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henrikf

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13

19.01.2017, 00:50

Ich bin bei der FSK hin und her gerissen. Auf der einen Seite finde ich eine unabhängige Einschätzung der Alterstauglichkeit von Videospielen eine durchaus sinnvolle Sache. Auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, ob ich als braver deutscher indoktrinierter Videospieler mittels der FSK nicht eine Antwort auf Probleme gefunden zu haben scheine, die nur in Deutschland und sonst nirgendwo auf der Welt existieren. Schlimm finde ich die Kosten so einer FSK-Prüfung, die ein echte bürokratische Hürde für deutsche Indie-Entwickler darstellen. Da lässt es sich vermutlich jemand gut gehen. Und über dieses fürchterliche riesige FSK-Logo müssen wir gar nicht erst sprechen. Widerliche Doppelmoral, die die Politik da erzwingt.
--== Island2Live / Henrik Fisch==--
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14

19.01.2017, 00:53

Sammeln finde ich ein spannendes Hobby, wobei ich das Sammeln von Sealed Boxes noch nie wirklich nachvollziehen konnte, allerdings geht mir das Konzept von Spielen als materielle Wertgegenstände völlig ab.

Als Sammler würde ich mich nicht bezeichnen, wobei es bei mir zu Hause eine Vitrine gibt, wo die Verpackungen von Spielen aufbewahrt werden, mit denen ich emotional etwas verbinde. Ich habe nicht alle davon gespielt. Es sind zb auch Titel dabei, die mich auf die eine oder andere Weise beeindruckt haben oder weil sie Projekte begleiteten.

Bei der Gelegenheit: Falls jemand zufällig die Box zu Mindbender von Gremlin Graphics für C64 haben sollte, bitte bei mir melden. Wäre äußerst interessiert :)


Als Anmerkung zur FSK stört mich abseits des Sinns und den Kosten noch mehr, dass wir in Deutschland wieder einen Sonderweg brauchen. Und warum das nur auf eine Zahl runtergebrochen wird und Informationen zu bestimmten Inhalten, wie Gewalt, Sex, Blut, Drogen oder Sprachgebrauch nicht deklariert werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »v3to« (19.01.2017, 01:05)


15

19.01.2017, 06:50

Grundsätzlich finde ich die Arbeit der USK (nicht FSK - es geht ja hier schließlich um Videospiele, nicht um Filme) schon sehr gut und das was technetikum angerissen hat, dass sie ahnungslosen Eltern einen groben ersten Überblick gewährt, ist ja auch nicht von der Hand zu weisen.
Tiefergehend müssen sich dann eben die Erziehungsberechtigten mit dem jeweiligen Medium befassen und entscheiden ob ihre Schützlinge für dieses oder jenes Produkt geeignet sind. Nur weil ein Titel ab sechs Jahren freigegeben ist, ist nicht jeder ab dem sechsten Lebensjahr automatisch dafür geeignet.


Unabhängig davon, ist ja auch Niemand verpflichtet sein Spiel bei der USK zur Altersprüfung vorzulegen. Auch, bzw. schon gar kein Indieentwickler der sein Spiel hinterher über irgendwelche digitalen Vertriebsplattformen anbietet. Der stationäre- sowie der Versandhandel nehmen in der Regel keine ungeprüfte Software in ihren Warenbestand auf, dass ist richtig. Das betrifft aber in der Regel professionelle Retail-Software und keine Indie-Produkte.
Natürlich besteht die Gefahr, dass ein ungeprüftes Spiel bzw. ein Spiel ohne USK-Kennzeichen von der BPjM nachträglich indiziert wird, allerdings sind die Hürden dafür auch nicht gerade niedrig und ein "einfaches" Indie-Spiel welches es nicht vollkommen übertreibt (sei es nun in der Darstellung von Gewalt o.ä.) läuft wohl kaum Gefahr indiziert zu werden.

henrikf

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16

19.01.2017, 09:41

Uops, ja, USK, nicht FSK! War heute früh etwas spät. :rolleyes:

Ich versuche einmal elegant die Kurve zum eigentlichen Thread-Thema zu bekommen: Nämlich Sammler vs. Spieler. Ich würde die USK-Prüfung nicht so einfach abtun. Die verhindert nämlich, dass in Deutschland Indie-Titel in physisch angeboten werden. Weil jedes in Deutschland bei einem Händler verkaufte Spiel eben dieses Aufkleber haben muss. Ansonsten darf er nicht »beworben« werden, und dazu gehört auch schon das bloße zeigen der Verpackung im Regal oder einer Vitrine. Dazu gehört auch das Zeigen der Verpackung in einem Online-Shop. Ein Indie-Entwickler könnte das Spiel also weder bei Amazon listen lassen noch in einem eigenen Online-Shop verkaufen.

