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PIXELKITSCH #69: VIDEO GAMES Magazin

Als Freund des gedruckten Wortes und Anhänger klassischer Videospiele-Gazetten, freue ich mich, euch an dieser Stelle regelmäßig Einblicke in Presseerzeugnisse vergangener Tage bieten zu können. Zeitschriften und Bücher zum Thema Videospiele sollen hier nun häufiger beleuchtet werden.

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Videospielzeitschriften gab es in Deutschland nie wieder so viele, wie in der Mitte der neunziger Jahre. Kaum ein verlag, der nicht mindestens ein Blatt zum Thema an die Bahnhofsbuchhandlungen ausgeliefert hatte. Eines der führenden Magazine war zehn Jahre lang die VIDEO GAMES, welche 1991 das Licht der lesenden Welt erblickte. Ich habe das Magazin jedoch nicht nur gelesen, sondern zum Leidwesen meiner Mitmenschen auch mal mit einem Leserbrief penetriert… ;-)

Ob ich das lieber hätte lassen sollen und was das Heft wirklich getaugt hat, erfahrt Ihr nach dem Klick im kompletten Artikel! :-D

 

Am 27ten März war es soweit, Das Multiformatmagazin POWER PLAY brachte die erste Ausgabe VIDEO GAMES zunächst als Sonderheft auf den Markt. Nach einigen Ausgaben bereits emanzipierte sich das Heft von seiner Mutter und wurde als eigenständiges Magazin wahr genommen. Es folgten mehr als 120 Ausgaben voller Reviews, Hilfestellungen, Leserbriefe und Messeberichte. Von Beginn an waren unter anderem die Heute noch bekannten Szenegrößen WINNIE FORSTER oder BORIS SCHNEIDER JOHNE mit an Board, welche das Magazin inhaltlich prägten. Nach rund zehn Jahren war Anfang des Jahres 2001 wieder Schluss für das Heft, aus den Neunzigern hat sich ohnehin nur die ebenfalls empfehlenswerte M!GAMES auf demMarkt gehalten.

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Anfangs recht unfarbig und mit abfotografierten Screenshots, entpuppte sich die VIDEO GAMES schnell als ernst zu nehmende Größe auf dem hart umkämpften Printmarkt und überlebte selbst Magazine, die erst nach ihr kamen. Hefte wie die MEGA FUN, NEXT LEVEL oder FUN GENERATION waren zwar alle, mal mehr, mal weniger beeinflusst durch sie, konnten ihre Marktdominanz aber nie ganz erreichen. In ihrer Schlussphase versuchte man nach englischem und amerikanischem Vorbild noch mit Bonus-Cheat-Büchern auf dem Cover das sinkende Schiff zu retten, was aber leider auch nicht mehr gelang.

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Fazit:
Die VIDEO GAMES ist und bleibt ein wichtiges Stück deutscher Videospielgeschichte, dominierte das Magazin zeitweise doch den Printmarkt und zeigte, dass auch ein rein auf Konsolen spezialisiertes Heft einen Absatzmarkt besitzt. Was die ASM für die achtziger Jahre und das Internet für die Neuzeit, war für Teenies und Heranwachsende in den Neunzigern eben die gute alte VIDEO GAMES! :-D

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