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PIXELKITSCH #51: Dinkie Dino Tagebuch

HARDWARE-EMBLEM

DINKIE DINO

Die Neunziger, ein Jahrzent voller Mißverständnisse. Techno, das Ende von Helmut Kohl und elektronische Haustiere. Um letztere geht es in folgendem Video und Review, genauer gesagt soll hier der TAMAGOTCHI-Klon DINKIE DINO besprochen werden. Eine Woche lang wollte ich mich dem kleinen Ding widmen, es hegen, pflegen und belehren. Nun, eine Woche ist eine lange Zeit und so kommt manches anders, als man es sich vorher vorstellt.

Seht selbst, was mir mit meinem kleinen Gefährten passiert ist. ;-)

 

Für einen geringen Preis gibt es noch heute zahlreiche mobile Hasutiere elektronischer Machart und meist sind diese schreiend bunt verpackt. Vorliegendes Exemplar macht dabei keine Ausnahme und so spricht das Ding natürlich in erster Linie die kleinsten Konsumenten an. Neugierige lassen sich davon aber natürlich nicht abschrecken und so offenbart sich dem interessierten Geek nach dem Einschalten die volle Bandbreite der digitalen Tierpflege: Streicheln, belehren, füttern, duschen oder medizinisch versorgen, alles bleibt an euch hängen. Kommt Ihr euren Pflichten nicht nach, bestraft euch euer Sorgenkind erst mit ständigen gepiepse und irgendwann mit dem schnellen Tod.

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Zwischend freut sich euer neuer bester Freund auch, wenn Ihr mit ihm eine aufregende Runde Schere, Stein, Papier zockt, der Spaß für euch verfliegt ob der Monotonie jedoch recht schnell. Durch das Drücken der Steuertasten für drei Sekunden lässt sich auch der nervige Ton ausschalten, dann müsst Ihr jedoch zwischendurch immer ein Auge auf das Tier haben, will es doch stetig umsorgt und gefüttert werden. Nachts macht Ihr das Licht aus und durch die interne Uhr weiß euer Kleiner auch, dass er tatsächlich Ruhe geben und schlafen soll. In meinem Fall war ich mit der Fürsorge offenbar etwas zu nachlässig und so verstarb mein kleiner „Dickie“ getaufter Kumpel nach zwei-einhalb gemeinsamen Tagen.

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Fazit:
Das DINKIE DINO ist ein ganz gewöhnlicher TAMAGOTCHI-Klon und macht wenig richtig und ganauso wenig falsch. In den späten Neunzigern war das Konzept noch frisch und die Funktionen ausreichend. Mit dem Abstand von gut fünfzehn Jahren geht nur noch wenig Faszination von den tragbaren Haustieren aus, aber irgendwie wecken sie sadistische Tendenzen bei der Tierhaltung. Um diese zu stillen, ist das Gerät sicherlich noch zu gebrauchen und in fünfzehn weiteren Jahren werden die Dinger sicherlich spannender wirken, also packt euer Tier gut weg und holt es erst dann wieder raus! ;-)


nerdfaktor: 4/10
preis-leistung: 6/10
verarbeitung: 8/10

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