Tja, damit haben die Sammler die Popokarte gezogen. Und auch dedizierte Spieler wie ich, die lieber physische Versionen im Regal stehen haben, werden dadurch vernachlässigt. Also bestellt man nicht in Deutschland sondern im Ausland, wo das alles keine Rolle spielt und das Geld kommt einem anderen Land zugute. Sehr gut gemacht, Deutschland.
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17

19.01.2017, 09:46

Sorry, aber das ist nicht richt.
Spiele ohne USK-Kennzeichnung dürfen sehr wohl beworben und auch ganz regulär im Handel verkauft werden, allerdings nur an volljährige Personen.

henrikf

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18

19.01.2017, 09:53

Hoppla, jetzt horche ich aber auf. Ich bin die ganze Zeit der Meinung, dass eben dieses »nur an Volljährige« gleichgesetzt wird mit einem »Werbungsverbot«. Aber es kann natürlich tatsächlich sein, dass das so in keinem Gesetzestext definiert ist.

In der Praxis ist es aber leider genau so: Amazon bietet zwar diese »Lieferung nur an Volljährige« an, was aber gleich mit einem deutlich höheren Kostenaufwand verbunden ist (wenn man sein ungeprüftes Spiel bei Amazon verkaufen möchte). Da kann man das Geld dann auch gleich für die USK-Prüfung ausgeben. Und in einem eigenen Shop hat man auch gleich kaum eine Möglichkeit, diesen »Verkauf an Volljährige« mit vertretbarem Aufwand durchzusetzen.
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19

19.01.2017, 10:03

Es stimmt schon was Gunlord schreibt. Streng genommen dürften sogar die Retrospiele nur ab Personen ab 18 Jahren verkauft werden. USK nicht mit der Bpjm verwechseln.
Hipster-Pisser!

20

19.01.2017, 15:28

(Indie-)Spiele von Duranik, Hucast, NGDevTeam u.s.w. werden ja auch ohne USK-Siegel in Deutschland verkauft. Teilweise über eigene Onlineshops der Entwickler und auch bei deutschen Händlern wie z.B. Dragonbox, Retrospiel, Nippondreams und einige andere. Und bei PlayAsia ;)

Bei Nippondreams werden sie erst ab 18 verkauft:

http://www.nippondreams.net/Dreamcast/St…016::54510.html
Sir Pommes: "What the Fatsch!"

henrikf

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21

19.01.2017, 23:01

Ich glaube, dass das rechtlich eigentlich nicht in Ordnung ist. Wie Oxx schon gesagt hat, dürften die Spiele immer nur an Volljährige verkauft werden. Aber es kümmert niemanden, weil das zu wenige sind, die das machen. Sonst wären vermutlich schon die berühmten Abzock... äh ... Abmahn-Kanzleien aktiv geworden.
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22

19.01.2017, 23:13

Wo kein Kläger.... Ich denke für so Abmahnfabriken ist dieses Feld nicht interessant. Hausfrauen mit lustigen Briefchen erschrecken zieht auch mehr.
Nach dem Amoklauf in Erfurt haben einige ihre Chance gewittert endlich ihren Kontrollzwang durchzuboxen. Klar das dabei wieder kuddelmuddel entsteht.
Hipster-Pisser!

23

20.01.2017, 18:45

Klar das dabei wieder kuddelmuddel entsteht.
Wobei ich die derzeitige Regelung mit der Prüfung durch die USK etc. ehrlich gesagt gar nicht so schlecht finde (Logos mal außen vor gelassen ;) )
Man sollte daraus keine Wissenschaft machen, denn letztendlich müssen bzw. sollten doch immer noch die Eltern darauf achten, was ihre Kinder so medientechnisch konsumieren - soweit das bei den heutigen Möglichkeiten eben überhaupt noch geht. Früher wurden Horrorfilme wie Plutoniumladungen heimlich untereinander auf VHS getauscht und bis zum erbrechen kopiert und heute sitzt der Zwölfjährige in seinem Kinderzimmer und sucht auf Youtube nach Gore-Zombie-Pornos from Outer Space-Hell.
Wann sollte man solche Medien auch heimlich konsumieren? Es gab ja in jedem Haushalt nur einen einzigen Fernseher und evtl. noch Videorecorder - Ausnahmen bestätigen die Regel. Von daher konnten solche Filme mal heimlich geschaut werden, wenn "die Alten" auf einem Gartenfest oder Geburtstag eingeladen waren und man mehr oder weniger sturmfreie Bude hatte.

DustyBits

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24

20.01.2017, 20:09

Was das Ganze dann zu einem noch aufregenderem Erlebnis machte...
Zu viel von allem ist nämlich auch nicht so dolle - ich stelle immer wieder mit erschrecken fest, wie oft sich Kinder heute langweilen. Mir war Langeweile als Kind unbekannt.