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Thunder-Serie von Midway

Update am 16.05.2015: Zweites Video hinzugefügt und neue Infos im Text.

Innerhalb der Thunder-Serie hat Midway in den Jahren 1999 bis 2001 vier Arcade-Racer veröffentlicht, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben. Die ersten drei Teile sind aus der heutigen Sicht sogar sehr gut gealtert und machen immer noch sehr viel Spaß. Weil ich seit einiger Zeit verstärkt Arcade-Racer spiele, habe ich kürzlich alle vier Spiele mal wieder durchgezockt.

Hydro Thunder

Arcade, Dreamcast, Nintendo 64, PlayStation: 1999
PlayStation 2, XBox, Gamecube (nur USA): 2005 (Midway Arcade Treasures 3)
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Das erste Spiel, welches innerhalb der Thunder-Serie veröffentlicht wurde. Den meisten Spielern gefällt es sehr gut und für viele ist es sogar der beste Racer, in dem man mit Booten herumrasen kann. Es gibt 12 Strecken, die allesamt sehr unterschiedlich gestaltet wurden. Am Anfang sind nur drei Strecken anwählbar. Erst dann, wenn man sie als mindestens dritter bezwungen hat, werden die nächsten drei freigeschaltet. Die muss man allerdings als mindestens zweiter schaffen und so geht es weiter, bis alle Strecken freigeschaltet sind. Im Laufe des Spiels werden auch mehr und mehr Boote aktiviert. Sie weisen unterschiedliche Eigenschaften in der Wendigkeit, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit auf.

Hydro Thunder ist schwer und nur zu schaffen, wenn man die vielen versteckten Wege findet. Es handelt sich nicht immer Abkürzungen, jedoch findet man dort oft die roten Turbofässer. Für jedes rote bekommt man einige Sekunden Extraschub. Die blauen schenken dem Boot zwar auch einige Sekunden Schub, aber weniger als die roten. Manche alternativen Routen findet man nur, wenn man die Rampen benutzt und auch mal das Wasser verlässt.

Das Spiel ist ein richtig guter und acionreicher Arcade Racer. Die Dreamcast Version sieht am besten aus, hat aber lange Ladezeiten zwischen den Menüs und vor bzw. nach den Rennen. Die Versionen für PS2, GC und XBox haben kürzere Ladezeiten und sind Umsetzungen der DC-Version. Die Versionen für N64 bzs. PSX wurden naturgemäß abgespeckt. Die N64-Version sieht zwar besser aus als die für PSX, aber ihr fehlen einige Details in den Hintergründen. Das liegt wahrscheinlich am knapp bemessenen Modulspeicher.

In 2010 wurde ein Nachfolger veröffentlicht: Hydro Thunder Hurricane. Allerdings nur als Download-Titel für die XBox 360 und von einem anderen Entwickler.

 

Offroad Tunder

Arcade: 2000
PlayStation 2 (PAL nur 50Hz), XBox, Gamecube (nur USA): 2005 (Midway Arcade Treasures 3)
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Midway Arcade Treasures 3 (PS2, GC, XBox)

Bei Offroad Thunder handelt es sich um das zweite Spiel in der Thunder-Reihe. Es wurde ein Jahr nach Hydro Thunder fertiggestellt und leider nicht für die damals aktuellen Plattformen umgesetzt. Erst in 2005 erschien es endlich innerhalb der Treasures-Reihe von Midway.

Offroad Thunder ähnelt seinem Vorgänger in sämtlichen Punkten und ist ein verdammt guter Arcade Racer. Sämtliche bewährten Elemente sind wieder mit von der Partie: Einige extrem unterschiedliche Strecken und Fahrzeuge, viele versteckte und alternativen Routen und Abkürzungen, die roten und blauen Gas-Tanks.

