisterbildern. SVideo hat prinzipiell das beste Bild, nur kann man froh sein, wenn man überhaupt einen entsprechenden Anschluss hat und wenn dann was Anderes als Schwarzweiß rauskommt. Der C64 gibt nämlich keine genauen 50fps aus und die Anzahl der ausgegeben Rasterzeilen enstpricht ebenfalls nicht dem Standard, weshalb auch die meisten Upscaler so ihre Probleme haben.

So, es hat aber soweit endlich geklappt. Dieses Jahr bekam ich einen neuen C64 - im wahrsten Wortsinne. Hier im Büro steht jetzt ein neuer C64 Reloaded MK2 - ein fabrikneues Board, neues Gehäuse im SX64-Stil, bei dem nur die Chips und die Tastatur aus alten Geräten stammen. Dazu ein aktuelles 1541 Ultimate 2+, mit dem man Disketten-, Cartridge- und inzwischen auch Tape-Images abspielen kann mit ein paar netten Zusatzgimmicks, dass die Floppygeräusche oder eine REU-Speichererweiterung emuliert werden.



Beim Reloaded MK2 Board ist bereits eine Modifikation integriert, dass das Problem mit dem RGB-Farbraum nicht mehr besteht. Außerdem gibt es separate Anschlüsse für SVideo, Sound und Composite, dafür musste der eh mäßige RF-Anschluss weichen. Die Bildqualität ist auch regulären C64 deutlich überlegen, wobei ich abseits eines klassischen CRT-Monitors immer noch Probleme hatte - bis letzte Woche. Ich habe jetzt statt Upscaler ein RetroTINK-X2 angeschlossen. Der kleine Kasten ist ein Scanline-Doubler, der u.a. auch SVideo-Eingang hat und auf der anderen Seite einen HDMI-Ausgang - und schwupps geht plötzlich der Anschluss an mein Elgato GameCapture HD wie geschmiert. 576p in 50fps und das Bild lässt sich sauber skalieren.

Momentan bin ich noch mit Feineinstellungen beschäftigt, was Sync und Farben angeht (wobei die Farben sind schon sehr nah dran, wie ich es mir vorstelle). Was gerade nur bei dem Performers-Video war, dass der Sound nicht mehr so synchron wie im Ausgangsmaterial ist. Auch haben sich da zwei Hickser eingeschlichen, die in meinem Recording so nicht da waren. Dieser leichte Jitter im Video ist dagegen normal wegen der Umwandlung von 50 auf 60 fps. Es wäre sicher möglilch, das Ganze auch in 50fps auf Youtube hochzuladen, nur habe ich da den Eindruck, dass die Qualität besser wird, wenn man das im Ausgangsvideo vorsieht und nicht erst beim der Wiedergabe Frames übersprungen werden. Abgesehen davon ist der Plan, dass sich das Material auch mit separaten Audioaufnahmen oder Captures vom PC-Bildschirm kombinieren lässt und da machen 60fps am Ende auch mehr Sinn.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »v3to« (02.12.2018, 00:13)


Zur Zeit sind neben dir 2 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

2 Besucher