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PIXELKITSCH #53: Liebeserklärung an den GAME GEAR

Unnütze Hardware ist hin und wieder schön und gut. Am liebsten nutze aber auch ich die wirklich schönen Dinge der Videospielwelt. Deshalb stelle ich euch in der PIXELKITSCH LIEBESERKLÄRUNG ab sofort hin und wieder Hard- oder Software vor, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist.

herz-emblem

Der GAME BOY ist für viele Leute Sinnbild des portablen Videospielens, vollkommen zu Recht, hat sich der graue Spaßspender doch zig Millionenhaft verkauft. Mich persönlich reizte im Jahr 1991 jedoch eher der Farbe versprechende Herausforderer aus dem Hause SEGA. Das schwarze Gehäuse, bessere Technik und die Möglichkeit heimlich mit ihm unter der Decke im Dunkeln Spielen zu können, machte den GAME GEAR zum Objekt meiner Begierde.

Was den GAME GEAR noch alles so sensationell und anziehend macht, erfahrt Ihr hier im Video und im kompletten Bericht! :-)

 

Ausgestattet mit dem ZILOG Z80 Hauptprozessor verrichtet das ursprünglich unter dem Namen PROJECT MERCURY entwickelte Gerät ab 1990 seinen Dienst. Nach dem Release in Japan folgten 1991 die USA und Europa, ein weiteres Jahr später war auch Australien dran. Bei seinem Start in Deutschland verlangte SEGA noch stolze 299 Deutsche Mark inklusive dem Spiel COLUMNS. Für mich ist das definitv zu viel Taschengeld gewesen und so wurde ich erst ein Jahr später mit dem portablen Achtbitter beglückt.

Technisch basiert das Gerät auf dem MASTER SYSTEM, bietet jedoch mehr darstellbare Farben, zugleich aber auch eine geringere Auflösung, was dem Display geschuldet ist. Dieses hat eine Auflösung von 160 mal 144 Pixeln und ist mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet. Damit war vor allem das Spielen in tiefster Dunkelheit möglich. Zugleich ist das Display aber auch an dem enormen Batterieverbrauch des Gerätes schuldig, frisst es doch sechs Mignonbatterien. Diese reichen anschließend je nach Leistung für 2 bis 5 Stunden Spieldauer. Ein Akkuset oder Akkupack vom Hersteller ist da auf jeden Fall empfehlenswert.

GG

Neben erwähntem Akkupack, welches fast 500 Gramm wiegt, gibt es noch viele weitere Accessoires mit unterschiedlich hohem Nutzwert. Großartig ist zum Beispiel der MASTER GEAR CONVERTER, welcher euch die Spiele des stationären Bruders auch unterwegs zocken lässt. Neben Taschen und Lupen gab es auch noch einen TV-Adpater, mit dem sich mobil Fernsehen ließ. In Zeiten von DVB-T empfängt man in Deutschland damit jedoch nur noch weißes Rauschen und ein Videoeingang macht das Add-on auch nicht begehrenswerter. Wesentlich sinnvoller ist da das Linkkabel, welches das Zocken, wie bei der Konkurrenz, mit zwei Geräten ermöglicht.

Softwareseitig gibt es eine breite Palette von Exklusivtiteln und Umsetzungen bekannter Marken. Vor allem die hauseigenen SONIC-Spiele sowie beinahe sämtliche DISNEY-Titel dürfen in keiner Sammlung fehlen. Weltweit erschienen rund 390 Spiele und egal woher Ihr diese bezieht, sie laufen auf allen Geräten, ein Regionlock wurde nicht implementiert.

Fazit:
Insgesamt ist der GAME GEAR ein Spitzengerät welches jedoch oftmals an altersschwachen Kondensatoren leidet und in Folge dessen keinen Ton und schwaches Bild präsentiert. Anleitungen, dies zu beheben finden sich im Netz jedoch zu Hauf. Für mich stellt das Gerät definitiv ein großartiges Sammel- und Zockobjekt dar, mit tollen Spielen und interessantem Zubehör.

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