Ob die Umsetzungen für die Heimkonsolen 1:1 zur Arcadversion sind, kann ich nicht beurteilen. Aber ich gehe zumindest bei den Versionen für Gamecube und XBox stark davon aus, denn die anderen Spiele in der Collection sind es. Die PS2-Version von Offroad Thunder ist deutlich schlechter als die anderen. Sie hat eine niedrigere Framerate und ist langsamer.

Mir macht Offroad Thunder mindestens so viel Spaß wie Hydro Thunder. Die Steuerung ist sogar etwas besser, denn das Driften ist sehr gut gelungen.

Arctic Thunder

Arcade, PlayStation 2, XBox: 2001
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Arctic Thunder (XBox, PS2)

Dieser Teil der Serie ist der letzte, der physisch veröffentlicht wurde. Hydro Thunder Hurricane erschien 2005 nur als Download-Spiel. Arctic Thunder beinhaltet wieder sämtliche Thunder-Elemente und zusätzlich kann man jetzt Waffen einsammeln, mit denen die Gegner beschossen werden können. Selbstverständlich schießen die Gegner ebenfalls und deswegen befindet sich unter den Extras zum Beispiel ein Shield. Grafisch ist das Spiel schlechter als alle anderen Teile der Serie. Zwar gibt es wieder alternative Wege und Abkürzungen, aber alles ist unübersichtlicher. Die Sicht wird durch den Waffeneinsatz des öfteren behindert. Leider wird auch noch der Spielfluss immer wieder unterbrochen, weil die Fahrer von ihren Sleds fallen, wenn sie getroffen werden. Ein schnelles und ungestörtes Racing-Vergnügen wie in den Vorgängern gibt es nicht mehr. Das mag einigen Spielern möglicherweise gefallen, aber für mich geht das typische „Thunder-Feeling“ verloren. Zudem machen die Grafik und die Technik der PS2-Version einen weniger schönen Eindruck als bisher. Die XBox-Version läuft deutlich flüssiger und schneller als die PS2-Version. Zudem lassen sich in ihr die Fahrzeuge besser kontrollieren und es gibt einen simultanen 4-Spieler-Modus. Die PS2-Version kann nur von zwei Spielern gleichzeitig gezockt werden.

Ein totaler Ausfall ist Arctic Thunder nicht, aber es ist nicht so gut wie die anderen Spiele aus der Serie.

4 Wheel Thunder

Dreamcast: 2000
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4 Wheel Thunder schlägt ein wenig aus der Art. Man merkt, dass andere Entwickler am Werke waren. Während alle anderen Teile, bis auf Hydro Thunder Hurricane, von Midway inhouse entwickelt wurden, stammt dieses Spiel aus dem Hause Kalisto (Nightmare Creatures I und II). ursprünglich sollte 4 Wheel Thunder ein „normales“ Rennspiel werden, aber Midway hat Kalisto irgendwie davon überzeugt, einen Teil der Thunder-Serie daraus zu machen. Herausgekommen ist einer der besten Racer für Dreamcast, die es gibt. Vor allem technisch ist er sehr, sehr beeindruckend. Die Grafik ist unheimlich sauber und schnell. Sie gerät niemals ins Stocken, egal, wie viel los ist und wie schnell man fährt. Dieses Spiel ist auch das einzige, welches in der PAL-Version einen 60Hz-Modus anbietet. Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings mörderisch und man jeder Strecke auswendig lernen. Nicht immer ist es die beste Idee den Weg zu fahren, zu dem einen die roten Gas-Tanks leiten wollen. Manchmal sind die anderen Wege doch kürzer oder kurz nach einem blauen Gas-Tank findet man plötzlich einen roten. Es gilt also alle möglichen Wege auszuprobieren und im Laufe der Zeit die beste Route herauszufinden. Für Abwechlung ist gesorgt, denn es gibt Indoor- und Outdoor-Rennen. Die Steuerung ist ohne jeden Makel, die Rennen unfassbar schnell und mir macht das Spiel seit seinem Erscheinen immer noch Spaß.

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